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Basketball

Der nächste Qualifikant ist zu Gast bei Brose Bamberg

Brose Bamberg empfängt am Dienstag im zweiten Heimspiel in der Champions League KK Mornar Bar. Die Montenegriner warten noch auf ihren ersten Sieg.
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Mit 19 Punkten stellte der Bamberger Neuzugang Tré McLean (rechts) am Sonntag eine persönliche Bundesliga-Bestleistung auf. Hier setzt sich der Flügelspieler gegen den Göttinger Bennet Hundt durch. Foto: Daniel Löb
Mit 19 Punkten stellte der Bamberger Neuzugang Tré McLean (rechts) am Sonntag eine persönliche Bundesliga-Bestleistung auf. Hier setzt sich der Flügelspieler gegen den Göttinger Bennet Hundt durch. Foto: Daniel Löb

Auch der zweite internationale Gegner von Brose Bamberg in heimischer Halle musste sich erst für die Gruppenphase der Basketball-Champions-League (BCL) qualifizieren. Dass die "Nachzügler" nicht zu unterschätzen sind, erfuhr der Bundesliga-Vierte vor zwei Wochen gegen Nischni Nowgorod am eigenen Leib. Mit KK Mornar Bar aus Montenegro kommt am Dienstagabend (20 Uhr) ein Team in die Brose-Arena, das zwar in der BCL bislang alle drei Spiele verlor. Doch der mühevolle 89:82-Heimerfolg gegen das Bundesliga-Schlusslicht BG Göttingen am Sonntag hat gezeigt, dass die Bamberger jeden Gegner ernst nehmen müssen.

Formkurve zeigt nach oben

Zumal sich die Montenegriner jüngst stark formverbessert zeigten. Am Samstag fügten sie in der Adriatischen Liga dem Tabellenführer Cedevita Olimpija Ljubljana die erste Niederlage in dieser Saison zu. "Dieser Sieg kam zum richtigen Zeitpunkt nach den schlechten Spielen zuvor. Wir haben eine fantastische zweite Halbzeit gespielt, defensiv bei weitem die beste der Saison", sagte Trainer Mihailo Pavicevic nach dem 77:70-Heimerfolg, der für Mornar Bar die Wende einläuten soll. Mit dem dritten Sieg im fünften Spiel verbesserte sich das Team in der südosteuropäischen Spielklasse auf den sechsten Platz und will nun in der Champions League ebenfalls durchstarten.

Das Guard-Duo Jacob Pullen und Derek Needham führte Mornar Bar mit 17 bzw. 13 Punkten zum Sieg über Ljubljana. Beide zählen auch in der Champions League mit 17 bzw. 10,3 Zählern im Schnitt zu den korbgefährlichsten Spielern ihres Teams. Ebenfalls zweistellig punktet der serbische Power Forward Milko Bjelica (11,7).

Bilanz ausgleichen

Mornar Bar hat bislang nach relativ knappen Niederlagen in Riga (74:80) und gegen Teneriffa (74:81) in Nowgorod klar mit 69:89 verloren. Die Bamberger haben dagegen zuletzt in Gaziantep ihren ersten Sieg (76:66) in der Champions League gelandet und können mit einem weiteren ihre Bilanz ausgleichen. Es wäre der wettbewerbsübergreifend vierte Erfolg in Serie. "Wir haben in den letzten Spielen gute Ansätze gezeigt. Allerdings müssen wir noch konstanter werden. Einer guten Phase folgt meist eine weniger gute. Das müssen wir in den Griff bekommen", meint Brose-Trainer Roel Moors vor dem ersten Duell einer Bamberger Mannschaft mit Mornar Bar überhaupt. Der Belgier hält die Montenegriner ebenso wie zuletzt die BG Göttingen für besser als es der Tabellenstand aussagt. Für Moors bedeutet das: "Wir müssen wieder von Beginn an fokussiert und engagiert ins Spiel gehen und dürfen Mornar Bar nicht zur Entfaltung kommen lassen."

Gäste-Check: KK Mornar Bar

Der Verein wurde 1974 unter dem Namen Gimnazijalac Bar gegründet. Spieler waren Schüler des Gymnasiums, die den Klub bald in Mornar (Seemann) umbenannten. Das Team aus der knapp mehr als 40 000 Einwohner zählenden Hafenstadt gewann im Jahr 2018 erstmals seit der Unabhängigkeit Montenegros 2006 die nationale Meisterschaft. In der Finalserie setzte sich Mornar Bar gegen den großen Konkurrenten aus der Hauptstadt Podgorica durch. Seit der Saison 2016/17 startet die montenegrinische Nr. 2 in der südosteuropäischen Adriatischen Liga (ABA-League). Hier qualifizierte sich Mornar Bar 2017/18 erstmals für die Play-offs, scheiterte aber im Halbfinale an Roter Stern Belgrad. Die Mannschaft Wie die Bamberger hat Mornar Bar einen personellen Umbruch hinter sich. Neun Spieler haben den Klub im Sommer verlassen, acht neue kamen. Drei Neuzugänge waren bereits in der Bundesliga aktiv, einer davon sogar für kurze Zeit in Bamberg. Damir Markota kam zu Beginn der Saison 2013/14 als Ersatz für den verletzten Novica Velickovic zu den Brose Baskets. Nach neun Bundesliga- und sechs Euroleaguespielen wurde der Kroate aber durch D'or Fischer ersetzt. Markota wechselte vor dieser Saison von Cibona Zagreb nach Montenegro.

Mornar Bars Aufbauspieler Derek Needham, der von Lietuvos Rytas Wilnius kam, war in der Saison 2015/16 für die Basketball-Löwen Braunschweig aktiv. Ebenfalls bei den Niedersachsen, allerdings bereits 2006/07, stand Routinier Milko Bjelica unter Vertrag. Die darauffolgende Spielzeit verbrachte der 35-jährige Power Forward bei den Rhein Stars Köln.ps

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