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Fußball-Bayernliga

DJK Bamberg will ihr "Oberpfalz-Trauma" beenden

Gegen Teams aus der Oberpfalz hat die DJK nur selten gut ausgesehen. Das soll sich am Samstag um 16 Uhr beim ASV Cham allerdings ändern.
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Torhüter Lars Medem spielt ab sofort für Don Bosco. sportpress
Torhüter Lars Medem spielt ab sofort für Don Bosco. sportpress

Vor einer hohen Hürde steht die DJK Bamberg (12.) in der Fußball-Bayernliga Nord, wenn sie heute (16 Uhr) beim Aufsteiger und Tabellennachbarn ASV Cham (11.) antritt, der nach seiner überraschenden 0:2-Niederlage beim Rangvorletzten TSV Karlburg die sofortige Wiedergutmachung anstrebt.

Das gleiche Vorhaben ist aber auch bei den Wildensorgern angesagt, die ihre Heimpartie gegen den letztjährigen Vizemeister DJK Gebenbach in den Sand setzten. Wie in den vier Vergleichen zuvor erwies sich der schlitzohrige Taktgeber und zweifache Torschütze Dominik Haller als Spielverderber, der zudem bei den anderen Treffern zum 0:4-Endstand seine Finger im Spiel hatte. "Wir müssen die Standards, die zu drei Gegentoren führten, besser verteidigen", hakt Trainer Rolf Vitzthum die "bittere, aber verdiente Niederlage" ab.

Er muss neue personelle Nackenschläge verkraften. Die Verletztenliste wird immer länger. Zu den Langzeitfehlenden gesellen sich mit Marco Haaf (Handbruch) und Michael Edemodu (Leistenzerrung) zwei weitere. Sayko Trawally und Simon Allgaier plagen starke Prellungen, Julian Baumgärtner ist erkrankt. Vor allem Torhüter Edemodus Ausfall wiegt schwer. Mit Julian Glos, der unter der Woche vom langjährigen Mannschaftsarzt des 1.FC Nürnberg, Dr. Matthias H. Brem, am Meniskus operiert wurde, ist der potenzielle Vertreter länger nicht einsatzfähig. Deshalb war für den Sportlichen Leiter Holger Denzler schnelles Handeln angesagt. Mit Lars Medem hat er einen bayern- und landesligaerprobten Keeper (zusammen mit Vitzthum beim SV Memmelsdorf) verpflichtet, der im absoluten Notfall einspringt.

Stöcklein steht im Tor

In Cham wird planmäßig das hoch veranlagte 20-jährige Talent Peter Stöcklein zwischen den Pfosten stehen. Als sein Ersatzmann steht der 52-jährige Torwarttrainer Dieter Mark Gewehr bei Fuß. "Die Chamer spielen wie alle Oberpfälzer extrem körperlich und sind defensiv wie Gebenbach bärenstark", wirft Vitzthum den Blick voraus. Für seine Elf gilt es, ihr "Oberpfalz-Trauma" endlich zu bewältigen. In allen vier Auseinandersetzungen in Ammerthal und Vilzing sowie daheim gegen Seligenporten und Gebenbach zog sie den Kürzeren.

Beim seit sieben Spieltagen sieglosen ASV Cham, der in der Relegation den ASV Vach zweimal (8:1 und 3:2) eliminierte und damit den Aufstieg perfekt machte, hängen die Trauben dennoch sehr hoch. Dessen Trainer Andreas Lengsfeld vermisste jüngst das Spielglück, da sein Matchplan in Karlburg durch einen persönlichen Bock frühzeitig über den Haufen geworfen wurde. Doch der 33-jährige Ex-Profi und -Torhüter (VfL Bochum) weiß seine eingespielte Truppe einzuschätzen, die sich überwiegend aus Akteuren der Umgebung und des eigenen Nachwuchses rekrutiert.

Stets gute Kulisse

Welche Qualität die Chamer vor allem im heimischen "Kappenberger Sportzentrum am Quader" vor stets guter Kulisse auf das kleine Spielfeld bringen, verspürten in den beiden letzten Begegnungen sowohl der FC Eintracht Bamberg (0:0) als auch Spitzenreiter Seligenporten (1:1). Um erstmals etwas Zählbares gegen ein Oberpfälzer Team zu ergattern, müssen sich alle DJK-Akteure von ihrer besten Seite zeigen. Vitzthum ist willens, "die Katastrophenbilanz aufzupolieren".

DJK Don Bosco Bamberg: Stöcklein, Mark - Allgaier (?), Baumgärtner (?), Bergmann, Eckstein, Esparza, Fippl, Geyer, Hümmer, Jessen, Kettler, Lake, Pfänder, Rosiwal, Slawik, Trawally (?), Wunder

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