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DJK Bamberg trennt sich von Trainer Mario Bail

Der Bayernligist reagiert auf die sportliche Talfahrt. Ein neuer Coach steht schon bereit.
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Ein Bild, dass es so nicht mehr zu sehen gibt: Mario Bail (vorne) und Bernd Oberst sind nicht mehr als Trainergespannn der DJK Don Bosco aktiv.  Foto: sportpress/Archivbild
Ein Bild, dass es so nicht mehr zu sehen gibt: Mario Bail (vorne) und Bernd Oberst sind nicht mehr als Trainergespannn der DJK Don Bosco aktiv. Foto: sportpress/Archivbild

Nach zuvor vier Niederlagen ohne eigenen Torerfolg hat die DJK Don Bosco Bamberg die Reißleine gezogen und Trainer Mario Bail von seinen Aufgaben entbunden. "Wir haben uns von Mario getrennt, da wir in der sportlichen Leitung der Meinung sind, etwas verändern zu müssen", erklärt der sportliche Leiter Holger Denzler. "Im Fußball müssen wir uns an den Ergebnissen messen. Die Resultate haben zuletzt nicht mehr gestimmt."

Nach einer ordentlichen Leistung zum Saisonauftakt in Ansbach und dem knappen Derbysieg über den FC Eintracht Bamberg befanden sich die Wildensorger in den vergangenen Wochen im freien Fall. Den Tiefpunkt stellte die 0:2-Niederlage gegen das bis dahin sieglose Schlusslicht FC Viktoria Kahl am Samstag dar. Verbunden mit dem Absturz auf den letzten Tabellenplatz sah sich der Verein "gezwungen, zu handeln. Es war keine einfache Entscheidung, Mario ist eine tolle Persönlichkeit. Ich wünsche ihm und Bernd für die Zukunft alles Gute und bedanke mich bei ihnen für ihren wahnsinnigen Einsatz", sagt Denzler. Der bisherige Co-Trainer Bernd Oberst stellte nach der Trennung von Chefcoach Bail seinen Posten aus freien Stücken zur Verfügung.

Bail: Ich muss es akzeptieren

Bei Bail sorgte die Entscheidung, die ihm am Sonntag mitgeteilt wurde, für Enttäuschung: "Ich muss die Entscheidung akzeptieren, auch wenn ich es sehr schade finde. Bei Don Bosco habe ich mich sehr wohlgefühlt und viel gelernt. Einige Ausfälle haben die Aufgabe nicht einfacher gemacht."

Die angespannte Personalsituation der DJK verschärfte sich zuletzt weiter: Am Samstag brach sich Linksverteidiger Manuel Hümmer den Arm, er muss eventuell operiert werden und wird viele Wochen ausfallen. "Ich hätte gerne noch zwei Spiele bekommen, bis dahin wäre vielleicht der eine oder andere angeschlagene Akteur zurückgekommen", sagt Bail.

Vitzthum kommt, Hoffmann geht

Einen Nachfolger für den Posten des Übungsleiters hat die DJK bereits gefunden: Rolf Vitzthum, eigentlich für die U19 eingeplant, wird das Bayernligateam übernehmen und betreut die Mannschaft bereits im Totopokal beim SSV Kasendorf am Mittwoch (19 Uhr). Am Sonntag steht dann das Heimspiel gegen die SpVgg Bayern Hof an. "Wir sind überzeugt, dass Rolf die Wende schaffen kann. Er muss die Mannschaft wieder aufrichten und ihr einen neuen Spirit mitgeben", sagt Denzler, der das Saisonziel schon nach unten korrigiert hat. "Klar ist, dass es für uns nur noch um den Klassenerhalt geht". Auch ein Co-Trainer soll zeitnah vorgestellt werden, diesbezüglich befinden sich die Wildensorger mit einem Kandidaten in Verhandlungen.

Verzichten muss Vitzthum, bis zur Winterpause der vergangenen Saison Trainer des Landesligisten SV Memmelsdorf, auf Patrick Hoffmann. Der 22-jährige Angreifer hat die Wildensorger verlassen und schließt sich Bayernliga-Absteiger SpVgg Jahn Forchheim an. Personell nachlegen möchte die DJK Don Bosco aber nicht, wie Denzler erklärt: "Wir haben kein Interesse an Schnellschüssen. Das Team hat sich qualitativ gegenüber der Vorsaison nicht verschlechtert."

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