Wildensorg
Fußball-Bayernliga Nord

Einsatz ist im Derby zwischen der DJK Bamberg und Jahn Forchheim gefragt

Zum letzten Spiel des Jahres erwartet die DJK Don Bosco Bamberg die SpVgg Jahn Forchheim.
Artikel drucken Artikel einbetten
Von der Erfahrung eines Christopher Kettler (links) und eines Felix Strobler profitieren die Abwehrarbeit und das ganze Spiel der DJK Don Bosco Bamberg. Foto: sportpress
Von der Erfahrung eines Christopher Kettler (links) und eines Felix Strobler profitieren die Abwehrarbeit und das ganze Spiel der DJK Don Bosco Bamberg. Foto: sportpress

Zum letzten Spiel des Jahres empfangen die Fußballer der DJK Don Bosco Bamberg (8.) in der Bayernliga Nord an diesem Freitag unter Flutlicht (19 Uhr) auf der Rudi-Ziegler-Sportanlage den oberfränkischen Nachbarn SpVgg Jahn Forchheim (16.), der am letzten Wochenende spielfrei war. Die Forchheimer Heimpartie gegen Großbardorf wurde auf den 1. Dezember verschoben, damit das Derby zwischen dem TSV Aubstadt und TSV Großbardorf (2:2) am gleichen Tag wie ein sich daran anschließendes Gemeindefest (Mallorca-Party) stattfinden konnte.

Obwohl die Forchheimer sehr ansprechend in die Saison gestartet sind, läuft es derzeit bei ihnen nicht so rund, wenngleich der letzte Auftritt vor knapp zwei Wochen in Ansbach die starke Moral innerhalb der Truppe des Ex-Profis Christian Springer (in der Bundesliga für den 1. FC Köln und St. Pauli aktiv) erahnen lässt. Sechs Minuten nach der Halbzeitpause kassierte sie das 4:1 und schien hoffnungslos unterzugehen. Doch innerhalb von 20 Minuten wandelte sie den Rückstadt in eine 5:4-Führung um.

Am Ende standen ein bemerkenswertes 5:5 und ein wichtiger Zähler für den Tabellensechzehnten, was nach drei Niederlagen zuvor (0:4 in Seligenporten, 0:2 gegen Erlangen-Bruck und 1:2 gegen die Würzburger Kickers) Auftrieb geben dürfte. Die Mannen um den 30-jährigen Sturmführer Tom Jäckel, der in Ansbach zwei Treffer beisteuerte, wollen den Schub mit nach Wildensorg nehmen und sich für die 0:1-Vorrundenniederlage revanchieren, zumal sich das Verletztenlager gelichtet hat. Vor allem die Rückkehr des 25 Jahre alten Vizekapitäns Sandro Gumbrecht, der verletzungsbedingt (Adduktoren) lange ausgefallen war und in Ansbach zum zweiten Mal wieder 90 Minuten durchspielte, wurde herbeigesehnt.

Er soll der stark verjüngten Truppe vor allem im Defensivverbund als rechter Außenverteidiger wieder mehr Stabilität verleihen. Mit 51 Gegentoren ist der "Jahn" die Schießbude der Liga. Dagegen sind 38 erzielte Treffer in 20 Partien bei weitem kein Beleg für einen Rang in der gefährdeten Zone der Tabelle. Nur fünf Teams verbuchten bisher mehr. Neben Jäckel (7 Tore) sind Jens Wartenfelser (10, 22 Jahre, intern bester Torschütze) und Philipp Nagengast (5, 25) gefährliche Offensivkräfte, die meist auf den Außenbahnen agieren. Zudem glänzen sie als Vorbereiter. Coach Springer, der die Jahnler nach dem Aufstieg auf Rang 6 führte und trotz aktueller Misere fest im Sattel sitzt, verlangt Einsatzwillen und Kampfgeist von seinen Schützlingen und wird sie vor dem Vergleich in Bamberg auf ihre dominanten Auswärtssiege in Sand (2:4) und Neumarkt (0:3) sowie beim ATSV Erlangen (1:6) hinweisen, als die Mannschaft die offensiv bevorzugte Gangart effektiv umsetzte.

Kann die Don-Bosco-Elf erneut die Wucht der gegnerischen Stürmer im Zaum halten und eine trotz mancher Rückschläge bisher meist überzeugende Spielzeit mit dem siebten Heimerfolg krönen? Sollen diese Vorhaben realisiert werden, bedarf es abermals eines überzeugenden Auftritts in der Defensive, die beim Gastspiel in Erlangen-Bruck nichts zuließ. Dagegen ließ die DJK im Angriff wieder zahlreiche Möglichkeiten liegen. Letztendlich sorgte Torgarant Johannes Rosiwal mit seinem elften Treffer in dieser Saison für strahlende Gesichter im Lager der "Gelb-Grünen", die sich ein zweistelliges Punktepolster zur Abstiegsregion aufbauten.

Von der Papierform her müssen sie deshalb die Favoritenbürde stemmen, zumal der Sieger der letzten vier direkten Vergleiche in Pokal und Bayernliga durchweg DJK Don Bosco Bamberg hieß.

Deren Coach Mario Bail kennt aber die Gesetze von Derbys: "Uns ist bewusst, dass es ein sehr enges Spiel wird. Die Akteure kennen sich untereinander. Keiner will verlieren. Wir freuen uns aufs Derby und danach auf den Bockbieranstich im Sportheim. Wir sind alle hochmotiviert und wollen den ,Dreier‘ ziehen, um ein sehr gutes Jahr erfolgreich abzuschließen." Bail plant trotz Erkältungen und leichter Blessuren mit dem gleichen Kader wie zuletzt. DJK Don Bosco Bamberg: Edemodu, Glos - Allgaier, Haaf, P. Hoffmann, Jessen, Kettler, Leicht, Müller, Niersberger, Rosiwal, Schmoll, Spies, Strobler, R. Thomann, Trawally, Wunder

Verwandte Artikel
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren