Bamberg
Basketball

Die DJK-Damen starten in 2. Liga einen Neubeginn

Die DJK Brose Bamberg stellt die Weichen für die Zukunft. Im Damenteam von Trainer Ulf Schabacker wird es neue Gesichter geben.
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29 Dreier brachte Alina Hartmann in der letzten Bundesliga-Spielzeit erfolgreich im Korb unter. Das entspricht 42 Prozent von insgesamt 68 Versuchen. Foto: sportpress
29 Dreier brachte Alina Hartmann in der letzten Bundesliga-Spielzeit erfolgreich im Korb unter. Das entspricht 42 Prozent von insgesamt 68 Versuchen. Foto: sportpress
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Gut acht Wochen nach dem Abstieg aus der Bundesliga sind die ersten richtungweisenden Entscheidungen hinsichtlich der Zukunft der Bamberger Basketballerinnen gefallen. Die Mannschaft wird in der neuen Saison unter dem Namen DJK Brose Bamberg in der 2. Liga Süd starten und in den Hauptverein DJK Don Bosco Bamberg e.V. zurückgeführt. Die im Zuge des Bundesliga-Aufstiegs 2012 gegründete Bamberger Damenbasketball GmbH & Co. KG wird aufgelöst.

"Die erste Damen-Mannschaft war immer ein DJK-Team und wird es auch weiterhin sein. Die Ausgliederung vor zwei Jahren diente lediglich dazu, etwaige finanzielle Risiken vom Hauptverein fernzuhalten. Nichtsdestotrotz wären die beiden Bundesliga-Spielzeiten ohne das Engagement des Unternehmens Brose nicht möglich gewesen.
Dass wir weiterhin auf die Unterstützung unseres Haupt- und Namenssponsors zählen können, freut uns natürlich sehr", betont die bisherige Geschäftsführerin Annika Lohneiß, die sich mit dem Ende ihrer Tätigkeit planmäßig beruflich verändern wird. Als "Sportlicher Leiter" der Zweitliga-Basketballerinnen fungiert künftig Sebastian Hader. Der 30-jährige Inhaber einer Agentur für PR und Grafikdesign arbeitete in den vergangenen zweieinhalb Jahren als Verantwortlicher für Medien- und Öffentlichkeitsarbeit eng mit Funktionären und Mannschaft zusammen und ist daher mit den Abläufen bestens vertraut.

"Es ist nach dem Aufstieg leider nicht gelungen, die angestrebte Nachhaltigkeit zu schaffen und uns in der 1. Liga zu etablieren. Mit etwas Abstand ist die Enttäuschung über die Rückkehr in die 2. Liga aber der Vorfreude auf die spannende Aufgabe und Herausforderung eines Neuanfangs gewichen. Wir hoffen, unsere Fans und Sponsoren lassen sich von dieser Aufbruchstimmung anstecken. Spielerinnen, Trainer und das Team hinter dem Team sind schon jetzt voller Tatendrang", erklärt Hader.

Ulf Schabacker bleibt der Cheftrainer

Cheftrainer der Bamberger Zweitliga-Basketballerinnen bleibt Ulf Schabacker. Der 57-Jährige, der in der vergangenen Saison nach dem zwölften Spieltag den Posten von Steffen Dauer übernahm, steht mit dem aktuellen Trainingskader bereits zweimal wöchentlich in der Halle. Den Stamm für die Saison 2014/15 bilden Mara Münder, Tonia Lohneiß, Sina Dorberth sowie Liisi Sokman, die aktuell für die estnische Nationalmannschaft im Einsatz ist. 1,91-m-Centerin Johanna Beck verkörpert mit über 20 Jahren DJK-Zugehörigkeit den Vereinsgedanken wie keine zweite und übernimmt als Spielerin und neue Basketball-Abteilungsleiterin - sie trat die Nachfolge des auf eigenen Wunsch aus dem Amt geschiedenen Jörg Zimmermann an - eine Doppelfunktion.

Vom unterfränkischen Nachbarn aus Würzburg kehrt nach einem Jahr Antonia Gut zurück. Die 20 Jahre alte Flügelspielerin zählte bereits 2012 zum erweiterten Erstliga-Kader. Auch der Weg von Katharina Kreklau führt zurück nach Bamberg. Nach einer trotz des Abstiegs des TV 1848 Schwabach für sie persönlich starken Spielzeit geht die mit durchschnittlich 15,9 Punkten pro Partie viertbeste Werferin der letzten Regionalliga-Runde in der neuen Saison für die DJK Brose auf Korbjagd.

Chance für die jungen Spielerinnen

Dazu kommt eine Reihe junger Spielerinnen aus der Region, die sich über gute Trainingsleistungen für die erste Mannschaft empfehlen will. Gespräche über den Verbleib weiterer Spielerinnen aus der Vorsaison sowie mit potenziellen Neuverpflichtungen befinden sich derweil auf einem guten Weg. "Wenn wir über Ziele sprechen, dann nicht über den sofortigen Wiederaufstieg", macht Hader jedoch deutlich. "Der Abstieg hat naturgemäß einen Umbruch zur Folge und dementsprechend stehen wir vor einem Übergangsjahr, in dem wir ein Team aus erfahrenen und jungen Kräften formen wollen, das das Flaggschiff für die Zukunft bildet." Durch den von Jugendkoordinator Patrick Seidel betreuten Unterbau mit dem Team Oberfranken in der Mädchen-Bundesliga (WNBL) und dem Kooperationspartner aus Kemmern in der Regionalliga wird indes gewährleistet, dass die Spielerinnen Woche für Woche Spielpraxis sammeln und sich weiterentwickeln können.
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