Bamberg
Fußball-Bayernliga Nord

DJK sehnt Erfolg herbei

Die auf Rang 12 zurückgefallene DJK Bamberg will gegen Kickers Würzburg II einen "Dreier" einfahren.
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Abwehrspieler Nicolas Esparza steht der DJK wegen eines Zehenbruchs in diesem Jahr nicht mehr zur Verfügung. Foto: sportpress
Abwehrspieler Nicolas Esparza steht der DJK wegen eines Zehenbruchs in diesem Jahr nicht mehr zur Verfügung. Foto: sportpress

Vor einer richtungweisenden Partie in der Fußball-Bayernliga Nord steht die DJK Bamberg (12.) am Sonntag (14 Uhr), wenn sie auf der heimischen Rudi-Ziegler-Sportanlage das Nachwuchsteam des Drittligisten FC Würzburger Kickers (9.) empfängt. Der Gegner aus Unterfranken hat sich trotz eines Durchschnittsalters von unter 20 Jahren zu einer taktisch klug und auf körperlichem Topniveau agierenden Mannschaft entwickelt.

Zuletzt musste diese rasante Entwicklung, für die größtenteils der 53 Jahre alte Ex-Bundesligaspieler Rainer Zietsch (FC Nürnberg, Bayer Uerdingen und VfB Stuttgart) verantwortlich zeichnet, der favorisierte Rangvierte TSV Großbardorf am eigenen Leib verspüren. Unter Flutlicht behielt die Würzburger U23 mit 3:2 die Oberhand und überflügelte damit die Wildensorger in der Tabelle. A-Lizenzinhaber Zietsch, der in und um Würzburg aufgrund seiner herausragenden Arbeit hohes Ansehen genießt, durfte mächtig stolz auf seine Schützlinge sein, die sich selbst in der Schlussphase trotz Unterzahl wegen einer Ampelkarte in der 72. Minute nicht aus dem Konzept bringen ließen.

In den zurückliegenden neun Begegnungen gelangen den Kickers fünf Siege, wie beispielsweise mit 1:0 gegen Spitzenreiter TSV Aubstadt, 2:0 beim ASV Neumarkt und 2:1 bei Jahn Forchheim. Als herausragende Akteure gelten Niclas Staudt (19 Jahre), der im offensiven Bereich überall einsetzbar ist, Stürmer Janis Häuser (21, zuletzt nicht eingesetzt), Abwehrchef und Kapitän Lukas Mazagg (18, Italiner, der zum Drittligakader zählt), Mittelfeldmotor Ismailcan Usta (19, letztjähriger Stammspieler in Ammerthal) sowie der intern beste Torschütze Onur Ünlücifci. Der 21-Jährige netzte bereits siebenmal ein und tat sich auch gegen Großbardorf als Torschütze hervor.

Hinspiel mit 1:2 verloren

Ungern wird sich die Don-Bosco-Elf an das Hinrundenspiel erinnern. Sie hatte mit zwei klaren Erfolgen einen optimalen Start in die neue Saison hingelegt, dann jedoch in der unterfränkischen Regierungshauptstadt mit 1:2 die Segel streichen müssen. Es war Zietschs erster Sieg an neuer Wirkungsstätte nach zwei vorausgegangenen Pleiten. Nicht nur deshalb ist für die Bamberger Wiedergutmachung angesagt. Nur ein "Dreier" in den letzten acht Vergleichen ließen sie bis auf Platz 12 zurückfallen. Allerdings galt es, drei der fünf in diesem Zeitraum erlittenen Niederlagen gegen die ersten Drei zu verdauen.

Tabelle ist trügerisch

Die Tabellensituation ist trügerisch, wenngleich immer noch sieben Zähler Differenz zum Rang-13. liegen. Da aber am vergangenen Spieltag mit Sand, Neumarkt und Vach die drei Letzten ihre Spiele für sich entschieden, rückten die Teams in der Abstiegszone gehörig eng zusammen. Die Mannschaft von Trainer Mario Bail hatte daran selbst erheblichen Anteil, indem sie in Neumarkt den Kürzeren zog. "Für uns war das 0:2 enttäuschend. Wir nahmen dieses Kampfspiel zwar an, scheiterten jedoch einmal mehr am Auslassen unserer Torchancen, von denen wir vier bis fünf hundertprozentige hatten. Nach der Führung verteidigten die Neumarkter mit Fünferkette, die wir nicht knacken konnten, da sie kämpften wie die Berserker. Von uns war das zu wenig", meinte Bail. Sein Resümee klingt genauso aufrichtig wie seine unmissverständliche Forderung an seine Jungs:. "Wir müssen eine Reaktion zeigen und uns das Glück, das wir am Anfang der Saison hatten, wieder erarbeiten."

Hinsichtlich des Kontrahenten ist er voll des Lobes für die dort frei aufspielenden und "hoch veranlagten Nachwuchstalente. Die Würzburger sind eine junge, spielstarke Mannschaft, die sich prima stabilisiert hat und über wahnsinnige individuelle Fähigkeiten verfügt. Das wird keinesfalls einfach." Seine Mannen müssen nicht nur den Kampf annehmen, sondern sich vor allem auf die äußeren Einflüsse besser einstellen, um die Novembertristesse mit dem sechsten Heimsieg aufzuhellen.

Fehlen wird Nicolas Esparza, der sich gegen Abtswind eine Fraktur des großen Zehs zugezogen hatte, deshalb in Neumarkt nur auf der Bank saß, jetzt aber bis zum Jahresende ausfällt. Johannes Rosiwal, mit neun Treffern zusammen mit Christopher Kettler bester DJK-Schütze, behindert ein Schlag auf den Knöchel, weshalb sein Einsatz vom Heilungsprozess abhängt. Johannes Jessen stößt wieder zum Kader.

DJK Bamberg: Edemodu, Glos - Allgaier, Haaf, P. Hoffmann, Jessen, Kettler, Leicht, Müller, Niersberger, Rosiwal (?), Schmoll, Spies, Strobler, R. Thomann, Trawally, Wunder



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