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Basketball

DJK Brose Bamberg: "Sind mental stärker geworden"

Beim BC Marburg wollen die Damen der DJK Brose Bamberg nicht leer ausgehen und weiter Druck machen.
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Der Bamberger Trainer Ulf Schabacker muss weiter auf die Kampfkraft der verletzten Svenja Zeis (r.) verzichten. Foto: sportpress
Der Bamberger Trainer Ulf Schabacker muss weiter auf die Kampfkraft der verletzten Svenja Zeis (r.) verzichten. Foto: sportpress
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Mit guten Erinnerungen an die vergangene Saison fahren die Basketballerinnen der DJK Brose Bamberg am Samstag ins Hessische, wo sie sich ab 18 Uhr mit dem BC Pharmaserv Marburg messen. Fast auf den Tag genau ein Jahr wird es dann her sein, dass Jessica Miller & Co. ebenfalls am 18. Spieltag der Bundesliga beim derzeitigen Tabellenfünften gastierten, knapp die Oberhand behielten und eine fünf Spiele andauernde Serie starteten, die im Klassenerhalt ihren Höhepunkt fand.

Um den Ligaverbleib geht es für die Brose-Korbjägerinnen bekanntlich auch in der laufenden Runde, weshalb die Begegnung unter ähnlichen Vorzeichen steht. Die Ausgangslage gestaltet sich allerdings ein wenig anders: Zum einen kämpfen die Gastgeberinnen als eines der Überraschungsteams in der Liga nicht wie im Vorjahr gegen den Abstieg, sondern um eine aussichtsreiche Platzierung für die Play-offs. Zum anderen haben die Bambergerinnen zwei Erfolge mehr vorzuweisen als zum gleichen Zeitpunkt der Vorsaison. Seinerzeit lag die DJK mit drei Siegen auf dem letzten Platz und galt vielerorts bereits als abgestiegen.

Auch und gerade deshalb ist die Erfahrung aus dem letzten Jahr eine wertvolle, sagt DJK-Eigengewächs Tonia Lohn eiß: "Vielleicht nicht für dieses eine Spiel, aber schon einmal in einer vergleichbaren Situation gewesen zu sein und es geschafft zu haben, hilft uns sicherlich." Als Beleg dafür, dass sich die Mannschaft aus schwierigen Lagen befreien kann, dienen auch die jüngsten Auftritte: Nach drei Siegen aus den letzten vier Partien gab man erstmals seit dem siebten Spieltag die rote Laterne ab. "Das Team ist enger zusammengerückt, wir trainieren gut und alle geben 100 Prozent. Wir sind spielerisch, auch durch die Verpflichtung von Raddy Bachvarova, und mental stärker geworden", erklärt Lohneiß den Aufschwung.

Die 22-Jährige selbst musste zuletzt im Heimspiel gegen Halle wegen Rückenbeschwerden allerdings eine Zwangspause einlegen. Nach ihrer Rückkehr ins Training hofft sie, in Marburg wieder ins Geschehen eingreifen zu können. Sie und ihre Mannschaftskolleginnen erwartet ein Gegner, der sich in eigener Halle im bisherigen Saisonverlauf erst einmal geschlagen geben musste. Mit einer Gesamtbilanz von neun Siegen und acht Niederlagen liegen die Hessinnen, eingerahmt von den punktgleichen Kontrahenten aus Halle und Chemnitz, auf Rang 5. "Marburg ist eine sehr eingespielte Mannschaft mit starken deutschen Spielerinnen und drei Amerikanerinnen, die perfekt ins Gefüge passen. Wir müssen auf ihre schnelle, aggressive Spielweise und ihr gutes Umschaltspiel vorbereitet sein", weiß Assistenztrainer Tobias Hassfurther um die Stärken des BC.

Mit Margret Skuballa, der aktuell besten deutschen Werferin in der Liga (15,8 Punkte pro Partie), und US-Amerikanerin Kellindra Zackery, die aus der 2. Liga an die Lahn wechselte und dort zur Topwerferin und -rebounderin avancierte (18,1 Punkte und 7,5 Rebounds), gehören gleich zwei BC-Spielerinnen zu den zehn erfolgreichsten Punktesammlerinnen der Damen-Bundesliga (DBBL). Gar an der Spitze, was die Anzahl der Assists angeht, steht Emiko Smith. 4,4 Vorlagen verteilt die Spielmacherin im Schnitt und findet mit ihren Anspielen nicht selten in Finja Schaake (12,9 Punkte) eine Abnehmerin.

In der Vorwoche führte dies allerdings nicht zum Erfolg: In einer umkämpften Begegnung unterlag die Truppe von Trainer Patrick Unger dem Tabellenzehnten Oberhausen (65:66), der dadurch einen Sieg Vorsprung auf die DJK Brose wahrte. "Wir müssen auf uns schauen und das Selbstvertrauen aus dem letzten Spiel gegen Halle mitnehmen. Das bedeutet, hart zu verteidigen und in der Offensive kontrolliert und organisiert zu spielen", richtet Hassfurther den Fokus auf das eigene Spiel. Live zu sehen gibt es das Gastspiel der Bambergerinnen in Marburg im kostenlosen Stream im Internet unter www.dbbl-live.tv. Das nächste Heimspiel in der Graf-Stauffenberg-Halle findet am Samstag, 1. März, um 17 Uhr statt. Zu Gast bei der DJK ist der Herner TC.
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