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Basketball

Duell gegen den Aufsteiger

Brose Bamberg ist am Samstag bei den Hamburg Towers zu Gast. Aufgrund der schlechten Leistung gegen Nowgorod meint Trainer Roel Moors: "Zum jetzigen Zeitpunkt können wir es uns nicht leisten, jemanden zu unterschätzen."
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Louis Olinde (mit Ball), der gegen Nishni Nowgorod mit elf Punkten und neun Rebounds ein "Double-Double" nur knapp verpasste, steht in seiner Heimatstadt Hamburg unter besonderer Beobachtung. Laut "Bild"-Zeitung wollen einige NBA-Scouts den 21-Jährigen unter die Lupe nehmen.  Foto: Daniel Löb
Louis Olinde (mit Ball), der gegen Nishni Nowgorod mit elf Punkten und neun Rebounds ein "Double-Double" nur knapp verpasste, steht in seiner Heimatstadt Hamburg unter besonderer Beobachtung. Laut "Bild"-Zeitung wollen einige NBA-Scouts den 21-Jährigen unter die Lupe nehmen. Foto: Daniel Löb

Während die Bamberger Basketballer in der Champions League mit zwei Niederlagen einen Fehlstart hingelegt haben, läuft es für sie in der Bundesliga mit drei Siegen in vier Spielen bislang ganz ordentlich. Doch nach der schwachen Leistung am Mittwoch gegen Nischni Nowgorod wird die Partie am Samstagabend (20.30 Uhr) beim Aufsteiger Hamburg Towers kein Selbstläufer.

"Wir müssen härter spielen und den Willen haben, jeden Tag besser zu werden", forderte Brose-Trainer Roel Moors nach der 58:73-Niederlage gegen Nowgorod, bei der sein Team in der ersten Halbzeit völlig neben sich stand. Der Belgier fordert eine bessere Einstellung, denn seine Spieler würden auch im Training zwei Gesichter zeigen. "Einmal trainieren wir gut, dann wieder schlecht", sagte Moors bei brosebamberg.tv. Die Favoritenrolle nimmt der Coach zwar an, sagt aber auch: "Zum jetzigen Zeitpunkt können wir es uns nicht leisten, jemanden zu unterschätzen."

Die Hamburger haben bislang lediglich einen Sieg - 79:75 in Gießen - gefeiert. Am vergangenen Samstag haben sie kurz am zweiten Erfolg geschnuppert, mussten sich aber nach Verlängerung bei den Frankfurt Skyliners mit 78:83 geschlagen geben. Towers-Trainer Mike Taylor freute sich aber darüber, dass sein Team "in der Verteidigung Schritte nach vorne" gemacht habe. Denn zum Saisonstart hatte der Zweitliga-Meister mit dem 55:111 bei Bayern München und dem 83:104 zuhause gegen den Mitteldeutschen BC noch seine Bundesligatauglichkeit vermissen lassen.

Prominentester der sieben Neuzugänge der Towers ist zweifelsohne Heiko Schaffartzik. Der Ex-Nationalspieler kehrte nach drei Spielzeiten in Frankreich und einer verletzungsbedingten einjährigen Pause in die Bundesliga zurück. Mit 11,3 Punkten im Schnitt ist der 35 Jahre alte Aufbauspieler hinter Power Forward Marshawn Powell (12,0), der aus Udine kam, zweitbester Korbschütze der Hanseaten.

Sieben neue Spieler in Hamburg

Die beiden Anführer sind zwei von insgesamt sieben Neuzugängen, die die Hanseaten für ihre erste Bundesligasaison verpflichtet haben. Aus dem Zweitliga-Meisterkader haben sie sechs Spieler behalten, darunter den Ex-Bamberger Malik Müller und Center Jannik Freese, der aus seiner Zeit in Braunschweig und Oldenburg ebenfalls Bundesliga-Erfahrung mitbringt.

Für Brose-Flügelspieler Louis Olinde ist die Partie in seiner Geburtsstadt Hamburg eine besondere. Seine Eltern wohnen noch dort, sie werden ebenso wie einige Freunde zur Partie in die Halle im Inselpark kommen. "Wir haben im Moment eine Phase, in der es nicht gut läuft. Daher müssen wir das über Kampf und Einstellung regeln. Wenn wir unser Spiel aufs Parkett bringen, werden wir auch gewinnen", meint der 21-Jährige.

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