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Fußball-Bayernliga

DJK-Gegner mag den Frühstart

Auf die DJK Bamberg wartet am Sonntag viel Arbeit: Ammerthal hat sich ein Stück weit neu erfunden, die Neuzugänge haben eingeschlagen. Das neue Markenzeichen sind frühe Tore.
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Auf einem guten Weg waren Michael Pfänder und die DJK Bamberg am vergangenen Wochenende gegen den ATSV Erlangen. Allerdings kassierten die Wildensorger in der Nachspielzeit den bitteren 2:2-Ausgleich. Am Sonntag (15 Uhr) gastiert mit der DJK Ammerthal ein ähnlich spielstarker Gegner bei der DJK. sportpress
Auf einem guten Weg waren Michael Pfänder und die DJK Bamberg am vergangenen Wochenende gegen den ATSV Erlangen. Allerdings kassierten die Wildensorger in der Nachspielzeit den bitteren 2:2-Ausgleich. Am Sonntag (15 Uhr) gastiert mit der DJK Ammerthal ein ähnlich spielstarker Gegner bei der DJK. sportpress

Zum Rückrundenauftakt in der Fußball-Bayernliga empfängt die DJK Bamberg (13.) am Sonntag (15 Uhr) mit der DJK Ammerthal (4.) erneut ein sehr formstarkes Team und wird sich ins Zeug legen müssen, damit die Revanche für die 1:2-Auftaktniederlage glückt.

Fünf Siege aus den letzten sechs Partien und nur eine Niederlage in den letzten zwölf Begegnungen (2:3 beim Würzburger FV) dokumentieren eindrucksvoll die bärenstarke Verfassung der Oberpfälzer. Mit 29 Zählern und Platz 4 überraschten die Schützlinge von Trainer Dominik Haußner nicht nur die Konkurrenz, sondern auch das eigene Lager. Mit diesem Abschneiden werden die Ammerthaler ihren stets hohen Erwartungen nun gerecht.

Ein äußerst glückliches Händchen bewiesen Sportdirektor Tobias Rösl und sein Coach bei der Verpflichtung der Neuen, von denen sich mit Innenverteidiger Christian Kohl (Vach), den laufstarken Mittelfeldakteuren Florian Hausner und Konstantin Keilholz (beide Neumarkt), den torgefährlichen Jannik Kiebler (Lauf), Patrick Pfahler (früher SpVgg Ansbach) und Christian Schrödl (Neumarkt) sechs einen Stammplatz ergatterten.

Mit den Etablierten hat das Team nun ein völlig anderes Gesicht und Auftreten. Mit Christoph Sommerer steht ein erstklassiger Keeper zwischen den Pfosten. In den anderen Mannschaftsteilen sind sie ebenfalls bestens bestückt. Der kopfballstarke Abwehrchef Mario Zitzmann und Kapitän Bernhard Neumayer im Mittelfeld lenken den Spielaufbau und werden optimal unterstützt. Davon profitiert in erster Linie Torjäger Schrödl (elf Treffer, fünf Vorlagen), der oft den Unterschied ausmacht. Neben ihm überzeugten der zuletzt grippekranke Pfahler (vier Tore) sowie Kiebler und der im Januar mit Neumayer verpflichtete Jonas Grunner. Für die mannschaftliche Geschlossenheit zollen sie dem früheren DFB-Stützpunkttrainer Haußner großes Lob. Er formte Einzelkönner zu einem Team, dessen Entwicklung noch lange nicht abgeschlossen scheint.

Ammerthal trifft gerne früh

Der mittlerweile als "Frühstarter" bekannten Mannschaft gelang es, zahlreiche Gegner in der Anfangsviertelstunde zu überrollen. Beim 6:1 in Kahl lagen sie nach 19 Minuten mit 3:0 vorn, im vergangenen Heimspiel düpierten sie Spitzenreiter Seligenporten (2:1) trotz vergebenen Elfmeters mit zwei schnellen Toren (15./22.), und vor Wochenfrist schenkten sie Aufsteiger Karlburg den Treffer zur 0:1-Niederlage bereits nach 14 Minuten ein. Es spricht für die Haußner-Elf, dass sie mit der Leistung in Karlburg selbstkritisch umging und nicht zufrieden war, da sie zu keiner Zeit an die Vorstellung gegen den Ligaprimus anknüpfte.

Die Ammerthaler Stärke bekam die Don-Bosco-Truppe in der Vorrunde zu spüren, als sie nach 17 Minuten mit 0:2 hinten lag und trotz Überzahl ab Minute 57 nur noch den Anschlusstreffer erzielen konnte. Wollen die Jungs von Trainer Rolf Vitzthum etwas Zählbares am Fuße der Altenburg behalten, bedarf es nicht nur einer konzentrierten Startphase, sondern einer kämpferischen und spielerischen Topleistung bis zum Schluss, um endlich die "Oberpfalz-Phobie" abzustreifen. Schließlich gingen im Saisonverlauf alle fünf Vergleiche mit den Konkurrenten aus dem Regierungsbezirk in die Hosen. In der Vorsaison dagegen behielten die Wildensorger zweimal die Oberhand (2:1 zu Hause, 3:1 auswärts). Allerdings besitzt das aktuelle Ensemble der Gäste eine deutlich höhere Qualität.

Belohnung nachholen

Diese Einschätzung traf am vergangenen Wochenende allerdings auch auf den ATSV Erlangen zu, gegen den die DJK zur Halbzeit mit 2:0 führte und nur Sekunden vom vierten Heimsieg entfernt war. Das unglückliche 2:2 in der Nachspielzeit raubte ihr aber den verdienten Lohn. "Obwohl die Erlanger nach der Pause ständig am Ball waren, ließen wir nur zwei Torchancen zu. Die zweite war drin", haderte Vitzthum. Gegen Ammerthal erwartet er eine Kopie des Gebenbach-Spiels, "aber mit besserem Ausgang für uns. Sie agieren sehr ähnlich, kompakt, zweikampfstark, einfach nach vorn. Irgendwann wird es klappen, dass die Serie reißt."

DJK Bamberg: Stöcklein, Medem - Baumgärtner, Bergmann (?), Eckstein, Esparza, Fippl, Hümmer, Jessen, Kettler, Lake, Pfänder, Rosiwal, Slawik, Spies, Strobler, Wunder

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