Memmelsdorf
Fußball

Dominik Sperlein - ein Mann für das Außergewöhnliche

27 Tore hat Dominik Sperlein diese Saison für Memmelsdorf erzielt. Ein Wert, der Begehrlichkeiten geweckt hat. Doch Sperlein bleibt - und steigt auf.
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27 Tore in 22 Spielen - ein unglaublicher Wert. Dominik Sperlein vom SV Memmelsdorf schießt derzeit alles in Grund und Boden. Kommende Saison wird er spielender Co-Trainer unter Gerd Schimmer.sportpress
27 Tore in 22 Spielen - ein unglaublicher Wert. Dominik Sperlein vom SV Memmelsdorf schießt derzeit alles in Grund und Boden. Kommende Saison wird er spielender Co-Trainer unter Gerd Schimmer.sportpress

Er weiß, wo das Tor steht und ist mit 27 Toren aus 22 Spielen der treffsicherste Schütze aller fünf bayerischen Landesligen: Dominik Sperlein vom SV Memmelsdorf ist für sein Team die Lebensversicherung - und war von anderen Klubs heiß begehrt. Ein Wechsel ist aber hinfällig. Kürzlich hat sich der 27-Jährige aus Kleinbuchfeld in der Gemeinde Hirschaid für ein weiteres Jahr beim SVM entschieden.

Auch Sturmpartner Philipp Hörnes (23) bleibt. Ab der nächsten Saison wird Sperlein zudem Assistent des neuen Trainers Gerd Schimmer (49) werden. Ein Ziel hat der Rechtsfuß auf alle Fälle: verletzungsfrei bleiben und nach Möglichkeit in dieser Saison die Marke von 40 Toren knacken, was Torrekord in der Landesliga seit der Ligareform 2012 wäre (siehe Infokasten). "Vielleicht schaffe ich ja einen neuen Torrekord in der Landesliga, was sehr schön wäre", sagt er.

Viele Wege führen zum SVM

Für eine Profikarriere hat es bei dem pfeilschnellen Angreifer zwar nicht gereicht, aber in den letzten Jahren blüht Sperlein - der seit seiner Heirat im Juni 2018 nicht mehr Schütz heißt - so richtig auf. Angefangen hat die Karriere des heutigen Produktberaters im medizinischen Bereich bei seinem Heimatverein 1. FC Strullendorf. Im Nachwuchs wechselte der Stürmer zu Eintracht Bamberg. 2010 wechselte der Offensivspieler zurück nach Strullendorf, wo er drei Jahre blieb. Weitere Stationen waren SV Pettstadt (2013/14), DJK Don Bosco Bamberg und SC Eltersdorf.

Es folgten sechs Wochen beim Baiersdorfer SV, ehe der Stürmer im August 2017 zum SV Memmelsdorf wechselte. Dort gelang und gelingt Sperlein so gut wie alles, in eineinhalb Jahren beim Bamberger Vorort-Klub hat er in 48 Partien stolze 47 Treffer erzielt. Mit aktuell 27 Treffern in 22 Spielen ist Sperlein in den fünf Landesliga-Staffeln deutlich Führender vor Andreas Hohlenburger vom Südost-Landesligisten SC Eintracht Freising, der es auf 23 Tore in 21 Spielen bringt. "Ich kann mich nicht beklagen, es läuft optimal für mich. Auch dank meines Sturmpartners Philipp Hörnes, mit dem ich sehr gut harmoniere", sagt Sperlein. Er überlässt nichts dem Zufall, hat sich sogar einen Mentaltrainer engagiert. "Ich versuche mit ihm an meinen Schwächen zu arbeiten und meine Stärken weiter zu verbessern", lässt Sperlein wissen. Mit seiner sportlichen Situation ist er zufrieden, wenngleich der SVM trotz seiner Tore nicht ganz oben in der Tabelle steht: "Die Mannschaft hat fraglos Potenzial, aber leider haben wir uns zu viele Fehler erlaubt", so sein Urteil.

Natürlich weckten seine Statistiken auch Begehrlichkeiten bei anderen Vereinen. "Ich hatte einige Anfragen vorliegen, höherklassig wie auch niederklassig als Spielertrainer. Unterklassig kam für mich aber noch nicht infrage, ich bin verletzungsfrei und gut drauf."

Angebot der "Altstadt"

Regionalliga könnte Sperlein sicher spielen, aber der Aufwand sei natürlich wesentlich höher als in der Landesliga. Es lag ein Angebot der SpVgg Bayreuth vor. "Ich gehe damit offen um und kommuniziere solche Anfragen auch mit dem SV Memmelsdorf." Nach den zahlreichen Angeboten teilte Sperlein zum Jahreswechsel mit, dass er diese Saison auf jeden Fall in Memmelsdorf zu Ende spielen werde, ein Wechsel im Winter sei kein Thema. Weil die Vereinsoberen damit rechnen mussten, das Sperlein geht, wurde gehandelt. Es soll auch ein konkretes Angebot von Bayernligist DJK Don Bosco vorgelegen haben. "Es hat sich nun doch alles sehr schnell ergeben. Der Verein ist auf mich zugekommen, weil mir zahlreiche Anfragen, ich weiß gar nicht genau wie viele, vorgelegen haben. Das Angebot des SVM hat mir letztendlich zugesagt", lässt der Stürmer wissen.

Nicht nur er bleibt beim SVM, sondern auch Sturmpartner Hörnes: "Die meisten wollten uns ja im Paket verpflichten. Ich bin froh, dass wir beide zusammenbleiben. Philipp und ich ergänzen uns sehr gut. Ich freue mich, dass ich im familiären Umfeld in Memmelsdorf bleiben und dem Verein auch etwas zurückgeben kann." Ab 2019/20 soll Sperlein, der schon unter dem neuen Coach Gerd Schimmer in Strullendorf und bei der DJK Don Bosco gespielt hat, Co-Trainer werden: "Das ist ein Projekt, das mich überzeugt hat." Neu-Coach Schimmer sagt dazu: "Ich hatte mit Dominik eine sehr erfolgreiche Zeit. Daraus hat sich so etwas wie eine Freundschaft ergeben. Ich freue mich, dass wir diese Zusammenarbeit nun fortsetzen.”

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