Rentweinsdorf
Spiel der Woche

Der Post-SV ist nicht zu bremsen

In der Kreisklasse 1 bleibt der Post-SV die Mannschaft der Stunde und durchkreuzte vorerst die Aufstiegspläne des FC Rentweinsdorf.
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Der Rentweinsdorfer Markus Weißheimer (vorne) wird von Post-Akteur Cedric Betom  Nwatsok verfolgt. Am Ende setzten sich die Gäste etwas glücklich mit 2:0 durch.Markus Schütz/anpfiff.info
Der Rentweinsdorfer Markus Weißheimer (vorne) wird von Post-Akteur Cedric Betom Nwatsok verfolgt. Am Ende setzten sich die Gäste etwas glücklich mit 2:0 durch.Markus Schütz/anpfiff.info

Dem FC Rentweinsdorf fehlten vergangene Saison vier Punkte zum Erreichen des Aufstiegs-Relegationsplatzes zur Kreisliga. In der laufenden Saison belegte das Team von Spielertrainer Sebastian Derra zumindest einige Wochen vorübergehend den zweiten Rang, hat am Wochenende durch die 0:2-Niederlage in der Kreisklasse 1 gegen den Post-SV Bamberg aber einen herben Dämpfer erlitten. "Es bleibt weiter unser Ziel, so lange wie möglich um die vorderen Ränge mitzumischen und die Spannung hochzuhalten", sagt Derra, der für die kommende Serie bereits verlängert hat. Er führt die vereinsinterne Torschützenliste mit 19 Treffern vor Eigengewächs Dennis Holzwarth (13 Tore) an.

Zur jungen Mannschaft aus dem Landkreis Haßberge kommen zur neuen Saison drei Juniorenspieler hinzu. Der Klub ist offensichtlich auf dem richtigen Weg und hat die Zeichen der Zeit erkannt.

Mit dem Abschneiden des Post-SV Bamberg bis zum Winter war Trainer Uli Doktorowski nicht zufrieden. Die "Gelb-Schwarzen" waren mit 21 Zählern aus 20 Spielen auf Platz 12 angesiedelt, haben sich inzwischen auf Rang 7 nach oben gearbeitet. "In der Winterpause konnten wir einige Neuerwerbungen und Rückkehrer an Land ziehen. Die Voraussetzungen, gut in die Restrückrunde zu starten, waren also vorhanden", so der 54-Jährige. Die Buger haben in diesem Jahr alle vier Spiele gewonnen und 12:1 Tore erzielt. "Unser Ziel heißt weiterhin, mit Lust und Freude Fußball zu spielen. Wir versuchen, den Mittelfeldplatz zu halten", sagt der Post-Coach. Im Hinspiel behielt Rentweinsdorf mit 4:2 die Oberhand, im Rückspiel sollte es anders laufen. FC Rentweinsdorf -Post-SV Bamberg 0:2

Der FC zog vom Anstoß weg couragiert sein Spiel auf und drängte auf den Führungstreffer. Aber die Angriffsaktionen der Platzherren verpufften. Auf der Gegenseite fiel in der 12. Minute der überraschende und in der Entstehung glückliche Führungstreffer für die Post-Fußballer. Eine Flanke von Jan Kasseckert unterschätzte FC-Keeper Steffen Kropp, und der immer länger werdende Ball senkte sich zum 0:1 ins Netz. Wenig später bot sich Markus Weißheimer nach Vorarbeit von Kevin Holzwarth aus sieben Metern die Gelegenheit zum 1:1, doch ein Abwehrspieler blockte in höchster Not. Die Führung im Rücken verlieh den Gästen in der Folgezeit viel Sicherheit. Besonders Kasseckert kurbelte die Aktionen nach vorn an. Nach einer halben Stunde zog Sebastian Derra über links ab und bediente den mitgelaufenen Bastian Schleicher, doch setzte der Coach die Kugel aus acht Metern freistehend neben den Kasten.

Nach dem Wechsel gab es zunächst nur wenige Torraumszenen. Die Platzherren kamen trotz einer optischen Feldüberlegenheit und viel Ballbesitz nicht zu gefährlichen Abschlüssen. Erst nach mehr als einer Stunde setzte der aufgerückte Jonas Wagner einen Kopfball nach einem Eckstoß knapp am Tor vorbei. Dies war allerdings der Auftakt einer druckvollen Schlussoffensive der Heimelf. Der FCR erarbeitete sich eine ganze Latte von zwingenden Gelegenheiten, ließ diese allerdings liegen. Dies sollte sich rächen. Das von Schiedsrichter Christian Hornung souverän geleitete Spiel ging beim Stande von 1:0 für den Post-SV in die Nachspielzeit. Hier machten die "Gelb-Schwarzen" alles klar. Zwölf Meter vor dem Tor brachte Tobias Weißheimer den Bamberger Emanuel Slany mit gestrecktem Bein zu Fall. Den fälligen Elfer knallte Kasseckert mit seinem 10. Saisontreffer zum 2:0-Endstand für die Post volley in die Maschen.

Die Meinungen der Trainer

"Wir haben gut angefangen und hätten eigentlich in Führung gehen müssen, kassieren aber dann ein Glücks-Tor der Bamberger. Im zweiten Durchgang waren wir spielbestimmend, aber es gab für uns kein Durchkommen. Ich denke, dass ein Unentschieden gerechter gewesen wäre", sagte der Rentweinsdorfer Spielertrainer Derra nach dem Spiel. Ähnlich sah es auch Doktorowski: "Beide Mannschaften wollten keinen Meter Boden hergeben und waren kämpferisch voll da. Nach dem Wechsel versuchte es der FC mit Kontervorstößen, doch wir entschärften viele Flanken schon in der Entstehung. Bei zwei, drei Szenen hatten meine Jungs auch Glück. Die Spannung auf dem Feld hielt bis zum Schlusspfiff voll an." FC Rentweinsdorf Kropp - T. Weißheimer, Wagner, Raab, Rippstein, Nembach, Schleicher, D. Holzwarth, M. Weißheimer, K. Holzwarth, Derra (73. Schineller), (73. Lang), (83. Göke)

Post-SV Bamberg Stappenbacher - Kräml, Weininger, Urlaub, Lösel, Recktenwald, Slany, Endres, Kasseckert, Betom Nwatsok, Pfister (65. Nickel)

SR Christian Hornung (ASV Trabelsdorf)

Zuschauer 80

Tore 0:1 Kasseckert (12.), 0:2 Kasseckert (9O.)

Gelbe Karten Wagner, Schleicher / Kasseckert

Rote Karte T. Weißheimer (90.) / -



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