Wildensorg
Fußball-Bayernliga

Don Bosco setzt auf Kontinuität

Die DJK verlängert mit Leistungsträgern für die neue Saison. Mit Michael Pfänder (SV Hallstadt) ist ein Neuzugang perfekt. Weitere sollen folgen.
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Der Großteil des Kaders der DJK Don Bosco Bamberg bleibt auch in der kommenden Saison beisammen. Simon Schmoll (links) steht aber nur noch als Standby-Spieler zur Verfügung. sportpress
Der Großteil des Kaders der DJK Don Bosco Bamberg bleibt auch in der kommenden Saison beisammen. Simon Schmoll (links) steht aber nur noch als Standby-Spieler zur Verfügung. sportpress

Die DJK Don Bosco Bamberg befindet sich in der Bayernliga in einer komfortablen Situation: Während etliche Mannschaften noch um den Klassenerhalt bangen müssen, können die auf Rang 7 stehenden Wildensorger unbekümmert dem Saisonendspurt entgegen blicken. Spätestens seit der Winterpause ist klar, dass die Mannschaft von Trainer Mario Bail nichts mit dem Abstieg zu tun haben wird.

Das erleichterte der Sportlichen Leitung um Holger Denzler naturgemäß die Vertragsgespräche mit den Spielern. Und diese sind nun weitgehend abgeschlossen: Während der Stamm des bisherigen Kaders zusammenbleibt, ist auch der erste Neuzugang schon unter Dach und Fach. Weitere sollen folgen. Vor allem auf den offensiven Außenbahnen sieht Denzler noch Bedarf: "Wir sind mit drei, vier Spielern noch in Gesprächen und zuversichtlich, schon bald Vollzug melden zu können. Wichtig war uns, dass wir die Leistungsträger und Stammkräfte halten. Und das ist uns gelungen."

Gerüst bleibt erhalten

Nachdem bereits das gesamte Trainerteam um Bail in Wildensorg verlängert hat, einigte sich der Bayernligist mit etlichen Spielern auf ein weiteres Engagement für die kommende Saison. "Wichtige Persönlichkeiten wie Christopher Kettler und Manuel Müller waren die Vorreiter, wie auch die DJK-Urgesteine Nico Wunder, Felix Strobler und Topscorer Johannes Rosiwal. Nicolas Esparza folgte ebenso wie unsere Defensiv-Allrounder Pascal Niersberger und Simon Allgaier. Patrick Hoffmann, Marco Haaf und Sayko Trawally aus unserer Offensivabteilung binden sich ebenfalls weiterhin an die DJK. Winterneuzugang Manuel Hümmer gab ebenfalls die Tage seine Zusage für ein weiteres Jahr in Gelb-Grün", teilte Denzler mit.

Die Keeper-Garde mit Michael Edemodu, Julian Glos und Youngster Peter Stöcklein bleibt ebenfalls für eine weitere Spielzeit an der Rudi-Ziegler-Sportanlage. "Weitere Gespräche und eventuelle Zusagen mit Spielern des aktuellen Kaders befinden sich vor dem Abschluss", so Denzler.

Quartett verlässt die DJK

Es gibt aber auch Spieler, die den Verein zur neuen Saison verlassen - oder als Teilzeitkraft fungieren, so wie etwa Simon Schmoll. Nicht mehr zur Mannschaft werden dann Kapitän Markus Fischer, Benni Leicht, Ralph Thomann und Moritz Straub zählen.

Fischer, der nach einem Kreuzbandriss ausfällt, wird aufgrund von persönlichen und beruflichen Gründen vorerst eine Pause einlegen. Leicht wird nach einem weiteren Kreuzbandriss seine Karriere beenden. "Ralph Thomann ist in unserem stärksten Mannschafts-teil, der Defensive, zu Hause und konnte sich leider nicht die Einsatzzeiten erspielen, die er sich erhofft hat", sagte Denzler.

Als ersten Neuzugang präsentiert die DJK Michael Pfänder (23) vom Kreisligisten SV Hallstadt, der sich im Training des Bayernligisten bewiesen hat. "Michi hat sich sehr früh für uns entschieden und seine Zusage gegeben. Wir freuen uns, einen jungen Spieler mit sehr viel Potenzial aus dem Landkreis begrüßen zu können. Er bringt viel Qualität im Abschluss und bei Standards mit", so Denzler: "Ein für die Offensive bereits feststehender zweiter Neuzugang kann aus diversen Gründen noch nicht veröffentlicht werden. Wir bitten hier um Verständnis", sagte Denzler.

Das große Stühlerücken findet in Wildensorg zur neuen Saison also nicht statt, dazu gibt die sportliche Entwicklung auch gar keinen Anlass, wie Denzler betont: "Wir sind mit der Mannschaft und ihren Leistungen hochzufrieden. Im sportlichen Bereich sind wir auf einem guten Niveau innerhalb der Liga angekommen. Diesen Standard wollen wir halten. Wir versuchen, uns stetig weiterzuentwickeln. Der Charakter der Mannschaft ist einwandfrei und ein sehr wichtiges Puzzlestück für den Erfolg." red

Samstag und Montag im Einsatz: DJK Bamberg vor zwei Auswärtsspielen

Die DJK Don Bosco Bamberg geht am Osterwochenende in der Bayernliga auf Reisen: Am Samstag (15 Uhr) steht zunächst das Spiel beim Würzburger FV an, am Sonntag gastiert die Bail-Truppe dann um 14 Uhr beim SV Seligenporten. Der Blick richtet sich aber natürlich zunächst auf die Samstags-Partie: Der Würzburger FV rutschte nach zuletzt zwei 0:1-Niederlagen auf Rang 4 ab und will mit einem Heimsieg in die Erfolgsspur zurückkehren.

