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Fußball-Bayernliga Nord

DJK zu Gast bei unbequemem Aufsteiger

Die DJK Bamberg tritt am Sonntag beim ASV Vach an. Trotz Platz 17 sind die Mittelfranken nicht zu unterschätzen.
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DJK-Angreifer Azizou Zoumbare (vorne) musste sich einer Fußoperation unterziehen und wird daher in diesem Jahr nicht mehr zum Einsatz kommen. Foto: sportpress
DJK-Angreifer Azizou Zoumbare (vorne) musste sich einer Fußoperation unterziehen und wird daher in diesem Jahr nicht mehr zum Einsatz kommen. Foto: sportpress

Nach dem wertvollen 2:1-Heimsieg gegen den FC Sand trifft die DJK Bamberg am Sonntag (15 Uhr) mit dem ASV Vach erneut auf einen Kontrahenten, der sich in der hinteren Tabellenregion befindet, aber bereits durch zahlreiche gute Leistungen aufhorchen ließ und die Wildensorger im Juni in einem Testspiel mit 1:0 bezwang.

Mit taktischer Raffinesse und einer klaren Spielidee behielten die Schützlinge von Trainer Mario Bail gegen den Lokalrivalen aus Sand die Oberhand, wenngleich sich auf dem Kunstrasenspielfeld die aufsehenerregenden Spielszenen als Mangelware erwiesen. Dem Gegner wurde kaum eine Möglichkeit gegeben, von seinem gefährlichen Umschaltspiel Gebrauch zu machen.

Diese herausragende Defensivarbeit ist auch beim Aufsteiger aus dem nördlichsten Stadtteil Fürths vonnöten, denn in den Reihen der Vacher befinden sich zahlreiche bereits höherklassig erprobte Fußballer, die vom erfahrensten aller Bayernligacoaches, Norbert Hofmann, bestmöglich eingestellt werden. Der frühere Vertragsspieler von Bayer 05 Uerdingen blickt neben seiner Profikarriere (74 Bundesliga- und 169 Zweitligaspiele) auf eine tolle Trainerlaufbahn (u. a. FC Sand, SC Feucht, Jahn Forchheim, SpVgg Bayreuth) zurück.

Seiner ASV-Elf verordnet er eine laufintensive und zweikampfbetonte Ausrichtung. Mit dieser aggressiven Spielweise überraschte er im ersten Heimspiel die DJK Ammerthal, die nach einer Stunde mit 2:0 in Führung lag. Mit ungeheurer Willenskraft sicherten sich die Vacher noch ein 2:2 und sandten ein erstes Ausrufezeichen an die Konkurrenz. Von Erfolg gekrönt war der Heimauftritt gegen Erlangen-Bruck (2:1), und bei Jahn Forchheim warteten sie mit einer Spitzenleistung auf, gewannen das Derby mit 4:0 und machten ihrem Chefanweiser ein vorzeitiges Geschenk zu dessen 67. Geburtstag.

Drei Niederlagen am Stück

Zuletzt kassierte der ASV drei Niederlagen am Stück, verkaufte sich aber gegen die starken Teams aus Ansbach (1:3) und Großbardorf (0:2) sowie beim Tabellenführer DJK Gebenbach (1:2) außergewöhnlich gut. Rang 17 spiegelt keinesfalls die Qualität dieser erfolgshungrigen, lernfähigen Mannschaft wider, in der sich mit den Abwehrrecken Kai Hufnagel (24 Jahre, früher Greuther Fürth II) und dem wieder zur Verfügung stehenden Michael Mirschberger (28, FC Eintracht Bamberg und SC Eltersdorf), Mittelfeldspieler Nico Haas (23, FC Eintracht und Greuther Fürth II) sowie Angreifer Patrick Schwesinger (28, SV Seligenporten) ehemalige Regionalligaspieler tummeln.

Hinzu kommt mit dem 27-jährigen Rico Röder (früher SV Seligenporten, SC Eltersdorf) ein torgefährlicher, mit allen Wassern gewaschener Führungsspieler.

Dass der ASV Vach eine in allen Mannschaftsteilen bayernligataugliche Truppe besitzt, die niemals aufgibt, weiß Mario Bail. "Wie stark der ASV ist, spürten wir im Vorbereitungsspiel. Die Vacher sind technisch brillant und sehr spielstark. Rico Röder sticht extrem heraus. Er bewegt sich optimal zwischen den Linien. Da kommt eine brutal schwere Aufgabe auf uns zu", sagt der DJK-Trainer.

Seine Jungs werden in läuferischer und kämpferischer Hinsicht erneut über sich hinauswachsen müssen, um zumindest einen Zähler mit nach Bamberg zu nehmen. Er vertraut aber auch den eigenen, mühsam erarbeiteten Fähigkeiten und wird vielleicht wieder in die taktische Trickkiste greifen. Bail: "Wir sind gefestigt, haben Selbstvertrauen und müssen alles abrufen, um dort zu bestehen." Der 38-Jährige und sein Team haben nach zehn Spieltagen bereits 19 Punkte eingefahren.

In der Vorsaison standen 20 Zähler zur Winterpause nach 22 absolvierten Partien auf der Habenseite. Diese Entwicklung trägt die Handschrift des umtriebigen Übungsleiters, der auf den gleichen Kader wie gegen den FC Sand zurückgreifen kann. Stürmer Azizou Zoumbare wird in diesem Jahr nicht mehr eingreifen können, da er sich einer Fußoperation unterziehen musste.

DJK Don Bosco Bamberg: Edemodu, Glos - Allgaier, Esparza, Fischer, Haaf, P. Hoffmann, Jessen, Kettler, Leicht, Müller, Niersberger, Rosiwal, Schmoll, Spies, Strobler, Trawally, Wunder



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