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Volleyball-Bundesliga

Eltmanner Premiere bei den "Lüne-Hünen"

Die Heitec Volleys sind beim Tabellenvierten SVG Lüneburg gefordert. Nach seinem Handbruch meldet sich Mittelblocker Roosewelt Filho zurück.
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Drei Leistungsträger, die für ein erfolgreiches Gastspiel der Eltmanner in Lüneburg sorgen wollen, von links: Diagonalspieler Irfan Hamzagic, Mittelblocker Mathäus Jurkovics und Außenangreifer Tomas Halanda (r.) Foto: Daniel Löb
Drei Leistungsträger, die für ein erfolgreiches Gastspiel der Eltmanner in Lüneburg sorgen wollen, von links: Diagonalspieler Irfan Hamzagic, Mittelblocker Mathäus Jurkovics und Außenangreifer Tomas Halanda (r.) Foto: Daniel Löb

Bereits am Freitag haben sich die Heitec Volleys des VC Eltmann (12.) auf den Weg gemacht in den hohen Norden ins 500 Kilometer entfernte Lüneburg. Dort kommt es an diesem Samstag (19 Uhr) zur Bundesliga-Premiere des Aufsteigers gegen die SVG Lüneburg (4.), die sich mit dem selbstvergebenen Label der "Lüne-Hünen" schmückt. Möglicher Schnee und Temperaturen um den Gefrierpunkt machen diesen Dezembertrip womöglich zum Abenteuer, weniger die Anreise am Vortag denn die nächtliche Rückfahrt nach der Partie. Diese kann je nach Witterung länger und auch zur Rutschpartie werden.

Rutschig ist es in der Gellersenhalle nicht, dafür aber mindestens so eng und noch lauter als in der Nicolaus-Halle im bayerischen Herrsching. Die Lüneburger haben ebenfalls eine Ausnahmegenehmigung für die liebevoll "Gellersenhölle" betitelte Sporthalle, die mit sieben Metern Deckenhöhe, 250 Tribünenplätzen, 250 Stehplätzen und 300 zusätzlich bestuhlten Sitzplätzen im Innenraum nicht erstligatauglich ist. Die alte Dame "Gellersen" gibt sich zum vorletzten Mal die Ehre, um dann in der nächsten Saison, und zwar zur Rückrunde 2020/21, von der dann hoffentlich fertig gestellten Arena Lüneburger Land abgelöst zu werden.

Der Umzug in die neue Spielstätte mit 3500 Plätzen war schon für diese Saison geplant, jedoch sorgten technische Probleme und die Kostenexplosion von 10 auf 20 Millionen Euro für deutliche Verzögerungen und den einen oder anderen Baustopp. Die SVG Lüneburg hofft nun auf einen zügigen Baufortschritt: Zwar lebt man gerne mit dem nicht zu unterschätzenden Vorteil, in einer zu niedrigen Halle eingespielt zu sein, andererseits könnte man zuschauertechnisch weit jenseits der 1000er-Marke liegen, gäben es die beengten Platzverhältnisse des "Schuhkartons" Gellersenhölle her.

Sportlich ist Lüneburg aber alles andere als aus Pappe. Die 2014/15 in die 1. Liga aufgestiegenen Lüne-Hünen haben sich glänzend entwickelt und vor allem im letzten Jahr sehr stark aufgespielt. Das Trainer-Duo Stefan Hübner und Bernd Schlesinger musste aber die Mannschaft vor dieser Saison neu aufstellen, da sehr gute Kräfte wie Cody Kessel nach drei Spielzeiten zum Hauptstadt-Gegner Berlin Recycling Volleys wechselten.

Stark nach wechselhaftem Start

Nach einem wechselhaften Start hat man sich in der Lüneburger Heide aber wieder auf einen sehr ordentlichen vierten Platz eingependelt, was für den Eltmanner Trainer Marco Donat nicht vorteilhaft ist. "Lüneburg hat sich wieder zu einem sehr spielstarken und ausgeglichenen Team mit einem starken Aufschlagspiel entwickelt. Wir werden alles tun, um es den Lüne-Hünen so schwer wie möglich zu machen. In unserer Situation kommt es nicht darauf an, schön zu spielen, stattdessen müssen wir beißen."

Apropos beißen, was das bedeutet, weiß der brasilianische Mittelblocker Roosewelt Filho am besten. Nach seinem Mittelhandbruch Mitte November musste er pausieren und durfte jetzt wieder mittrainieren. Am meisten freut sich Filho darauf, dass er sein Team in der schwierigen Phase unterstützen darf, in welchem Umfang dies möglich sein wird, bleibt abzuwarten. Auf jeden Fall ist er heiß darauf, mit den Heitec Volleys nach Lüneburg zu fahren und mahnt seine Teamkameraden: "Wir müssen über das ganze Match kämpfen und nach dem Spiel muss jeder Spieler sagen können, dass er 100 Prozent gegeben hat. Wir sind physisch gut aufgestellt und können sehr gut spielen, aber Volleyball wird vor allem mental entschieden. Hier müssen wir unsere Hausaufgaben machen, laut und aggressiv sein und den Gegner spüren lassen, dass wir die Punkte holen wollen."

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