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Bamberg
Fußball-Landesliga

FC Eintracht baut seine Defensive um

Nach der Verletzung von Felix Popp rückt Maximilian Vetter gegen den FC Lichtenfels in die Innenverteidigung. Marc Reischmann darf ein Spiel früher ran.
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Maximilian Vetter (links) rückt gegen den FC Lichtenfels wieder in die Innenverteidigung, noch ist aber unklar, wer neben ihm spielt. sportpress
Maximilian Vetter (links) rückt gegen den FC Lichtenfels wieder in die Innenverteidigung, noch ist aber unklar, wer neben ihm spielt. sportpress

Es ist ein kleines Entgegenkommen, von Milde oder dem Eingestehen eines Fehlers kann aber nicht die Rede sein: Das Sportgericht hat nach der umstrittenen Roten Karte gegen Marc Reischmann die Sperre von vier auf drei Spiele reduziert. Damit fehlt der 25-Jährige dem FC Eintracht Bamberg in der Landesliga beim Heimspiel am Samstag um 14 Uhr gegen den FC Lichtenfels sowie in Röslau eine Woche später. "Natürlich sind wir froh, dass uns Marc ein Spiel früher wieder zur Verfügung steht", sagt FCE-Abteilungsleiter Sascha Dorsch: "Andererseits bleibt dieses merkwürdige Grundgefühl, dass er zu unrecht bestraft wurde. Und dass dieser Fehler nicht rückgängig gemacht wurde."

Zwar lässt die Aufnahme von sporttotal gegen den SC Feucht stark vermuten, dass kein grobes Foul vorgelegen habe. Da es aber keinen (nachträglichen) Videobeweis in der Landesliga gibt und sich das Sportgericht auf die Tatsachenentscheidung des Referees beruft, war daran ebenso wenig zu rütteln wie an dessen Mutmaßung, er sei von Reischmann geschubst worden, was die ursprüngliche Sperre von zwei auf vier Spiele verlängerte.

"Ich verstehe, dass der Verband seine Schiedsrichter schützen will und die Aufnahmen nachträglich nicht als Beweismittel heranzieht. Andererseits sind wir die Leidtragenden, und das nicht zum ersten Mal", sagte Dorsch mit Verweis auf die ebenfalls umstrittene Rote Karte gegen Robin Renner beim 0:1 gegen den TSV Neudrossenfeld.

Ein gefühltes Derby

Der Dreikampf um den Titel mit Neudrossenfeld und Feucht bestimmt zwar die restliche Saison, auf dem Weg in die Bayernliga hat die Hutzler-Elf aber einige Stolpersteine aus dem Weg zu räumen - wie den FC Lichtenfels heute um 14 Uhr. "Für uns ist es ein Highlight und ein gefühltes Derby, die Duelle gegen Lichtenfels haben eine lange Tradition", sagt Dorsch, der vor vielen Jahren selbst für ein Jahr die FC-Schuhe schnürte.

Neben Marc Reischmann wird auch Felix Popp fehlen - und das für eine lange Zeit. Neben dem Innenband ist das vordere und hintere Kreuzband geschädigt, er wird frühestens zur Rückrunde der kommenden Saison wieder fit sein. Dafür rückt Maximilian Vetter wieder fest in die Innenverteidigung. An seiner Seite läuft entweder Simon Kollmer oder Philipp Pfeiffer auf. Kollmer musste zuletzt zwar passen, trainierte unter der Woche aber voll mit. "Wir hatten vier Innenverteidiger, jetzt sind es noch drei. Jeder hat seine individuellen Qualitäten. Klar ist aber, dass uns Felix Popp mit seinen 1,95 Metern vor allem im Kopfballspiel fehlen wird", sagt Trainer Michael Hutzler.

Lichtenfels steht mit 38 Punkten im Mittelfeld. Zum ersten Abstiegsrelegationsplatz beträgt das Polster zehn Punkte. Unter der Woche holte der FC ein 1:1 gegen Friesen, ebenso gegen Schwabach beim Spiel zuvor. Für die Bamberger Schützenhilfe sorgte Lukasz Jankowia, der in der 95. Minute zum Ausgleich traf. Bereits gegen Neudrossenfeld (1:1) bewies der FCL, dass er in der Lage ist, die Großen der Liga zu ärgern.

Beim Hinspiel erwischte der FCE allerdings einen Sahnetag und gewann 3:0. Tobias Linz vor der Pause sowie Maximilian Großmann und Robin Renner nach dem Seitenwechsel erzielten damals die Tore.

FCE-Spiele live im Internet

Eine Premiere gibt es zudem: Zum ersten Mal wird ein Heimspiel des FCE live im Internet übertragen. Die Kameras wurden in dieser Woche installiert, zu sehen sind die Begegnungen im Internet unter sporttotal.tv.

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