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Fußball-Bayernliga

DJK Don Bosco nur in der Außenseiterrolle

Mit dem SV Seligenporten stellt sich am Samstag nicht nur der Angstgegner vor. Der SVS ist darüber hinaus perfekt in die Saison gestartet.
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Michael Edemodu hat sich entgegen der ersten Befürchtungen  keinen Kreuzbandriss zugezogen, fällt aber trotzdem die kommenden sechs Wochen aus.sportpress
Michael Edemodu hat sich entgegen der ersten Befürchtungen keinen Kreuzbandriss zugezogen, fällt aber trotzdem die kommenden sechs Wochen aus.sportpress

Nach der wackeligen Vorstellung beim Würzburger FV (0:4) empfängt die DJK Bamberg heute um 15 Uhr mit dem SV Seligenporten den nächsten "Angstgegner", gegen den es in vier direkten Vergleichen ausschließlich Niederlagen setzte. Erschwerend kommt diesmal hinzu, dass der SVS mit blütenweißer Weste anreist und zusammen mit dem TSV Großbardorf die Tabellenspitze ziert.

Die enttäuschten Mienen der Verantwortlichen hielten nach der Pleite beim WFV noch lange an. Schon während der Partie gesellte sich ein Negativerlebnis ans andere. Die Verletzungen von Torhüter Michael Edemodu (glücklicherweise kein Kreuzbandriss, nur sechs Wochen Pause) und Johannes Rosiwal (Oberschenkel), dazu die beiden Treffer kurz vor und unmittelbar nach der Halbzeit.

Zum achten Mal in elf Duellen stapften die Wildensorger als Verlierer vom Feld. Doch Coach Mario Bail, der von "einem gebrauchten Tag über alle Mannschaftsteile hinweg" sprach, richtete sein Hauptaugenmerk in der Trainingswoche auf das Aufrichten seiner hadernden Schützlinge. Gegen Seligenporten droht auch Innenverteidiger Christopher Kettler verletzungsbedingt auszufallen. "Wir treffen auf ein unglaublich abgezocktes Team, das top besetzt ist. Es ist eines der Spiele, in dem wir ein Stück weit befreit aufspielen können", so Bails Einschätzung.

Perfekter Start

Des Gegners Brust ist definitiv stolz geschwellt. Drei Siege bilden die makellose Bilanz für das Team um den neuen Trainer Gerd Klaus, der nach sechs Jahren den FC Schweinfurt 05 verlassen hatte. Mit der Arbeit des 48-Jährigen sind sie im "Klosterdorf" mehr als zufrieden. Selbst den Abgang von Ex-Profi und Vollblutstürmer Sebastian Glasner (SG Quelle Fürth) kompensierte er mit seiner Gelassenheit und Erfahrung.

Die vor seiner Zeit oftmals kritisierte fehlende mannschaftliche Geschlossenheit gehört der Vergangenheit an. Klaus formte eine homogene Einheit, sortierte die Hackordnung im mit regionalligaerfahrenen Akteuren bestückten Team neu. In der Startelf gegen Karlburg standen neun Spieler auf dem Platz, die allesamt höherklassig ihre Fähigkeiten unter Beweis stellten und zusammen über 600 Einsätze in der Regionalliga in ihrer Vita stehen haben.

Dass mit Routinier Armin Bindner (30) der Abwehrchef des ASV Neumarkt bisher nur von der Bank aus zu drei Einsätzen kam, spricht für die immense Qualität des Kaders, dem nun auch der 29-jährige Angreifer Bernd Rosinger angehört. Er kam vom Südwest-Regionalligisten FC 08 Homburg und weist für Wacker Burghausen sowie bei den Sportfreunden Lotte insgesamt 53 Einsätze in der 3. Liga auf. Herausragende Akteure sind zudem der kopfballstarke Abwehrchef Marco Janz, die Strategen Tim Olschewski und Marco Wiedmann sowie die torgefährlichen Mergim Bayrami und "Don-Bosco-Schreck" Christian Knorr, der beim 4:0 gegen Bamberg im April dreimal einnetzte und in der noch jungen Saison bereits drei Tore beisteuerte.

Der Trend spricht klar für Seligenporten, das nach dem 1:0-Auftaktsieg beim Würzburger FV auch Aufsteiger Viktoria Kahl mit dem gleichen Ergebnis besiegte und jüngst Karlburg (4:1) keine Chance ließ. Keine Frage, die DJK ist krasser Außenseiter.

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