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Basketball

Fränkisches Derby als Alternative

Zum Jahresauftakt empfängt die DJK Don Bosco Bamberg in der 2. Liga der Damen die Würzburgerinnen zum fränkischen Nachbarduell.
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Ob die angeschlagene Serbin Ivana Grbic (in weiß) auflaufen kann, ist noch offen. Foto: Sportpress
Ob die angeschlagene Serbin Ivana Grbic (in weiß) auflaufen kann, ist noch offen. Foto: Sportpress

Bamberg am Samstagabend: Während ab 18 Uhr in der wohl nahezu gefüllten Arena an der Forchheimer Straße die Fans dem Pflichtsieg der Brose-Profis in der Bundesliga über Rasta Vechta entgegenfiebern, geht es in rund 2,5 Kilometern Luftlinie Entfernung familiärer zu. Ein erlesenes Publikum wird wie gewohnt in der Graf-Stauffenberg-Halle zugegen sein, wenn die Korbjägerinnen der DJK Don Bosco (2.) in der 2. Liga Süd um 18.30 Uhr die Qool Sharks Würzburg (5.) empfangen.

Einen Besuch wert ist die Partie in der altehrwürdigen "Blauen" allemal: Die unzähligen Derbys zwischen den fränkischen Nachbarn waren schon immer umkämpft. Die Würzburgerinnen wollen sich für ihre 71:79-Heimniederlage gegen die DJK Anfang November revanchieren, die Bambergerinnen Sieg Nummer 8 in Folge einfahren und ihre gute Ausgangsposition für die Play-offs festigen. Man kennt sich bestens, Geheimnisse gibt es keine, freundschaftliche Bindungen sind während der 40 Spielminuten auf dem Parkett vergessen.

Die Würzburger Trainerin Janet Fowler-Michel (53) ist eine halbe Bambergerin. Sie war einst kanadische Nationalspielerin, in den 90er-Jahren für die DJK Don Bosco erfolgreich in der Bundesliga und dann auch als Nachwuchscoach in Bamberg aktiv. Ihrem immensen Erfahrungsschatz kann ihr Bamberger Pendant Konstantin Hammerl (24) viel erworbenes Wissen und akribische Arbeit regelmäßig bis in die Nacht hinein entgegensetzen. Mehrfach hat er die "Haie" in dieser Saison schon beobachtet: "Mit den Würzburgerinnen erwarten wir die am unangenehmsten zu spielende Mannschaft der Liga. Sie versuchen, mit diversen Wechseln in ihrer Verteidigung ihren Gegner aus dem Konzept zu bringen. Davon dürfen wir uns nicht verrückt machen lassen."

Um das Derby zu gewinnen, so Hammerl, "brauchen wir neben der physischen auch fortlaufend 100 Prozent psychische Konzentration". Der DJK-Trainer spricht von einem Kampf der Philosophien: "Würzburg ein Team mit sehr vielen Außen-, wir wiederum ein Team mit sehr vielen Innenspielerinnen." Gut vorbereitet gehen die Bambergerinnen ins Nachbarduell mit den Würzburgerinnen, die zuletzt zweimal gegen den unbesiegten Zweitliga-Primus BasCats USC Heidelberg verloren: 59:73 auswärts, 55:85 Mitte Dezember zu Hause. Gut 20 Trainingseinheiten hätte sein Team allein 2019 schon hinter sich, erklärt Hammerl. "Wir brennen darauf, dass es endlich wieder losgeht." Ob in Bestbesetzung, ist noch offen. Angeschlagen sind die Serbinnen Ivana Grbic und Branka Lukovic.



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