Bamberg
2. Damen-Basketball-Liga

Ernüchterung statt Feierlaune bei der DJK Brose nach Heimpleite

Die Bamberger Zweitliga-Basketballerinnen enttäuschen bei der 67:72-Heimniederlage gegen Würzburg.
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Miranda Cantrell (Mitte) setzt sich gegen zwei Würzburgerinnen durch und erzielt zwei ihrer 17 Punkte. Foto: sportpress
Miranda Cantrell (Mitte) setzt sich gegen zwei Würzburgerinnen durch und erzielt zwei ihrer 17 Punkte. Foto: sportpress
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Ein vorgezogenes Geschenk in Form eines Sieges für die Geburtstagskinder Ulf Schabacker (Sonntag), Liisi Sokman (Montag) und Ieva Jansone (Dienstag) hätte es unter anderem werden sollen, doch die Würzburgerinnen sprengten die Party. Völlig verdient behielten die Unterfränkinnen am Samstagnachmittag vor 150 Zuschauern in der Graf-Stauffenberg-Halle die Oberhand, während die Basketballerinnen der DJK Brose Bamberg beim 67:72 (34:33) deutlich unter ihren Möglichkeiten blieben und wertvolle Punkte im Rennen um die Play-off-Teilnahme einbüßten.


"Wir müssen uns hinterfragen"

"Nach einem solchen Auftritt vor eigenem Publikum stellt sich schon die Frage, ob die Mannschaft es nicht besser will oder nicht besser kann. Was wir vor 14 Tagen mit einer Rumpftruppe an Kampf, Einsatzwillen und Begeisterung über drei Viertel gegen einen übermächtigen Gegner gezeigt haben, haben wir heute gegen einen - bei allem Respekt und ohne die Leistung der Würzburgerinnen schmälern zu wollen - allenfalls gleichwertigen Kontrahenten quasi komplett vermissen lassen. Das ist enttäuschender als die Niederlage an sich und hinterlässt einen Eindruck, angesichts dessen wir uns alle hinterfragen müssen", fand Manager Sebastian Hader keine Erklärung für die über weite Strecken espritlose Vorstellung.
Ob fehlende Hilfen in der Verteidigung, alibimäßiges Ausboxen im Kampf um den Rebound oder zu statische Angriffsbemühungen - es hakte an vielen Stellen im Spiel der DJK-Damen. Zu vielen, als dass der rabenschwarze Tag, den Topscorerin und -rebounderin Ieva Jansone zu allem Überfluss erwischt hatte, zu kompensieren gewesen wäre.
Die zur Rückrunde wiedererstarkten Gäste nahmen die Einladung an, waren in den entscheidenden Momenten auch gedanklich einen Schritt voraus und entledigten sich mit dem vierten Sieg aus den letzten fünf Partien wohl endgültig ihrer Abstiegssorgen.
Vorausgegangen waren 40 ausgeglichene Minuten, in denen sich kein Team nennenswerte Vorteile verschaffen konnte. Zweimal, beim 16:10 im ersten sowie beim 39:33 im dritten Viertel, bot sich den Bambergerinnen die Chance, ihren Vorsprung ein wenig auszubauen. Ein freier Dreier beziehungsweise zwei Offensivrebounds in Folge und daraus resultierend zweite Wurfchancen brachten Würzburg jedoch umgehend wieder heran. So erstreckte sich das Kopf-an-Kopf-Rennen mit insgesamt zwölf Führungswechseln nahezu über die komplette Spieldauer. Während die Gastgeberinnen für Zählbares dabei mitunter stark am Tropf von Liisi Sokman (21 Punkte - 5/6 Dreier) und der erneut überzeugenden Miranda Cantrell (17) hingen, lösten es die TG-Korbjägerinnen über das Kollektiv. Weil es ihnen vor allem in der Schlussphase im Gegensatz zu den DJK-Damen gelang, sich freie Würfe zu erspielen und die Fehler des Gegners in der defensiven Rotation zu bestrafen, verließen sie als verdienter Derbysieger das Parkett.
Bei vier Auswärtspartien aus den verbleibenden sechs Hauptrundenspielen steht die DJK Brose Bamberg damit am nächsten Sonntag bei der unmittelbaren Konkurrenz aus Speyer bereits unter Zugzwang, soll der Einzug in die Play-offs noch gelingen. "Wir müssen endlich als eine Einheit auftreten. Egal, ob erfahrene oder junge Spielerinnen auf dem Feld stehen, egal, ob acht oder zwölf Spielerinnen im Kader stehen und egal, ob sie zwei oder 20 Minuten zum Einsatz kommen. Würzburg hat uns vorgemacht, wie es geht. Wir müssen uns endlich auf das Wesentliche konzentrieren, und das ist der Teamerfolg. Nur so können wir unser gemeinsames Ziel erreichen", betont Assistenztrainer Tobias Haßfurther. red
DJK Brose Bamberg: Sokman (21), Cantrell (17), Lehnert (8), Förner (6), Gut (5), Jansone (4), Vogel (4), Wagner (2), Hesselbarth, Schrüfer / BVUK Würzburg: Lane (18), Young (13), Wiegand (10), Jäger (7), Jochimczyk (7), Lalonde (6), Werner (4), Sokolowski (3), Daub (2), Rieß (2), Kirchhoff / SR: Aksit / Schumann / Zuschauer: 150
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