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WNBL, Play-off

DJK Brose Bamberg und Team Mittelhessen auf ganz hohem Niveau

Die U18-Basketballerinnen der DJK Brose unterliegen in einem hochklassigen Spiel dem Team Mittelhessen mit 61:65.
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Die junge Stegauracherin im Trikot der DJK Brose, Nina Kühhorn (l.), zieht an der pfeilschnellen Mittelhessin Luzie Hegele vorbei. Fotos: sportpress
Die junge Stegauracherin im Trikot der DJK Brose, Nina Kühhorn (l.), zieht an der pfeilschnellen Mittelhessin Luzie Hegele vorbei. Fotos: sportpress
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Eine eindrucksvolle Demonstration, auf welcher Stufe das deutsche Mädchen-Basketball in der Spitze mittlerweile angekommen ist, haben die rund 150 Zuschauer am Samstagabend in der Gereuther Baskidhall erlebt. Dem Nachwuchs der DJK Brose Bamberg gelang es in den ersten 20 Minuten der jugendlichen Gala (32:31), dem Team Mittelhessen auf Augenhöhe zu begegnen. Zu gut aufgelegt zeigte sich der Gast auch nach der Pause, so dass sein 65:61-Sieg vollauf in Ordnung geht. Will sich die Mannschaft von Trainer Ulf Schabacker noch für das finale Turnier um die deutsche Meisterschaft qualifizieren, muss sie die zweite Partie der "Best of Three"-Serie am Samstag (15 Uhr) auswärts gewinnen, ansonsten ist die Saison mit dem Play-off Süd beendet.
Die nüchternen Zahlen der Statistik sprechen eine deutliche Sprache: Das Team Mittelhessen trat in der Bamberger Gereuth ungemein treffsicher auf, der Feldwurfquote von 57,4 Prozent (27 Treffer/47 Versuche) hatte die DJK Brose 36,5 (23/63) entgegenzusetzen. Vier ihrer fünf Dreierversuche versenkten die jungen Hessinnen, sechs von 16 die Bambergerinnen. Mit 34:18 Rebounds entschied der Gast das Duell unter den Körben klar für sich.
Die erste Halbzeit (18:18, 14:13) ließ die Schabacker-Schützlinge und ihre Fans jedoch auf anderes hoffen. Beiderseits aufmerksame Abwehr, durchdacht herausgespielte Körbe, kaum Fehler und Ballverluste, hohe Spielintelligenz - eine Partie nach dem Geschmack der stimmungsvollen Kulisse, in der sich die acht Schlachtenbummler aus dem Hessischen deutlich Gehör verschafften.
Auf hohem Niveau machte der Nachwuchs des Bundesligisten BC Marburg und des Nord-Zweitligisten Baskets Grünberg nach der Pause (13:19, 16:15) weiter, die Bambergerinnen verteidigten weiterhin mit großem Kampfgeist, verloren offensiv jedoch den Faden, rannten sich in der Abwehr des Gastes fest und ließen sich vermehrt zu Einzelaktionen hinreißen. Magdalena Landwehr, die 37:37 Minuten auf dem Feld rackerte, wirkte zunehmend abgekämpft. Wichtige Akzente setzten Nina Kühhorn und Jana Barth, während Julia Förner bei ihren Würfen wenig Glück hatte.
Schnell auf den Beinen war der Gegner vor allem in Person von Luzie Hegele und Lotte Seegräber. Um die 1,90 m groß, beweglich und die spielentscheidenden Kräfte jedoch waren die zweitliga-erfahrenen hessischen Talente Charlotte Kohl und Marie Reichert, die keine Bambergerin halten konnte.
DJK-Coach Ulf Schabacker erklärte: "Das war ein hochklassiges Play-off-Spiel vor toller Kulisse mit einer sehr guten Schiedsrichterleistung. Für U18-Verhältnisse war das Niveau technisch und taktisch hoch, nur das Ergebnis hat aus Bamberger Sicht nicht gepasst. Das Team Mittelhessen ist der verdiente Sieger. Die Wurfquote der Gäste war erschreckend hoch, obwohl wir toll verteidigt haben. Die Halbfeld-Zone hat uns den Garaus gemacht. Am Ende spielten wir zu überhastet, wählten die Abschlüsse zu schlecht und hatten eine zu schwache Trefferausbeute."
DJK Brose Bamberg: Landwehr (23/3 Dreier), Kühhorn (11/1), Förner (9), Barth (6/2), Hartmann (4), Hering (4), Edelmann (2), Volk (2), Hofmann, Spiegel / Team Mittelhessen: C. Kohl (24), Hegele (14/2), Reichert (8), Bonacker (8), Kucera (3/1), Lukow (3), Seegräber (3/1), Klippel (2), Hartmann / SR: Dr. Meier, Rosenberger / Zuschauer: 150
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