Bamberg

Die Fans können sich auf das Eltmanner Heimspiel einstimmen

Die Eltmanner Heitec Volleys empfangen die Bisons aus Bühl in der Bamberger Brose-Arena.
Artikel drucken Artikel einbetten
So wollen die Fans in der Bamberger Brose-Arena ihre Eltmanner Volleyballer sehen. Foto: Daniel Löb
So wollen die Fans in der Bamberger Brose-Arena ihre Eltmanner Volleyballer sehen. Foto: Daniel Löb

Der "Bamberger Löwe" ist das Wappentier der Bamberger Fürstbischöfe und soll 1235 verliehen worden sein. Ganz so alt ist der Bühler Bison nicht: 2016 wurden die Bühler Erstliga-Volleyballer zu den Bisons, Namens- und Emblemgeber war die gleichnamige Uhrenreihe einer markanten Sportuhren-Kollektion aus den USA. Das letzte Spiel des Jahres für beide Teams in der Bundesliga führt die Heitec Volleys Eltmann (12.) und die Volleyball Bisons Bühl (9.) an diesem Samstag (19.30 Uhr) in der Bamberger Brose-Arena zusammen.

Die Bühler bestreiten ihre elfte Saison im Oberhaus und können auf eine durchaus erfolgreiche Historie zurückschauen. Je zweimal standen sie im Play-off-Halbfinale und nahmen am CEV-Cup teil. 2016 und 2018 erreichten sie das Pokalfinale. Mit den Franken - damals als Eschenbacher Volleys - kreuzten die Badener 2009/10 die Klingen und gewannen auch das Achtelfinale des Pokals mit 3:0.

An diesem Samstag wäre umgekehrt ein 3:0 wünschenswert, so Marco Donat, der Trainer der Heitec Volleys. Dass dies keine leichte Aufgabe ist, zeigt das Ergebnis der letzten Woche. Im heimischen Hexenkessel legten die Bisons wie die Feuerwehr los und überrannten in Satz 1 und 2 die völlig konsternierten Dürener. Danach verloren die Bühler an Energie und Düren rettete sich in den Tiebreak. Dort gab es aber zu Satzbeginn eine 6:2-Packung für die Gäste, weil der sprunggewaltige Bisons-Diagonalangreifer Anton Qafarena im Service zur Höchstform auflief. Mit 15:9 und 3:2 konnte das Spiel aus Bühler Sicht als erfolgreich verbucht werden.

Was für die Eltmanner spricht, sind zwei sehr gute Sätze jüngst in Lüneburg. Den ersten Durchgang musste man den Gastgebern überlassen, dann aber zogen die Heitec Volleys voll durch und sicherten sich die beiden nächsten Sätze und den ersten Punkt für die Tabele in fremder Halle. Bis zum 18. Zähler konnten sich die Mainfranken im vierten Satz gegen die stark aufspielenden Lüneburger behaupten, dann kam Lüneburgs Serie mit drei erfolgreichen Flatter-Aufschlägen, und Satz 4 blieb leider im Norden.

Auch im Tiebreak hielten die Eltmanner mit, aber am Ende war es eine unglaubliche Fünferserie im Aufschlag von Jung-Nationalspieler Anton Brehme, der keine Nerven zeigte und die Eltmanner Annahme zerlegte.

Für Donat gilt es, am Abschluss zu arbeiten: "Immer wieder spielen wir gut mit, schaffen es aber nicht, den Satz zu gewinnen beziehungsweise auch ein Spiel." Obwohl man auf der Bank vier verletzte Spieler sitzen hatte, sei ein Sieg bei den "LüneHünen" möglich gewesen, so Donat. Auch gegen die Bisons vertraut er seinem jungen Zuspieler Rafal Prokopczuk und dessen Partner in der Mitte, Lu uc van der Ent. "Wir nehmen die 17 Punkte von Luuc in Lüneburg gerne wieder. Er und Rafal verstehen sich blind", sagt Donat und gibt damit einen Teil seiner Spieltaktik preis.

Wobei es für ihn auch ersichtlich gewesen sei, dass der erst 20-jährige polnische Zuspieler alle seine Angreifer gut in Szene setzen kann. "Damit gestaltest du das Spiel variabler und machst es dem Gegner im Block und in der Feldabwehr schwerer."

Im Feld kann Donat dagegen auf seinen Libero und Abwehrchef Shunsuke Watanabe bauen. Der machte in Lüneburg ein Wahnsinnsspiel und wurde vom Lüneburger Coach Stefan Hübner zum besten Spieler auf Eltmanner Seite gewählt. "Shuni wirkt unauffällig. Aber was er an Bällen holt, wie präzise seine Pässe sind, und auch die Rettungsaktionen - das ist schon beeindruckend", lobt Trainer Donat den 31-jährigen Japaner. Um 17 Uhr beginnt das "Xmas"-Familienfest im Hallen-Foyer und vor der Arena.

Verwandte Artikel

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren