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Fußball-Bayernliga

DJK Bamberg fährt mit letztem Aufgebot nach Vilzing

Die Wildensorger müssen beim Tabellendritten auf rund ein halbes Dutzend Spieler verzichten.
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Nicolas Wunder war laut DJK-Trainer Rolf Vitzthum beim 0:2 in Eltersdorf "bester Mann auf dem Feld". Foto: sportpress
Nicolas Wunder war laut DJK-Trainer Rolf Vitzthum beim 0:2 in Eltersdorf "bester Mann auf dem Feld". Foto: sportpress

Vor einer nahezu unlösbaren Auswärtsaufgabe steht die DJK Bamberg (15.) in der Fußball-Bayernliga Nord, wenn sie am Samstag (15 Uhr) im oberpfälzischen Cham antritt. Gastgeber DJK Vilzing (3.) ist die "Mannschaft der Stunde" und zählt zu den Titelfavoriten.

Das Stimmungshoch bei den Vilzingern, das seit der Amtsübernahme des 46 Jahre alten Christian Stadler Anfang September 2018, als die Ostbayern nach zwölf Spieltagen auf einem Abstiegsplatz der Bayernliga Süd standen und am Saisonende Platz 5 sicherten, bis heute anhält, erfuhr zuletzt nochmals einen kräftigen Schub. Fünf Siege und ein Remis (2:2 beim FC Eintracht) hievten die Stadler-Schützlinge auf Platz 3. Überaus bemerkenswert waren der 2:1-Auswärtssieg beim SV Seligenporten, den man bereits im Totopokal an gleicher Stätte mit 2:0 niederhielt, und der folgende 7:1-Kantersieg gegen den TSV Karlburg vor Wochenfrist, über den Stadler von einem "blitzsauberen Auftritt" sprach.

Am Dienstag warfen die "Huthgartenkicker" den Fünften der Regionalliga Bayern, SpVgg Bayreuth, sensationell mit 4:3 aus dem Verbandspokal. Die 1967 gegründete DJK Vilzing trägt ihre Heimspiele im Manfred-Zollner-Stadion aus, in dem sie gegen Bayreuth über 600 und in der Bayernliga im Schnitt bisher über 1000 Zuschauer begrüßen durfte (Bestwert der Liga).

Ein Schachzug der besonderen Art gelang den beiden verantwortlichen Sportlichen Leitern Sepp Beller und Roland Dachauer in der Winterpause 2018, als sie den heute 31-jährigen Kroaten Ivan Milicevic an die Seite des bereits unter Vertrag stehenden Ex-Profis Andre Luge (28 Jahre) stellten. Dieses Sturmduo bildet den Farbtupfer im hervorragend zusammengestellten Kader. Milicevic, der trotz Rückenproblemen mitwirken soll, war U-20- und U-21-Nationalspieler Kroatiens, absolvierte über 150 Partien in der ersten Liga seines Heimatlandes, hatte weitere Profistationen in Texas/USA und Hongkong sowie in Italiens dritter und vierter Liga. Acht Tore und fünf Vorlagen verbuchte er bereits in der noch jungen Saison und führt zusammen mit dem gebürtigen Chemnitzer Luge (acht Treffer, vier Assists) sowie dem Großbardorfer Simon Snaschel die Torjägerliste an.

Die Wildensorger wissen, was sie in gut 200 Kilometern Entfernung erwartet. Coach Rolf Vitzthum spricht von der "momentan besten Mannschaft" und sieht "eine große Euphorie im Team". "Sie haben zwei wahnsinnig schnelle Stürmer, stehen hinten stabil mit bulligen Typen in der Abwehr, die auch noch einen guten Spielaufbau betreiben. Sie treffen im richtigen Moment die richtigen Entscheidungen", attestiert er den Oberpfälzern eine tolle Hochform.

Vitzthum muss in Vilzing mit "einem absoluten Notaufgebot" antreten. Neben den Dauerverletzten fehlen Felix Strobler (privat verhindert) sowie Fabian Bergmann und Nicolas Esparza wegen Urlaubs. Ob Johannes Rosiwal, den erneut Adduktorenprobleme plagen, Christopher Kettler (Achillessehnenschmerzen) und Ulrich Spies (noch angeschlagen) spielen können, ist fraglich.

DJK Don Bosco Bamberg: Glos, Stöcklein - Allgaier, Baumgärtner, Eckstein, Fippl, Geyer, Haaf, Jessen, Kettler (?), Pfänder, Rosiwal (?), Spies (?), Trawally, Wunder

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