Laden...
Wildensorg
Fußball-Bayernliga Nord

DJK Bamberg beim Spitzenreiter in Großbardorf zu Gast

Die Wildensorger stehen beim TSV Großbardorf vor einer hohen Hürde. Sie kennen die Stärken der Grabfelder und wollen entsprechend vorbereitet sein.
Artikel drucken Artikel einbetten
Kopfballstark will sich der Bamberger Kapitän Nicolas Esparza (l.) auch in Großbardorf zeigen. Foto: sportpress
Kopfballstark will sich der Bamberger Kapitän Nicolas Esparza (l.) auch in Großbardorf zeigen. Foto: sportpress
Nach dem unglücklichen 0:1 gegen die SpVgg Ansbach treten die Fußballer der DJK Don Bosco Bamberg (3.) am heutigen Samstag (16 Uhr) zum Spitzenspiel des siebten Spieltags in der Bayernliga Nord beim Ersten TSV Großbardorf an. Ihr Gastgeber befindet sich in blendender Verfassung.
Zum zweiten Mal in dieser Saison führt die Fahrt der Wildensorger nach Unterfranken in den Landkreis Rhön-Grabfeld, wo der TSV Großbardorf zu Hause ist. Anfang Juli verloren die Wildensorger ihr Totopokalspiel in der Bioenergie-Arena mit 0:2, waren aber mit der Bezirksligaelf angetreten. Seit dieser Begegnung sind sechs Bayer nligapartien absolviert, und die Grabfeld-"Gallier" grüßen als Tabellenführer. Sie sind wie der Würzburger FV noch ungeschlagen und verbuchten vier Siege, die durchweg nach dem gleichen Strickmuster errungen wurden.
Der 37-jährige Trainer André Betz verpasste den Bardorfern ein straffes Defensivkonzept und setzt zur Fehlervermeidung verstärkt auf konsequente Zweikampfführung, die zu Ballgewinnen führt und das schnelle Umschaltspiel ermöglicht. Auf den Außenbahnen besitzt er rechts mit André Rieß (27 Jahre, 1 Tor) und links mit Björn Schönwiesner (25, 8) zwei Leistungsträger, die die Abwehrreihen der Kontrahenten bisher vor unlösbare Probleme stellten. Als Passgeber fungieren die zentralen Mittelfeldspieler Stefan Piecha (31, 0) und Dominik Zehe (23, 3), die mit immenser Laufarbeit als Staubsauger vor der vom kopfballstarken Abwehrchef Marcel Hölderle dirigierten Viererkette agieren. Obwohl sich die Stürmer noch nicht in die Torschützenliste eintrugen, sind die Großbardorfer besser aufgestellt, denn neben dem gesunden Pascal Stahl schnürt Rückkehrer Simon Snaschel wieder die Schuhe für den Klub im 900 Einwohner zählenden Dorf, der vor seiner Zeit als Münnerstadter Bezirksligaspielertrainer der beste TSV-Torjäger war.


Abwehrstarker Gastgeber

Im Lager der "Gallier" ist die Freude über das bisherige Abschneiden riesig. Der 2:1-Erfolg jüngst gegen Seligenporten bestätigte die alte Fußballweisheit, wonach der Mannschaft, die vorne in der Tabelle steht, das Glück zur Seite steht. Das Team aus Seligenporten hatte nahezu 80 Prozent Ballbesitz, während sich die Unterfranken bärenstark in der Abwehrarbeit präsentierten, geduldig blieben und sehr intensiv gegen den Ball arbeiteten. Konter über die Flügel führten zu den beiden Treffern im heimischen Stadion, das mit erworbenen grauen Sitzplätzen aus der Münchner Allianz-Arena (in der Sommerpause neu bestuhlt) aufgewertet wurde und damit einen Hauch von Champions-League-Flair ausstrahlt.
Die Entwicklung und die Spielausrichtung des TSV sind DJK-Coach Mario Bail nicht entgangen. Er kennt zudem die gewachsenen Ambitionen des Bayernligaspitzenreiters. "Der TSV ist ein Schwergewicht und deshalb klarer Favorit. Er verfügt über einen starken und ausgeglichenen Kader." Beleg für seine Einschätzung ist der Pokalauftritt unter der Woche beim unterfränkischen Bezirksligisten TSV Uettingen, das die Großbardorfer mit zahlreichen Akteuren aus der zweiten Reihe souverän mit 0:4 gewannen.
Bestens aufgelegt zeigte sich Freistoßspezialist Rieß, der zweimal traf. Der 38 Jahre alte Bail erwartet seinen Gastgeber erneut "auf Konter spielend" und will als Gegenmaßnahme "die sehr starken Außenbahnspieler in den Griff bekommen". "Wir müssen die Umschaltmomente, die sich aus deren tiefem Mittelfeldpressing gerade über Schönwiesner ergeben, verhindern." Dies ist seiner Elf in der vergangenen Saison zweimal geglückt. Ende September holten die "Gelb-Grünen" beim leistungsgerechten 1:1 nach zuvor sechs Niederlagen ihren ersten Zähler überhaupt gegen Angstgegner Großbardorf, und im Rückspiel legten sie mit dem 4:1-Sieg den Grundstein für den späteren Klassenerhalt.
"Ich denke, wir können wieder ein unangenehmer Gegner für Großbardorf sein, denn die Niederlage gegen Ansbach hat uns nicht aus dem Tritt gebracht", hofft und bilanziert der Bamberger Coach. Der zuletzt beruflich verhinderte Johannes Jessen steht wieder im sonst unveränderten Kader.
DJK Don Bosco Bamberg: Edemodu, Glos - Allgaier, Esparza, Fischer, P. Hoffmann, Jessen, Kettler, Leicht, Müller, Niersberger, Rosiwal, Schmauser, Schmoll, Spies, Strobler, Trawally, Wunder