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Fußball-Bayernliga

DJK Don Bosco Bamberg in Aubstadt klar Außenseiter

Die Wildensorger sind nach drei Niederlagen beim Tabellendritten gefordert. Trainer Bail sieht beim Gastgeber "unglaublich viel Erfahrung und Qualität".
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Eine Platzwunde am Kopf verhindert den Einsatz des DJK-Kapitäns Nicolas Esparza im Auswärtsspiel beim TSV Aubstadt. Foto: sportpress
Eine Platzwunde am Kopf verhindert den Einsatz des DJK-Kapitäns Nicolas Esparza im Auswärtsspiel beim TSV Aubstadt. Foto: sportpress

Nach drei Niederlagen in Folge stehen die Fußballer der DJK Don Bosco Bamberg (8.) am heutigen Samstag (16 Uhr) im Landkreis Rhön-Grabfeld beim TSV Aubstadt (3.) vor einer heiklen Aufgabe. Ihr Gastgeber will mit einem Sieg Tuchfühlung zum Spitzenduo der Bayernliga Nord halten.

Die 1:2-Heimniederlage jüngst gegen den Aufsteiger ATSV Erlangen schmerzte, da sich die Wildensorger in den kommenden beiden Begegnungen wieder favorisierten Teams gegenübersehen. Nach der Partie in Aubstadt folgt das Heimspiel gegen Ammerthal zum Abschluss der Vorrunde. "Wir hätten einen Riesenschritt tun können", sagt DJK-Coach Mario Bail, macht aber seinen Schützlingen keinen Vorwurf. "Lediglich die Effizienz fehlte, Chancen waren genug da. Aber wir haben in den letzten Jahren schon so manche Durststrecke überstanden und sind nach wie vor in einer vernünftigen Ausgangslage." Bail meint damit zuerst den achten Tabellenrang und die vier Zähler Vorsprung auf Platz 9, ab dem die Gegner mit dem Abstiegskampf zu tun haben.

Er verweist auf die ersten Wochen der Saison, "als ich von vielen Seiten belächelt wurde, weil ich die Euphorie bremste. Aber die Last, Tore zu erzielen, verteilt sich bei uns auf ganz wenige Schultern." Und am Toreschießen und fehlenden Glück mangelte es jüngst. "Wir vergeben einen Elfmeter und ein Ball springt vom Innenpfosten ins Feld zurück." Der 38-Jährige richtet aber den Blick nach vorn und lobt den "prima Charakter meiner Jungs". Gegen den TSV Aubstadt haben sie tatsächlich nichts zu verlieren.

Die Grabfelder gewannen zuletzt das Derby beim TSV Großbardorf (2:0) und überzeugten mit Cleverness, Kaltschnäuzigkeit und Kompaktheit in der Defensive. Erst zehn Gegentore in 15 Partien sind Bestwert der Liga. Zudem verstehen sie es, Standardsituationen zu ihren Gunsten zu nutzen, wie beim zweiten Treffer in Großbardorf.

Bail sieht die Unterfranken als Einheit "mit unglaublich viel Erfahrung und Qualität. Sie spielen mit zwei Sechsern und haben brandgefährliche Außenbahnakteure." Die Mannschaft seines 50-jährigen Trainerkollegen Josef Francic ist besetzt mit herausragenden Fußballern. Michael Dellinger (25 Jahre, drei Tore) und der drei Jahre jüngere Martin Thomann, mit elf Treffern intern vor Christoph Schmidt (23, acht) in der Torschützenliste, sind die Aubstadter Schlüsselspieler, die laut Bail "über Dynamik, Technik und überragende Abschlussfähigkeiten verfügen".

Der Kroate Francic, der im achten Jahr auf der Kommandobrücke steht und sein Team stets auf einen einstelligen Tabellenplatz der Bayernliga führte, versteht es, hochtalentierte Jungspunde aus der Talentschmiede des FC Schweinfurt 05 anzulocken und formt aus ihnen Leistungsträger, die den Dorfklub zu einem fußballerischen Aushängeschild in der Region machen. Der große Wurf mit dem über die Relegation anvisierten Aufstieg in die Regionalliga gelang im Vergleich mit der SpVgg Bayreuth (2:2 und 1:1) zwar nicht, aber Platz 2 in der Saison 2017/18 der Bayernliga Nord belegt diese Entwicklung einmal mehr.

Zu Hause ist der TSV eine Macht. Nur der noch ungeschlagene Würzburger FV siegte mit viel Dusel auf dem Aubstadter Rasen (3:2), während Tabellenführer Gebenbach mit 1:3 die Segel streichen musste. Vach (4:0), Bayern Hof (4:0), Ammerthal (2:0), Neumarkt (6:0) und Erlangen-Bruck (3:0) waren chancenlos. Zweifelsfrei erwartet die DJK eine hohe Hürde. Vielleicht kann aber die vom DJK-Coach oft angesprochene Eigenschaft, sich "deutlich kompakter zu präsentieren", umgesetzt werden. Mit Marco Haaf und Johannes Jessen sind zwei Alternativen mehr einsatzbereit. Markus Fischer fällt mit Knieproblemen aus. Eine Kernspintomografie soll Aufschluss über die Verletzung geben. Nicolas Esparzas Einsatz verhindert eine Kopfplatzwunde. DJK Don Bosco Bamberg: Edemodu, Glos - Allgaier, Haaf, P. Hoffmann, Jessen, Kettler, Leicht, Müller, Niersberger, Rosiwal, Schmoll, Spies, Strobler, R. Thomann, Trawally, Wunder



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