Die Wildensorger, die in der Vorrunde gegen den WFV mit 0:2 den Kürzeren zogen, setzten am Sonntag ein Ausrufezeichen und sorgten mit dem 1:1 zu Hause gegen Spitzenreiter DJK Gebenbach in einer beiderseits körperintensiv geführten Auseinandersetzung dafür, dass Aubstadt (vier Zähler Rückstand und ein Spiel weniger) weiterhin in den Meisterschaftskampf eingreifen kann. Darüber hinaus bestätigte dieses Ergebnis die Weiterentwicklung im Don-Bosco-Team, das als Einheit auftrat und alles in die Waagschale warf. Gebenbachs Trainer Maloku unterstellte nach Spielende den Bambergern eine überharte Gangart. Letztendlich erkannte er nach einer Beruhigungsphase doch deren Leistung an. "Die waren bis in die Haarspitzen motiviert und haben sich reingehauen, als wäre es für sie um alles gegangen." Ein größeres Lob hätte er Bail und seinen Schützlingen nicht ausstellen können.

Ungewisse WFV-Zukunft

Bambergs Cheftrainer hofft auf eine ähnlich engagierte Leistung beim Gastspiel an der Mainaustraße, wo die "Blauen aus der Domstadt" turbulente Zeiten hinter sich haben. Das Damoklesschwert der Insolvenz machte den Verantwortlichen im November schwer zu schaffen, doch der Zusammenhalt von Gönnern erwies sich als Trumpf. Neben der Stundung der Spielergehälter sorgten Spenden und Sponsorengelder solventer Privatpersonen und ein Benefizspiel des Regionalligisten FC Schweinfurt für neue Lebenszeichen. Ein offener Brief aus dem Mannschaftskreis dokumentierte die fehlende Vertrauensbasis der Akteure zur Vorstandschaft.

Aufgrund der finanziellen Schieflage verwarf der Klub die Regionalliga-Ambitionen. Die Nachwehen der Geldnöte sind bis heute spürbar, wenngleich der Sportliche Leiter Anfang des Jahres noch davon träumte, das Projekt "Wir für Vier", den Aufstieg in die vierte Liga, stemmen zu können und prognostizierte, "der Kader wird wohl zusammenbleiben". Dass Jürgen Roos mit seiner Einschätzung teilweise daneben lag, bestätigte sich Ende März, als die Abgänge zahlreicher Leistungsträger bekannt gegeben wurden.

Der bärenstarke Torhüter Andre Koob (27) schließt sich wie Ben Müller (21), der aus der Talentschmiede des FC Nürnberg hervorging und dort Kapitän der U19 war, dem TSV Aubstadt an. Kapitän Sebastian Fries (26) wird spielender Co-Trainer beim Tabellenführer der Landesliga Nordwest , TSV Karlburg. Zu allem Überfluss geht auch der torgefährliche Adrian Istrefi (26) mit noch unbekanntem Ziel von Bord. Während Mittelstürmer Cristian Dan (32), mit 14 Toren treffsicherster Schütze im Team des ebenfalls scheidenden Coaches Marc Reitmaier (35), noch ein Jahr unter Vertrag steht, vermeldeten die Verantwortlichen die Weiterbeschäftigung der Leistungsträger Dennie Michel (27), David Drösler (25) und Patrick Hofmann (27). Benjamin Schömig (31) soll folgen.

Im Aufstiegsrennen mischen die Würzburger nach dem 0:1 gegen die SpVgg Ansbach und dem 0:1 bei Angstgegner TSV Großbardorf (seit 2013 sieglos) nicht mehr mit, obwohl sie mit drei Siegen und einem Remis nach der Winterpause erfolgversprechend gestartet waren.

Mario Bail hofft auf sein erstes Erfolgserlebnis gegen den WFV, denn als DJK-Chefanweiser zog er bereits viermal den Kürzeren. "Wir müssen uns richtig strecken, um mit etwas Zählbarem nach Hause zu fahren. Der WFV ist wahnsinnig erfahren und überall mit Qualität bestückt. Im athletischen, physischen Bereich ist es mit Gebenbach das stärkste Team."

Am Montag zu Gast im Kloster

Am Ostermontag (14 Uhr) gastiert die DJK im Nachholspiel des 25. Spieltags beim SV Seligenporten (6.). Der SVS will mit zwei Siegen über Ostern (am Samstag beim ASV Neumarkt) die beiden Niederlagen in Abtswind (0:2) und gegen Vach (0:1) vergessen machen. Das Team des den Umbruch moderierenden Trainers Hendrik Baumgart wurde in der Winterpause erheblich verstärkt. Im 24-er Kader stehen 14 Akteure mit höherklassiger Erfahrung, von denen Ex-Profi und Vollblutstürmer Sebastian Glasner (33) die beeindruckendste Vita vorweist mit 120 Spielen in der 3. Liga und 35 Partien in der 2. Liga. Kein Wunder, dass Baumgart seine Elf ausgesprochen offensiv ausrichtet. Bail will "mit viel Mut und Überzeugung ans Werk gehen, da der Gegner spielerisch und technisch bärenstark ist. Wir versuchen, die Räume eng zu machen und frühzeitig den Spielaufbau zu stören."

Für beide Partien steht der gleiche Kader wie zuletzt gegen Gebenbach zur Verfügung.

DJK Bamberg: Glos, Stöcklein - Allgaier, Esparza, Haaf, Hoffmann, Jessen, Kettler, Müller, Niersberger, Rosiwal, Schmoll, Strobler, Thomann, Trawally, Wunder, Zoumbare

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