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Fußball-Bayernliga

DJK Bamberg hat in Seligenporten nichts zu verlieren

Es ist das schwerste und zugleich leichteste Spiel der Saison: Don Bosco gastiert beim Spitzenreiter. Allerdings ohne Timo Slawik.
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Der nächste Ausfall: Timo Slawik hat sich einen Mittelfußbruch zugezogen und wird in Seligenporten nicht auflaufen. Foto: Ruprecht
Der nächste Ausfall: Timo Slawik hat sich einen Mittelfußbruch zugezogen und wird in Seligenporten nicht auflaufen. Foto: Ruprecht

Wenn die von Verletzungen gebeutelte DJK Bamberg (14.) heute um 14 Uhr beim Spitzenreiter SV Seligenporten antritt, sind die Rollen klar verteilt: Formkurve, Personal und Strukturen im Klub sprechen für den nächsten "Angstgegner" der Wildensorger, der ja auch zu den fünf Klubs aus der Oberpfalz gehört, die ihre bisherigen Spiele gegen die DJK im Saisonverlauf allesamt gewannen.

In der Vorrunde setzten sich die mit weißer Weste angereisten Seligenportener aufgrund einer tollen zweiten Halbzeit mit 3:0 durch und errangen im fünften direkten Vergleich mit Don Bosco den fünften Dreier.

Im Laufe der vergangenen Wochen erholten sich die Schützlinge von Trainer Gerd Klaus von ihrem von Ende September bis Mitte Oktober anhaltenden Durchhänger (ein Remis, zwei Niederlagen) und verbuchten wieder Siege. Waren die jüngsten Erfolge in Kahl (4:1) und Karlburg (2:0) fest eingeplant, zeigten sie sich in den Heimpartien gegen FC Eintracht Bamberg (4:0) und Würzburger FV (3:0) von ihrer besten Seite.

Nur Oliver Janz fällt aus

Klaus kann mit seiner Truppe nahezu unter profihaften Bedingungen arbeiten und derzeit aus dem Vollen schöpfen. Lediglich Neuzugang Oliver Janz (SC Eltersdorf) fällt nach Kreuzband-OP aus. Der Kader ist mit höherklassig erfahrenen Akteuren bestückt und unter Klaus gereift. Aus ehemaligen Solisten entwickelte er eine spielstarke Einheit, die mit viel Harmonie und Geschlossenheit zu Werke geht und am erneuten Aufstieg in die Regionalliga feilt, wo die "Klosterer" seit 2012 bereits fünf Spielzeiten lang zugehörig waren.

Allein fünf Stürmer stehen zur Verfügung, die sich bereits alle in die Torschützenliste eintragen konnten. Unter ihnen ragen der frühere Ammerthaler und Amberger Christian Knorr (30 Jahre, zehn Treffer), der Ex-Bayreuther Mergim Bajrami (24, 8) sowie Ex-Profi Bernd Rosinger (30, 7) heraus. Als uneingeschränkte Führungsspieler erweisen sich die Mittelfelddirigenten Marco Wiedmann (29) und Tim Olschewski (24) sowie der bei Standards torgefährliche Verteidiger Marco Janz (27). Mit Jan Kowalewski (21) steht ein aus der Talentschmiede der SpVgg Greuther Fürth stammender Keeper zur Verfügung, der als einziger jede Minute dieser Spielzeit auf dem Feld stand.

Keine Frage: In der 4000 Zuschauer fassenden Arena in Pyrbaum hängen die Trauben sehr hoch. Die Außenseiterrolle der Wildensorger kann nicht größer sein. Und DJK-Trainer Rolf Vitzthum muss zurzeit mehrere Nackenschläge wegstecken.

Timo Slawik erleidet Fußbruch

Das kurzzeitige Zwischenhoch mit drei Siegen in Folge ist komplett verflogen. Vielmehr ist die Tristesse zurück, schließlich setzte es in fünf der letzten sechs Partien ausschließlich Niederlagen. Lediglich das 2:2 gegen den ATSV Erlangen bescherte dem Relegationsplatzinhaber einen Zähler. Dass dieser seit Oktober anhaltende Trend überwiegend dem extremen Verletzungspech geschuldet ist, das auch gegen den Würzburger FV wieder zuschlug, verkennt unter den Verantwortlichen niemand. Timo Slawik zog sich einen Mittelfußbruch zu und erhöht die Ausfallliste, zu der sich krankheitsbedingt Felix Strobler gesellt. Hinter dem Einsatz der angeschlagenen Michael Edemodu, Christopher Kettler und Jannik Fippl prangen Fragezeichen. Beim 2:5 gegen den WFV fehlte zudem das Glück. Die 2:1-Führung wurde laut Vitzthum durch eine "unleidige Elfmetersituation" egalisiert. "Knackpunkt war der Elfmeter und der Platzverweis für Johannes Jessen", so der 51-Jährige. "Nach 70 Minuten war das Spiel verloren und wirklich schlimm für uns gewesen. In Seligenporten gibt es für uns nichts zu verlieren. Wir werden uns wieder zerreißen", sagt er.

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