Baunach
Basketball

Die Baunacher belohnen sich

Mit dem 94:85 beenden die Young Pikes ihre in der 2. Liga ProA neun Spiele andauernde Niederlagenserie.
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Mateo Seric (r.) im Kampf um den Ball mit Jannes Hundt von den Artland Dragons Foto: sportpress
Mateo Seric (r.) im Kampf um den Ball mit Jannes Hundt von den Artland Dragons Foto: sportpress
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Darauf haben die treuen Baunacher Fans lange warten müssen: Nach neun Niederlagen in Folge gewannen die Young Pikes in der 2. Basketball-Liga ProA vor gut 550 Zuschauern gegen die Artland Dragons nach zwei spannenden Verlängerungen mit 94:85 und holten damit nach langer Durststrecke endlich den sechsten Sieg in dieser Saison.

Man merkte den Gastgebern gleich zu Beginn an, dass sie sich gegen den Aufsteiger etwas ausgerechnet hatten, denn sie gingen bis zur 6. Minuten mit 17:6 in Führung. Zwei schnelle Dreier durch Bland und Oliver aber brachten die Dragons sofort wieder heran. Nach dem ersten Viertel hatten die Gäste knapp mit 22:20 die Nase vorne.

Der überragende Adam Pechacek (Effektivitätswert 39) wendete im zweiten Abschnitt das Blatt: 18 Punkte und acht Rebounds hatte der 23-jährige Tscheche bis zur Pause auf sein Konto verbucht und so seinem Team zu einer 40:36-Pausenführung verholfen.

Nach dem Wechsel versuchten beide Mannschaften aggressiver zu verteidigen und es entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel mit wenigen Punkten. So gelang es den Gästen kaum zu verkürzen, und beim Stand von 49:46 ging es in das vermeintlich letzte Viertel. Jetzt drehte sich das Spiel, und die Schützlinge von Florian Hartenstein glichen schnell zum 50:50 aus. Als nach einigen katastrophalen Fehlpässen die Artländer mit 57:51 (34. Minute) in Führung gingen, sahen schon einige Zuschauer die Felle davonschwimmen, doch nach einer Auszeit des Baunacher Trainers Mario Dugandzic rissen sich seine Jungs diesmal zusammen. Sie glichen bis zur 37. Minute wieder zum 59:59 aus.

Nevernschlacht

Nun entwickelte sich eine Nervenschlacht, bei der die Baunacher wieder zu scheitern drohten, als sie nur zwei der letzten vier Freiwurfversuche verwandeln konnten. Doch als auch die Dragons elf Sekunden vor der Sirene einen Freiwurf liegen ließen, gelang es Pechacek mit dem letzten Angriff zum 67:67 auszugleichen und damit die Verlängerung zu erzielen.

Auch in dieser kämpften die Baunacher aufopferungsvoll, allen voran Nicholas Tischler, der diesmal 43 Minuten auf dem Feld stand. Einen Dreier der Gäste durch Bland zum 73:75 (44.) konterte Moritz Plescher auf die gleiche Art und Weise, bevor Hundt die Dragons im Gegenzug wieder mit 78:76 nach vorne brachte. Nach dem Ausgleich von Kristian Kullamäe bei noch 33 Sekunden Spielzeit gelang beiden Teams nicht mehr der finale Wurf, so dass es in die zweite Verlängerung ging.

Ein lang ersehnter Dreier von Henri Drell beim Stand von 80:80 wirkte wie eine Erlösung, und nun gaben die jungen Hechte die Führung nicht mehr ab. Zwar verkürzte der Neuling noch einmal auf 86:85, aber jetzt war es Kullamäe, der nicht mehr zu stoppen war und mit neun Punkten in den letzten fünf Minuten den Grundstein zum viel umjubelten 94:85-Sieg legte.

Dugandzic war vor allem vom Kampfgeist seines Teams begeistert: "Glückwunsch an meine Jungs. Sie waren es, die das heute hingekriegt haben. Sie waren es, die sich nie aufgegeben haben und sich sogar über zwei Verlängerungen immer wieder zurückgekämpft haben, trotz der negativen Stimmung, die nach unserer Niederlagenserie zu spüren war. Bei uns ist das immer eine Lotterie, da spielt es keine Rolle, wer auf der Gegenseite spielt. Wir wollten heute unser Ding durchziehen, und das ist uns über lange Strecken hinweg gelungen."

Diesen Stimmungsumschwung wollen die Baunacher auch am kommenden Sonntag (18 Uhr) gegen die Tigers aus Tübingen nutzen, um sich in ihrem letzten ProA-Heimspiel achtbar aus der Liga zu verabschieden.red Baunach Young Pikes: Pechacek (29 Punkte/1 Dreier), Kullamäe (24/3), Drell (20/2), N. Tischler (7/1), Heckel (7/1), Plescher (3/1), Edwardsson (2), Keppeler (2), Seric, Baggette / Artland Dragons: Bland (26/3), Morant (16), Hundt (12/2), Lavrinovicius (9/1), Albrecht (6), Caisin (6), Oliver (5/1), Döding (3/1), Curth (2), Herold, Lokudu

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