Wildensorg
Basketball

Ein gutes Viertel reicht den DJK-Damen zum Sieg

Die Damen der DJK Don Bosco Bamberg klettern mit dem 66:57-Heimerfolg gegen Schwabach in der 2. Liga auf Rang 5.
Artikel drucken Artikel einbetten
Ivana Grbic (links) zieht erfolgreich gegen die Schwabacherin Anna Furmann zum Korb. Foto: sportpress
Ivana Grbic (links) zieht erfolgreich gegen die Schwabacherin Anna Furmann zum Korb. Foto: sportpress
+13 Bilder

Schritt für Schritt steigen die Basketballerinnen der DJK Don Bosco Bamberg aus dem Keller der Tabelle der 2. Liga Südost aufwärts. Nach dem fünften Spieltag, an dem sie im Frankenderby gegen die KIA Metropol Baskets Schwabach einen 66:57-Arbeitssieg einfuhren, rangieren sie auf dem fünften Platz. Dem selbst gesteckten Saisonziel, einen der vier Play-off-Plätze bis zum Hauptrundenende zu erreichen, kommen die Schützlinge von Headcoach Konstantin Hammerl langsam näher.

Die 120 Zuschauer sahen im Spiel gegen den Regionalligaaufsteiger aus Mittelfranken zwei völlig unterschiedliche Halbzeiten. In den ersten beiden Spielabschnitten traten die unbekümmert auftretenden Gäste auf eher verkrampfte Gastgeber, denen die Treffsicherheit fehlte (32 Prozent Wurfquote aus dem Feld) und die in der Abwehr oft einen Schritt zu langsam waren. Dadurch war das Spiel bis zum Seitenwechsel zwischen den etablierten und eigentlich favorisierten Bambergern und dem Liganeuling Schwabach völlig ausgeglichen (33:30 Punkte, 26:23 Rebounds).

Nach der Pause wie verwandelt

Nach der Pause kam das Don-Bosco-Team aber wie verwandelt aus der Kabine. Aus einer aggressiveren Abwehr heraus kam es nun zu leichteren Punkten. Im dritten Spielabschnitt setzte vor allem die US-Amerikanerin Da Jonee Hale mit elf ihrer insgesamt 19 Zählern mit gelungenen Penetrationen zum Korb die Akzente, die von den Metropol-Baskets kaum verhindert werden konnten. Ramona Hesselbarth nahm die Schwabacher Amerikanerin Brooke Elizabeth Le Mar "an die Kette" und gestattete ihr nur die Hälfte ihrer sonst üblichen Würfe. Und bei ihrem gelungenen Saisondebüt zeigte auch Victoria Waldner (zehn Punkte, fünf Rebounds, zwei Blocks), dass sie sowohl vorne wie hinten eine große Hilfe für das DJK-Team ist. So ging es mit einem deutlichen 60:39-Vorsprung in die letzte Viertelpause.

Im Abschlussviertel schienen die Bambergerinnen geistig wieder einen Gang zurückzuschalten, während die Schwabacher Damen ihren im vorherigen Spielabschnitt "vergessenen" Kampfgeist wiederfanden. Die Schützlinge um Gästecoach David Muck steckten nicht auf und kamen bedrohlich nah heran. Dass es nicht zum Sieg reichte, lag auch an einer verbesserten Reboundarbeit der DJK-Damen, die mit 55:39 klar an die Gastgeber ging (Eva Marschall 14 Rebounds). So gingen die letzten zehn Minuten mit 18:6 an die Gäste.

Auch wenn die Gesamtwurfquoten leicht zu Gunsten der Mittelfranken ausfiel (DJK: 32 Prozent, Schwabach 35), konnten sich die Bambergerinnen mit 77:60 erheblich mehr Wurfversuche herausarbeiten und retteten dadurch den 66:57-Erfolg knapp ins Ziel.

Bambergs Headcoach Konstantin Hammerl sah das dritte Viertel als den Knackpunkt des Spiels: "Abgesehen von den letzten Minuten des dritten Viertels haben wir kaum den Basketball aufs Parkett gebracht, den wir leisten können und zukünftig auch leisten müssen. Letztlich haben wir das Spiel in den sechs bis sieben Minuten des dritten Viertels entschieden. Respekt vor den Schwabacherinnen. Aus all ihren vorherigen Spielen wussten wir, dass sie nie aufgeben würden. Von diesem Kampfgeist können wir uns etwas abschneiden. Das haben wir zu selten respektiert. Insgesamt hätten wir in den entscheidenden Phasen mehr Ruhe in unserem Set-Game benötigt."

Nach dem unglücklichen Saisonstart scheinen die DJK-Basketballerinnen mit dem bestehenden Erfolgsdruck besser zurechtzukommen und wieder zurück in die Spur zu finden. In der kommenden Woche muss man diese Tendenz weiter bekräftigen und hat dabei in einer "englischen Woche" am Donnerstag in Weiterstadt und am Sonntag in Würzburg zwei weitere Chancen dazu.ms DJK Don Bosco Bamberg: Hale (19 Punkte/1 Dreier), Waldner (10), Grbic (9/1), Landwehr (9), Hesselbarth (6), Lukovic (6), Förner (5/1), Marschall (2), Hager / KIA Metropol Baskets Schwabach: Le Mar (12), Kreklau (11/1), Vatthauer (11/2), Heinz (10), Hansel (8/2), Clauß (3/1), Furman (2), Bimazubute, Fett, Gentsch, Przybille / SR: Jung (Memmelsdorf), González (Nürnberg)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren