Bamberg
Basketball

Duell zweier formstarker Teams

Brose Bamberg kämpft gegen AEK Athen um den Einzug ins Final Four der Champions League und hat am Mittwochabend im Viertelfinal-Hinspiel Heimvorteil.
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Augustine Rubit wirft im Heimspiel der Gruppenphase über Vince Hunter (links) hinweg. Das Duell zwei der besten Power Forwards des Wettbewerbs verspricht auch am Mittwochabend interessant zu werden. Foto: Daniel Löb
Augustine Rubit wirft im Heimspiel der Gruppenphase über Vince Hunter (links) hinweg. Das Duell zwei der besten Power Forwards des Wettbewerbs verspricht auch am Mittwochabend interessant zu werden. Foto: Daniel Löb

Die Basketball-Champions-League (BCL) erstellt wöchentlich ein "Power Ranking", das die Teams nach ihren jüngst erzielten nationalen und internationalen Ergebnissen bewertet. Die Rangliste der acht noch im Wettbewerb stehenden BCL-Teilnehmer führt AEK Athen vor Brose Bamberg an. Die beiden derzeit formstärksten Mannschaften treffen im Viertelfinale der Champions League aufeinander. Im Hinspiel hat der seit elf Partien unbesiegte deutsche Pokalsieger am Mittwochabend (20 Uhr) Heimrecht. Das Rückspiel steigt am Mittwoch, 3. April (18 Uhr), bei den Griechen, die zehn ihrer letzten elf Partien gewonnen haben.

"AEK ist eines der besten Teams im Wettbewerb. Sie haben jede Menge Erfahrung und sind der Titelverteidiger. Das ist natürlich eine zusätzliche Motivation für sie, denn sie wollen wieder gewinnen", sagt der Bamberger Trainer Federico über den aktuellen Champion, der sich kürzlich eine weitere Trophäe gesichert hat. In der Länderspielpause gewannen die Griechen den Intercontinental Cup des Weltverbandes Fiba. Im Finale bezwangen sie den Gastgeber und Meister der Südamerikaliga, Flamengo Rio de Janejro, mit 86:70.

Heimsiege in der Gruppenphase

Bereits in der Gruppenphase bekamen es die Brose-Basketballer mit AEK zu tun. In Athen verloren sie im vergangenen Oktober mit 86:93, das Rückspiel gewannen sie mit 77:73. Bei beiden Teams hat sich seitdem personell aber einiges getan. Das Team aus der griechischen Hauptstadt hat mit Jordan Theodore einen erfahrenen Aufbauspieler hinzugewonnen. Der ehemalige Frankfurter verteilt im Schnitt fünf Assists, von denen vorrangig Vince Hunter profitiert. Der Power Forward ist mit 18,3 Punkten und acht Rebounds im Schnitt der dominanteste AEK-Spieler. "Das Pick-and-Roll zwischen Theodore und Hunter ist eines ihrer gefährlichsten Waffen. Darauf müssen wir aufpassen", weiß Perego.

Rice MVP des Achtelfinales

Der 2,03 Meter große Hunter war bereits zweimal MVP der Woche und ist heißester Kandidat für die anstehende Wahl des besten Spielers in der Champions League. Doch auch die Bamberger haben einen MVP in ihren Reihen. Nach seiner 32-Punkte-Gala in Bandirma wurde Tyrese Rice zum besten Spieler des Achtelfinales gekürt. Seine derzeit bärenstarke Form bestätigte der 31-Jährige zuletzt mit 30 Punkten beim Sieg in Vechta, wo er sein Team mit einem irren Dreier in die Verlängerung rettete.

Weniger aufregend war der letzte Auftritt des heutigen Gegners. AEK Athen gewann am Samstag bei Ifaistos Limnou klar mit 87:74 und ist in der heimischen Liga auf den zweiten Tabellenplatz geklettert. Das Team aus der griechischen Hauptstadt profitierte dabei allerdings von Punktabzügen für Olympiakos Piräus, das sich in dieser Saison schon zweimal geweigert hat, gegen den Erzrivalen Panathinaikos Athen anzutreten.

AEK-Trainer Luka Banchi, der in der vergangenen Saison nach der Trennung von Andrea Trincheri für einige Monate in Bamberg unter Vertrag war, sieht sein Team an alter Wirkungsstätte nicht in der Favoritenrolle. "Die Bamberger gehören zu den Teams, die die Champions League gewinnen können. Sie sind momentan in ausgezeichneter Form", meint der Italiener, der wie sein Landsmann Perego ein spannendes Duell um den Einzug ins Final Four erwartet. Das Endturnier der vier besten Mannschaften ist für die Bamberger aber noch kein Thema. Rice betont: "An das Final Four zu denken, wenn AEK wartet, ist nicht richtig." Zumal Athen am Mittwochabend in der Brose-Arena Unterstützung von 300 griechischen Fans erhält.

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