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Basketball

Deutsche U20 steht im Halbfinale der Europameisterschaft

Die deutschen U20-Basketballer stehen dank einer starken Leistung im Europameisterschaftshalbfinale in Chemnitz.
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Sprungball zum Viertelfinale, in dem  es einen klaren deutschen Sieg über die Türkei  zu feiern gab. Foto: Udo Schilling
Sprungball zum Viertelfinale, in dem es einen klaren deutschen Sieg über die Türkei zu feiern gab. Foto: Udo Schilling
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Am Donnerstagabend bezwang das Team von Trainer Alan Ibrahimagic die Türkei mit 78:61 (41:22) und spielt nun am Samstag (20.15 Uhr, im Livestream unter www.youtube.com/fiba) gegen Kroatien, das mit 79:68 Italien aus dem Weg geräumt hat, um den Finaleinzug. Das zweite Semifinale bestreiten Frankreich und Israel.


Medaille ist greifbar

Eine Medaille ist also für die Auswahl des Deutschen Basketball-Bundes nur noch einen Sieg entfernt. Der Titel ist das angestrebte Ziel der deutschen Talente. Nach dem Start-Ziel-Sieg über Island im Achtelfinale, als es nach einem fulminanten ersten Viertel (29:6) bis zum Ende (77:63) viel Leerlauf und schwache Phasen zu sehen gab, mussten Kostja Mushidi & Co. gegen die Türkei 40 Minuten Vollgas geben. Dabei überzeugten vor allem der in Serbien als Profi spielende Mushidi mit 22 Punkten (6 Dreier), Filip Stanic (15 Punkte/10 Rebounds), Bambergs Louis Olinde (10/8), und Richard Freudenberg (10).


Schwacher Start

Gegen die athletischen Türken tat sich das deutsche Team schwer, nach zwei Spielen gegen körperlich unterlegene Gegner. Erst nach drei Minuten erlöste Louis Olinde die 1500 Zuschauer in der Messehalle mit dem ersten Korberfolg. Die Türken operierten in der Verteidigung mit einer Zonenpresse und einer Ball-Raum-Abwehr, die den Gastgebern gar nicht schmeckte. Doch Kostja Mushidi brachte glich mit fünf Punkten die Führung der türkischen Talente aus. Die Türkei führte bis kurz vor der ersten Viertelpause. Der Bamberger Nils Haßfurther (Falcons Nürnberg) sorgte für die erste Führung (14:13).


Überragendes zweites Viertel

Im zweiten Abschnitt war das Ibrahimagic-Team im Spiel und zog mit 20:16 in Front. Beide Teams überboten sich zwar in der Folgezeit mit Fehlwürfen und schlechten Entscheidungen, doch Deutschland fand den Spielfaden schneller. Ein Dreier von Mushidi und einem Fast Break, abgeschlossen vom Frankfurter Richard Freudenberg, zum 25:18 (16. Minute) zwang den türkischen Coach Serkan Erdogan zu einer Auszeit. Deutschland gewann nun Oberwasser. Dreier von Bennet Hundt, Block von Filip Stanic und zwei Freiwürfe von Olinde sorgten für die erste zweistellige Führung, die Mushidi (2) und Hundt mit Dreiern auf 39:20 ausbauten (19.). Mit ihrer starken Abwehr beherrschte Deutschen die nun völlig verunsicherten Türken, die zur Pause mit 22:41 zurücklagen und keinen Dreier trafen. Die gefürchteten, körperlich wie technisch starken Center des Gegners waren bei Stanic und Lars Lagerpusch in besten Händen.


Hohe Intensität in der Abwehr

Das deutsche Team hielt die Intensität in der Abwehr aufrecht, auch wenn der Gegner alles versuchte. Freudenberg mit einem Drei-Punkte-Spiel und einem Distanztreffer schraubte den Vorsprung erstmals auf 20 Punkte (56:36, 28.). Die Türkei verteidigte mit hohem Druck über das ganze Feld, doch im Gegensatz zum ersten Viertel befreiten sich Hundt, Haßfurther und Weidemann immer wieder und lagen vor den letzten zehn Minuten mit 61:41 vorn.
Die Auswahl des Deutschen Basketball-Bundes spielte nun wie aus einem Guss. Ferdinand Zylka traf zum 68:43 (32.).


Vorsprung verwaltet

Die Türkei setzte nun alles auf eine Karte und doppelte jeden Ballträger, zahlreiche Ballverluste nutzte der Gast zum 53:69. Zwei Auszeiten von Coach Ibrahimagic verpufften.
Doch die Spieluhr tickte für die Deutschen. Olinde stoppte den Lauf der Türken mit zwei Freiwürfen zum 71:53, drei Minuten waren da noch zu spielen. Damit war die Messe gelesen. Die deutschen Jungs wurden mit einem "Ooh, wie ist das schön", von den Fans gefeiert.
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