Zum zweiten Rückrundenspiel in der Landesliga Nordost erwarten die Strullendorfer Fußballer die FT Schweinfurt. Vor seinem Heimspiel gegen den SV-DJK Unterspiesheim (Sonntag 14 Uhr) musste der SV Pettstadt in der Saison erstmals zwei Niederlagen in Folge hinnehmen und will mit alten Tugenden versuchen, in die Erfolgsspur zurückzukehren. Der FC Oberhaid spielt beim TSV Abtswind.

SV Pettstadt - SV-DJK Unterspiesheim
"Selbst mit allen Mann an Bord hätten wir gegen den in Bestbesetzung angetretenen SV Erlenbach nur mit einer außergewöhnlichen Leistung bestehen können", sagt SVP-Trainer Manni Schmitt nach der 0:4-Niederlage seiner Mannschaft im Spitzenspiel vor einer Woche. Der Trainer kann gegen Unterspiesheim wieder voll auf Simon Friedrich zurückgreifen, der direkt aus dem Türkei-Urlaub ohne Schlaf zum Spiel in Erlenbach angereist war und hohe Anerkennung von seinem Trainer erhielt. Auch der erkrankte Lukas Dütsch sowie der in Prüfungen eingebundene Josef Lorber gehören wieder dem Kader an. "Die Unterspiesheimer vergaben bei ihrer 1:2-Niederlage gegen Gerolzhofen einen Matchpunkt, hatten sich aber gerade in den letzten Wochen als schwer zu spielender Widersacher gezeigt. Von ihren letzten fünf Auswärtsspielen verloren sie nur in Erlenbach", warnt der Pettstadter Chefanweiser seine Jungs. Tatsächlich siegten die Mannen von Trainer Reinhard Kraus in Rimpar (1:0) und entführten sowohl aus Augsfeld (0:0), wo der SVP mit 0:2 unterlag, Bergrheinfeld und Strullendorf (jeweils 2:2) die Punkte. "Wir dürfen diesen Gegner keinesfalls an dessen Leistungen zu Beginn der Serie messen. Diese kampfstarke Elf hat sich enorm gesteigert und an Stabilität gewonnen. Solche Fehler, wie sie unser Gegner im Hinspiel machte, wird es nicht mehr geben. Wir müssen schon eine überdurchschnittliche Leistung an den Tag legen, sollen die Zähler an der Hammerstatt bleiben", so Pettstadts Trainer.
SV Pettstadt: Kauder, Ochs - Baier, Dütsch, D. Friedrich, S. Friedrich, Jentsch, Kommer, Kutzelmann, Lorber, M. Meth, K. Pfeuffer, Postler, Rausch, Rupp, Schnitzer

FC Strullendorf - FT Schweinfurt
An das Hinspiel erinnern sich die Strullendorfer nur ungern, denn das Team verlor mit sage und schreibe 1:6. Vor allem in der zweiten Hälfte wurden die Schimmer-Schützlinge regelrecht vorgeführt. Freilich zählen die "Kugelstädter" auch zum erweiterten Favoritenkreis. Bis dato haben sie die Erwartungen aber nicht erfüllen können. Derzeit belegen die "Freien Turner" den sechsten Rang mit 26 Zählern und 44:30 Toren. Anzumerken ist allerdings, dass sie mit zwei Partien gegenüber der Konkurrenz hinterherhinken. Die beiden letzten Heimspiele gegen Neustadt/Aisch und Karlburg fielen den schlechten Platzbedingungen zum Opfer. Dennoch ist der Abstand zu den Spitzenteams aus Erlenbach und Pettstadt bereits auf 13 bzw. zehn Punkte angewachsen. Es bedarf schon eines Kraftakts, um da noch heranzukommen. Die Strullendorfer laufen seit sieben Spieltagen einem Dreier erfolglos hinterher. Es setzte vier Niederlagen, zudem drei Unentschieden. Auch in der letzten Begegnung verspielten die Strullendorfer einen 1:0-Vorsprung bei der TG Höchberg in allerletzter Sekunde. Dennoch war in Anbetracht der derzeitigen Personalmisere der eine Zähler wichtig gewesen, um den Abstand zu den hinteren Regionen zu halten. Gegen die Schweinfurter ist in erster Linie ein gutes und geordnetes Abwehrverhalten gefragt. Die Gehling-Schützlinge haben bislang die meisten Tore aller Nordwest-Landesligisten geschossen, nämlich 44. Top-Torjäger ist Marcel Hartmann mit elf Treffern. Ihm folgen mit jeweils fünf Toren gleich drei Leute. Die Achillesferse ist zweifelsohne die Abwehr, die schon 30 Gegentreffer einstecken musste. Allein schon in den zwei Spitzenspielen in Pettstadt und Abtswind waren es deren zehn, die Elf verlor diese Partien mit 1:4 bzw. 1:6 sehr deutlich. Diese Tatsache macht auch letztendlich den Unterschied zu den führenden Teams aus. Wer aber Trainer-Urgestein Ernst Gehling kennt, der weiß, dass er noch nicht die Flinte ins Korn wirft und mit seinen Kickern nochmals angreifen wird.

TSV Abtswind - FC Oberhaid
Der FCO gastiert heute um 14 Uhr bei einem "Hochkaräter" der Landesliga Nordwest. Der TSV Abtswind hat in dieser Saison erst eine Niederlage hinnehmen müssen und steht somit als Tabellendritter in Lauerstellung hinter Erlenbach und Pettstadt. Die beiden heutigen Gegner hatten witterungsbedingt letztes Wochenende Pause und konnten sich somit gut auf dieses Spiel vorbereiten. Beim FCO hat mit Melsa jetzt auch der letzte Langzeitverletzte das Training nach einem Jahr Pause wieder aufgenommen. Nach dem Spiel gegen Leinach (2:2) dürfte bei den Oberhaidern wieder Selbstvertrauen getankt worden sein. Hatte man den Gegner doch am Rand einer Niederlage und zwar auch dank der spielerischen Präsenz. Falls die Steinmann-Schützlinge von Anfang an mit voller Konzentration zu Werke gehen, dürfte auch im Kräuter- und Teeort der ein oder andere Punkt im Bereich des Möglichen liegen. Wie schon im Hinspiel, ist besonderes Hauptaugenmerk der FC-Defensive auf die drei Offensivkräfte Mrugalla, Otto und Kutzenberger zu legen, die zusammen bereits 27 Tore erzielten.
FC Oberhaid: Ma. Schmitt, Medem - Weyrauther, Stark, Mi. Fischer, Blechinger, Reuß, Ma. Fischer, K. Schmitt, J. Schmitt, Wagner, Kutzelmann, Seidelmann, Eck, Jameson, Mosig. Simon, Patzelt