Bamberg
Basketball

Fünfter Sieg in Folge ist das Ziel

Brose Bamberg ist am Sonntag bei den Telekom Baskets Bonn zu Gast. Die Rheinländer sind im Gegensatz zu ihrem Gegner wesentlich schlechter in die Bundesligasaison gestartet und haben zuletzt auch in der Champions League gepatzt.
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Kameron Taylor (mit Ball) scheint sein kleines Formtief überwunden zu haben. In den vergangenen beiden Champions-League-Spielen punktete der Flügelspieler, der mit 13,2 Zählern im Schnitt bester Bamberger Korbschütze in der Bundesliga ist, wieder zweistellig. Foto: Daniel Löb
Kameron Taylor (mit Ball) scheint sein kleines Formtief überwunden zu haben. In den vergangenen beiden Champions-League-Spielen punktete der Flügelspieler, der mit 13,2 Zählern im Schnitt bester Bamberger Korbschütze in der Bundesliga ist, wieder zweistellig. Foto: Daniel Löb

Mit den Telekom Baskets Bonn sind die Bundesliga-Basketballer von Brose Bamberg am Sonntag (18 Uhr) bei einem Team zu Gast, das ebenfalls in der Champions League aktiv ist. Wie die Oberfranken weisen die Rheinländer im internationalen Wettbewerb mit zwei Siegen und zwei Niederlagen eine ausgeglichene Bilanz auf. In der Bundesliga sind die Bonner dagegen wesentlich schlechter aus den Startlöchern gekommen als ihr morgiger Kontrahent. Während die Bamberger mit fünf Siegen und nur einer Niederlage den vierten Platz einnehmen, stehen die Telekom Baskets mit nur einem Erfolg in vier Partien auf dem elften Rang.

Herbe Niederlage in Ungarn

Nur zum Saisonstart hatten die Bonner ein Erfolgserlebnis (77:76 gegen Frankfurt), anschließend folgten Niederlagen in Ludwigsburg (80:94), gegen Crailsheim (82:114) und in Vechta (83:95). Eine herbe Pleite mussten sie zudem am Dienstag in der Champions League beim ungarischen Meister Falco Szombathely hinnehmen. Bei der 59:91-Niederlage brachen die Telekom Baskets in der zweiten Halbzeit, die sie mit 26:51 verloren, völlig ein. Trainer Thomas Päch bezeichnete sein Team in einer Auszeit als einen "Haufen aufgeschreckter Hühner".

Der langjährige Berliner Assistenztrainer, seit Saisonbeginn Headcoach bei den Bonnern, hat mit seinem Team in dieser Saison aber auch schon für eine faustdicke Überraschung gesorgt. In der ersten Pokalrunde gewannen die Rheinländer beim deutschen Meister Bayern München mit 85:84 und zeigten 48 Stunden nach der gegen Crailsheim erlittenen höchsten Heimpleite der Vereinsgeschichte ein ganz anderes Gesicht.

Deutsches Duo unter den Körben

Korbgefährlichste Spieler bei den Gastgebern sind mit Aufbauspieler Branden Frazier (13 Punkte im Schnitt) und Flügel Ben Simmons (10,8) zwei Neuzugänge. Unter den Körben setzen mit Center Martin Breunig (9,3/4,5 Rebounds) und Benjamin Lischka (9/4,3) zwei Deutsche die Akzente. "Bonn spielt mit einer großen Rotation, mindestens zehn Spieler bekommen 16 Minuten und mehr. Wir können uns daher nicht auf einen oder zwei fokussieren, sondern müssen die gesamte Mannschaft im Blick haben. Zudem spielen die Bonner sehr schnellen Basketball. Darauf haben wir uns vorbereitet", meint Brose-Trainer Roel Moors, der zuletzt beim 81:76-Erfolg gegen Mornar Bar auf eine kleinere Rotation baute und mit Maurice Stuckey und Bryce Taylor zwei Flügelspieler nicht einsetzte. "Ich plane das nicht im Voraus. Manchmal brauche ich mehr, manchmal nicht so viele Spieler. Aber es ist wichtig, dass jeder weiß, dass er gebraucht wird", sagt der Belgier, dessen Team wettbewerbsübergreifend vier Siege in Folge eingefahren hat. Diese Serie fortzusetzen, wird aber nicht einfach. Im Telekom Dome haben die Bamberger ihre letzten beiden Spiele verloren, und nach dem schlechten Auftritt in Ungarn haben die Bonner etwas gutzumachen.

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