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Fußball-Bayernliga

DJK Bamberg hofft auf den Befreiungsschlag

Der FC Kahl reist mit einer 1:8-Packung im Gepäck an. Für die DJK ist klar: Es muss am Samstag endlich wieder ein Sieg her.
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Der Einsatz von Christopher Kettler (links) ist noch fraglich. Foto: sportpress
Der Einsatz von Christopher Kettler (links) ist noch fraglich. Foto: sportpress

Nach der schmerzhaften wie überraschenden 0:2-Niederlage beim TSV Karlburg ist die DJK Bamberg auf den vorletzten Platz in der Bayernliga abgerutscht. Dahinter liegt nur noch der heutige Gegner um 15 Uhr, der FC Viktoria Kahl. Der Aufsteiger erlebte unter der Woche ein Waterloo beim 1:8 gegen die SpVgg Ansbach. Aus Sicht der Wildensorger kann es nur heißen: Ein Sieg muss her.

Seit dem 1:0 gegen den FC Eintracht befindet sich Don Bosco im freien Fall. Drei Pleiten nacheinander ohne eigenes Tor sprechen Bände. Vor dem Hintergrund der folgenden Aufgaben gegen Bayern Hof, in Eltersdorf, in Vilzing sowie gegen Großbardorf bekommt das Siegen gegen den Aufsteiger allerhöchste Priorität.

Nicht nur die Youngsters in der Elf von Trainer Mario Bail müssen ihre Nervosität ablegen und persönliche Fehler minimieren. Schließlich befanden sich zuletzt in der Startformation sechs Akteure, die zum Stammpersonal der vergangenen Saison zu zählen sind. Dass der erfahrene Führungsspieler und Innenverteidiger Manuel Müller nicht zu ersetzen ist, versteht sich von selbst. Er wird noch einige Zeit fehlen. Dass neben ihm vier weitere Leistungsträger nicht zur Verfügung standen, mag ein Erklärungsansatz für die enttäuschende Vorstellung sein.

Perplex war nicht nur der Coach, der sportlich fair die Niederlage als verdient ansah. Bei der Ursachenforschung spricht er mehrere Punkte an. "Mit dem Negativerlebnis des Gegentors verloren wir den Faden. Ein individueller Bock verlieh uns den Todesstoß. Wir hatten nicht das Gefühl, dass einer unserer Offensiven treffen kann." Letzteres bereitet Bail große Sorge. "Wir sind momentan vor dem Tor nicht gefährlich genug, obwohl wir mit Michael Pfänder jemanden haben, der hervorragend aus der zweiten Reihe feuert."

Doch der 39-Jährige wirft die Flinte keinesfalls ins Korn, bleibt positiv: "Das sind durchwegs gute Jungs, die im Bereich ihrer Möglichkeiten alles reinwerfen. Wir probieren alles und plötzlich patzt einer aus unserer stabilen Defensive." Der Coach sehnt die Wende herbei, sieht die 1:8-Demission der Kahler gegen Ansbach als "schlechtes Ergebnis für uns" und rechnet mit einem Kontrahenten, der mit Wut im Bauch "seine Bayernligatauglichkeit unter Beweis stellen will".

Kahl noch ohne Sieg

Der Gast aus der knapp 8000 Einwohner zählenden Gemeinde des Landkreises Aschaffenburg wartet noch auf den ersten Sieg. Ein 1:1 gegen den FC Sand ist bisher die magere Ausbeute. In Seligenporten und Karlburg zogen sie nach der Auftaktniederlage gegen Abtswind (1:2) mit 0:1 den Kürzeren. Der Kader setzt sich überwiegend aus Akteuren zusammen, die früher beim SV Erlenbach und Alemannia Haibach aktiv waren oder aus der Talentschmiede von Viktoria Aschaffenburg stammen.

Mit Moritz Allig (25), Gabriel Akman (35), Kapitän Patrick Farbmacher (28), Stefan Dusan Kresovic (24) und Mike Kirchner (24) weisen nur wenige Bayernliga-Erfahrung auf. Trainer ist der erst 35-jährige Nils Noe, der Ende Oktober 2017 das Kommando übernahm. In den sechs direkten Vergleichen zu Landesliga-Zeiten behielt jeweils die Heimmannschaft die Oberhand. Bei der DJK bekommt der gleiche Kader wie gegen Karlburg die Chance zur Wiedergutmachung.

DJK Bamberg: Glos, Stöcklein - Allgaier, Baumgärtner, Bergmann, Eckstein, Esparza, Fippl, Geyer, Haaf, Hoffmann, Hümmer, Kettler?, Niersberger, Pfänder, Trawally, Wunder

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