Bamberg

FC Eintracht Bamberg lässt Punkte in Karlburg liegen

Der FC Eintracht lässt im gesamten Spiel nur einen Schuss auf sein Tor zu - gibt damit aber gleichzeitig zwei sicher geglaubte Punkte aus der Hand.
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Ein Bild, das alles aussagt: Marc Reischmann (links) und Pascal Nögel nach dem Schlusspfiff in Karlburg. Foto: Sascha Dorsch
Ein Bild, das alles aussagt: Marc Reischmann (links) und Pascal Nögel nach dem Schlusspfiff in Karlburg. Foto: Sascha Dorsch

Zum Rückrundenauftakt in der Fußball-Bayernliga Nord kam der FC Eintracht Bamberg beim TSV Karlburg nicht über ein 1:1-Remis hinaus - und muss sich dabei an die eigene Nase fassen: 90 Minuten auf ein Tor gespielt, zahlreiche Chancen erarbeitet und am Ende erzielt der Gastgeber mit seinem einzigen Schuss auf das FCE-Gehäuse den mehr als schmeichelhaften 1:1-Ausgleich (77.).

"Ich weiß nicht, ob wir uns freuen sollen, dass wir als Aufsteiger bei einem Mitaufsteiger auswärts einen Punkt geholt haben. Oder ärgern, dass wir trotz der mannigfachen und hochkarätigen Chancen nicht klar gewonnen haben", sagte Abteilungsleiter Sascha Dorsch zum Auftritt der Domreiter - und stand mit seiner Einschätzung nicht alleine.

Gelang es den Gastgebern in den ersten Minuten noch, das Spiel offenzuhalten, setzten sich in den folgenden Minuten der ersten Halbzeit die Mannen von FCE-Trainer Michael Hutzler das eine oder andere Mal gekonnt in Szene. Die Belohnung für diese Mühen erfolgte in der 33. Minute, als Gabriel Jessen ein Zuspiel von Robin Renner im Strafraum nutzte und mit einem trockenen Schuss seine Farben in Front brachte. Bei konsequenter Ausnutzung der Chancen hätten die Bamberger noch vor der Halbzeit das zweite oder dritte Tor erzielen können. So scheiterte Simon Heinz, im Pokalspiel an gleicher Stelle vor wenigen Wochen noch mit zwei Toren der Matchwinner, am stark parierenden Keeper Fischer-Vallecilla. Dessen Gegenüber im Bamberger Gehäuse, Moritz Nikolaus, hätte eigentlich erst zur zweiten Hälfte anreisen müssen. Kein einziger Schuss kam im ersten Spielabschnitt auf sein Gehäuse.

Auch nach der Pause setzte der FCE sein überlegenes Spiel fort. Passsicher im Aufbauspiel kamen die Domreiter ein ums andere Mal gefährlich vor das Tor, versäumten es aber, die Vorentscheidung herbeizuführen. Dann kam es, wie es in solchen Spielen eben kommt: Einen Ballverlust von Nicolas Görtler in der Vorwärtsbewegung nutzte Karlburg zu einem Gegenstoß, nach der Flanke von rechts leistete sich Bamberg zu allem Unglück noch eine misslungene Abwehraktion. Sebastian Fries war es egal, er glich die Partie nach 77 Minuten zum 1:1 aus. Mit wütenden Attacken versuchte der FCE, das Spiel noch einmal zu wenden, scheiterte aber immer wieder an den Abwehrreihen der Karlburger.

"Natürlich liegen wir noch voll im Soll. Dennoch glaube ich, dass keiner von uns heute zufrieden nach Hause fährt", sagte Dorsch: "Aber egal - nun freuen wir uns auf das Derby gegen die DJK am Samstag. Da schon über die Hälfte der Tribünentickets abgesetzt worden sind, sicher vor einer tollen Kulisse." red

TSV Karlburg: Fischer-Vallecilla - Fenske, Schramm, Bachmann (85. Kübert), Rösch, Römlein, Machau (60. Köhler), Schiebel, Wabnitz, Burghard, Fries / FC Eintracht Bamberg: Nikolaus - Linz, Saprykin (80. Elshani), M. Reischmann, Müller, Renner, Heinz (69. Schmittschmitt), Jessen, Nögel, P. Görtler (80. Kollmer), N. Görtler / SR: Dinger (Bischofsgrün) / Zuschauer: 270 / Tore: 0:1 Jessen (33.), 1:1 Fries (77.) / Gelbe Karten: Fenske, Wabnitz, Schramm / Renner, Kollmer

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