Bamberg
Basketball-Bundesliga

Ein Bamberger jubelt mit den Würzburgern

Nils Haßfurther spielt seit Saisonbeginn für die Unterfranken. Im fränkischen Derby stand der 20-Jährige in der Startformation.
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Die Würzburger (von links) Nils Haßfurther, Junior Etou und Cameron Wells lassen sich von den Fans feiern. Foto: Daniel Löb
Die Würzburger (von links) Nils Haßfurther, Junior Etou und Cameron Wells lassen sich von den Fans feiern. Foto: Daniel Löb

Mitten in der Würzburger Spielertraube, die sich auf dem Parkett der Brose-Arena nach dem historischen ersten Sieg der Unterfranken in Bamberg von den mitgereisten Fans feiern ließ, jubelte auch ein Bamberger. Nils Haßfurther nahm dabei auch einige Glückwünsche von Brose-Anhängern entgegen. Schließlich hat der 20-Jährige beim neunfachen deutschen Meister das gesamte Jugendprogramm durchlaufen. Mit dem TTL Bamberg wurde er deutscher Meister in der U14 und mit dem TSV Breitengüßbach NBBL-Meister. Der Sprung ins Bundesligateam ist ihm in Bamberg aber verwehrt geblieben. Genugtuung nach dem Erfolg über den Ex-Verein verspürte Haßfurter aber nicht: "Ich bin ja jetzt schon vier Jahre weg,"

Der Würzburger Coach Denis Wucherer setzte den Aufbauspieler bislang in allen zehn Partien ein. Am Dienstag in Bamberg stand er 5:48 Minuten lang auf dem Feld und überraschend in der ersten Fünf. "Es hat sich angeboten. Nicht, weil er ein Bamberger Junge ist. Die Niederlage gegen Ludwigsburg hat mir gezeigt, dass wir ein bisschen zu klein sind, wenn wir mit Nils und Jordan Hulls von der Bank kommen. Daher habe ich mich dazu entschieden, das Duo Cameron Wells und Skyler Bowlin zu splitten. Denn wir wussten, dass Bamberg genauso physisch auf den Guard-Positionen verteidigt wie Ludwigsburg. Es freut mich, dass Nils seine Aufgabe solide gelöst hat", lobte Wucherer.

Haßfurther markierte mit einem Halbdistanzwurf und wenig später direkt unter dem Korb, als er sich in den Rücken der Bamberger Abwehr geschlichen hatte und angespielt worden war, die ersten vier Punkte für die Unterfranken. "Weil ich in der ersten Fünf stand, habe ich versucht, dem Team von Beginn an Energie zu geben", sagte Haßfurther, der in der zweiten Halbzeit nicht mehr eingesetzt wurde. Seine Freude über den Derbysieg trübte es aber nicht: "Schön, dass wir diesmal gewonnen haben, nachdem wir gegen Ludwigsburg nah dran gewesen waren."

Den Weg in die Bundesliga hat der U20-Nationalspieler über den Umweg Nürnberg, wo er zwei Jahre lang in der 2. Liga gespielt hatte, in Unterfranken geschafft. Im vergangenen Sommer, als in Bamberg der personelle Umbruch stattfand, wurde über eine Rückkehr von Haßfurther spekuliert. Doch der 20-Jährige stellte klar: "Ich habe viele Angebote bekommen, auch aus der Bundesliga. Von Bamberg kam aber keines."ps

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