Bamberg
Basketball

Frankenderby klare Sache für Brose Bamberg

Brose Bamberg stimmt sich mit einem deutlichen 97:65-Sieg über die Würzburger auf die Play-offs in der Bundesliga ein.
Artikel drucken Artikel einbetten
Louis Olinde stopft den Ball durch den Ring. Die Würzburger Fynn Fischer (rechts) und Cameron Wells können das Dunking des Bamberger Youngsters nicht verhindern. Foto: Daniel Löb
Louis Olinde stopft den Ball durch den Ring. Die Würzburger Fynn Fischer (rechts) und Cameron Wells können das Dunking des Bamberger Youngsters nicht verhindern. Foto: Daniel Löb
+13 Bilder

Nach zuvor nur drei Siegen aus den letzten zehn Bundesliga-Spielen und der Champions-League-Pleite in Antwerpen schlossen die Bamberger Brose-Basketballer die Hauptrunde mit einem deutlichen 97:65 (57:32)-Erfolg im Frankenderby gegen s.Oliver Würzburg ab und gehen mit neuem Selbstvertrauen in die Play-offs. Der Pokalsieger startet als Tabellenfünfter ohne Heimvorteil in die Viertelfinalserie nach dem Modus best-of-five und muss am Sonntag, 19. Mai, zunächst beim Überraschungs-Vierten in Vechta Farbe bekennen. Die zuletzt ersatzgeschwächten Würzburger haben durch die Niederlage im Derby in letzter Sekunde die heiße Saisonphase verpasst.

Würzburgs Trainer Denis Wucherer kassierte bereits nach 45 Sekunden ein technisches Foul, weil er sich über eine Schiedsrichter-Entscheidung mockiert hatte. Das war aber so ziemlich der einzige Aufreger des Gäste-Trainers, der schnell anerkennen musste, dass seine stark dezimierte Truppe dem Offensiv-Feuerwerk der Gastgeber wenig entgegenzusetzen hatte. Vor allem unter dem Korb dominierte das Brose-Team: Cliff Alexander hatte bereits nach knapp fünf Minuten (14:5) neun Punkte und fünf Rebounds auf seinem Konto. Für ihn kam dann Elias Harris, der sofort sechs Punkte drauf packte und die erste zweistellige Führung perfekt machte. Nach den ersten zehn Minuten hatten die Bamberger doppelt so viele Punkte auf dem Konto wie der Gast (30:15).

Starke erste Halbzeit

Als die Hausherren in Person von Arnoldas Kulboka (3), Mo Stuckey und Louis Olinde im zweiten Viertel dann auch noch fünf Dreier versenkten, waren die Gäste bedient. Nach 17 Minuten hatte der deutsche Meister bereits einen stattlichen 50:26-Vorsprung. Überragende 16 Assists (Hickman 5, Rice 4) in 20 Minuten zeugen von einer endlich einmal guten Ballbewegung gegen einen allerdings überforderten Gegner. Ohne die verletzten Ex-Bamberger Gabe Olaseni und Johannes Richter sahen die Unterfranken unter dem Korb kein Land (24:11 Rebounds) und lagen zur Pause mit 32:57 hinten.

Nach drei Ballverlusten und 2:8 Punkten rief Trainer Federico Perego seine Jungs in der zweiten Hälfte früh zur Ordnung. Louis Olinde sorgte dann mit seinem zweiten Dunking nach Offensiv-Rebound dafür, dass der Vorsprung wieder 20 Punkte betrug. Nachdem sich die Unkonzentriertheiten auf Seiten der Gastgeber aber häuften, war der offensive Rhythmus schnell verloren. Die Würzburger stemmten sich gegen die drohende Pleite und betrieben zumindest Ergebniskosmetik (47:64). Als Kulboka mit seinem vierten Dreier und Elias Harris im Endspurt aber für das 73:51 sorgten, feierten die Südblock-Fans ihr Team und machten klar: "Hier regieren die Bamberger."

Spätestens nach dem Hickman-Dreier zum 80:53 war die Messe für die Unterfranken gelesen - zudem zogen die Braunschweiger Mitte des Schlussviertels gegen Bayreuth zweistellig davon, so dass die Play-off-Teilnahme ein Traum blieb. Mit "ole, ole - super Bamberg"-Gesängen stimmten sich die Brose-Fans auf die Play-offs ein.

Die Statistik

Brose Bamberg - s.Oliver Würzburg 97:65

(30:15, 27:17, 16:19, 24:14) Bamberg Alexander (21 Punkte), Kulboka (17/5), Hickman (11/2), Olinde (11/1), Harris (10), Schmidt (9/1), Stuckey (9/1), Rubit (6), Rice (3), Zisis Würzburg Bowlin (13/3), Wells (11/1), Morrison (11), Oliver (10), Obiesie (5/1), Cooks (4), Loesing (4), Fischer (3), Hoffmann (3/1) Albus (1), Hadenfeldt, Koch SR Straube, Simonow, Bejaoui Zuschauer 6023 Gesamtwurfquote Bamberg 52 Prozent (31 Treffer/60 Versuche), Würzburg 42 Prozent (25/59)

Dreierquote Bamberg 42 Prozent (10/24), Würzburg 29 (6/21) Freiwurfquote Bamberg 96 Prozent (25/26), Würzburg 64 (9/14) Rebounds Bamberg 45 (30 defensiv/15 offensiv), Würzburg 20 (14/6)

Ballgewinne/-verluste Bamberg 7/17, Würzburg 10/11 Assists Bamberg 24 / Würzburg 14 Fouls Bamberg 21 / Würzburg 21

Spieler des Spiels

Louis Olinde zeigte zum Hauptrundenabschluss seine beste Leistung im Brose-Trikot. Der 21-Jährige wurde von Trainer Perego mit 30 Minuten Spielzeit belohnt. Vor allem unter dem Korb räumte der 2,05-Meter-Mann auf und sorgte mit acht Offensiv- und sieben Defensiv-Rebounds für eine Karrierebestleistung.

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren