Bamberg
Basketball

Die Altstars haben es noch drauf

Mit dem "Spiel der Champions" haben sich die Bamberger auf die 50. Bundesligasaison eingestimmt. Nicht nur das Wiedersehen mit etlichen Meisterspielern sorgt für Gänsehautmomente. Ein Überraschungsgast bringt die Halle zum Beben.
Artikel drucken Artikel einbetten
Steffen Hamann und Demond Mallet posieren wie einst nach dem gemeinsamen Gewinn der Meisterschaft 2005. Fotos: Daniel Löb
Steffen Hamann und Demond Mallet posieren wie einst nach dem gemeinsamen Gewinn der Meisterschaft 2005. Fotos: Daniel Löb
+23 Bilder

Die Warteschlange der Autogrammjäger zog sich am Samstag vom Foyer der Brose-Arena bis zum anderen Ende der Halle, wo die Basketball-Legenden mit dem Signieren kaum hinterherkamen. Es hatte den Anschein, jeder der 3500 Besucher wollte nach dem "Spiel der Champions" eine Unterschrift von Casey Jacobsen, Peja Suput, Anton Gavel oder anderen Größen aus der Bamberger Bundesliga-Geschichte, die sich bald zum 50. Mal jährt.

Es war eine kurzweilige, zweistündige Reise in die Vergangenheit, bei der die Bamberger Fans ihre Helden von einst, die ihnen insgesamt neun deutsche Meisterschaften und sechs Pokalsiege bescherten, noch einmal feierten. "Das fühlt sich an wie ein großes Klassentreffen", sagte der langjährige Hallensprecher Rudi Schultze. Auch die ehemaligen Meisterspieler genossen die kurze Rückkehr auf das Hallenparkett sichtlich. "Auch wenn ich zum ersten Mal seit meinem Abschied 2014 wieder hier bin, ist Bamberg immer noch ein Teil meines Lebens. Die Kontakte sind nie abgerissen", sagte Jacobsen, der mit sieben Dreier (bei zwölf Versuchen) zeigte, dass er nichts verlernt hat, und daher von Hallensprecher Matthias Steger den letzten noch freien Platz im aktuellen Brose-Team angeboten bekam. Auch Jacobsens früherer Teamkollege Peja Suput - obwohl etwas fülliger geworden - zeigte den Fans noch einmal sein lockeres Händchen.

Am meisten umjubelt war jedoch ein Akteur, der gar nicht mitspielte. Als Überraschungsgast zauberte Brose Bamberg Nikos Zisis aus dem Hut. Vor seinen Augen wurde das Trikot mit der Nummer 6 unter das Hallendach gehängt. Sie wird nun nicht mehr vergeben. "Das ist ein spezieller Moment für mich, denn du glaubst nie, dass so etwas passieren wird", sagte die griechische Basketball-Legende, die in ihrer bald 20-jährigen Karriere schon so ziemlich alles erlebt hat. Und Zisis sagte noch einen Satz, der auch für alle anderen Altstars gelten dürfte: "Bamberg ist ein ganz besonderer Ort für mich."

Verwandte Artikel
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren