Bamberg
Basketball-Bundesliga

Der nächste Genickschlag

Brose Bamberg zeigt im ersten Viertel eine klasse Leistung, kassiert aber gegen die Bayern eine 63:71-Niederlage.
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Auch mit vereinten Kräften konnten die Münchner, hier Nihad Djedovic (l.) und Jared Cunningham (M.), den im ersten Viertel auftrumpfenden Maodo Lo nicht stoppen. Fotos: Daniel Löb
Auch mit vereinten Kräften konnten die Münchner, hier Nihad Djedovic (l.) und Jared Cunningham (M.), den im ersten Viertel auftrumpfenden Maodo Lo nicht stoppen. Fotos: Daniel Löb
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Katerstimmung herrschte im verrückten Bamberg schon drei Tage vor Aschermittwoch - die Brose-Basketballer, die in den letzten acht Jahren sieben Meisterschaften gewonnen haben, aber in dieser Saison weit hinter den Erwartungen hinterherhinken, mussten in der Frankenfestung einen weiteren Rückschlag einstecken. Bayern München feierte beim Erzrivalen in Freak City mit dem 71:63 (29:35) den 16. Bundesliga-Sieg in Folge und machte nur drei Wochen nach dem glücklichen Erfolg im Pokal-Viertelfinale klar, dass es in dieser Saison für die Bamberger schwer wird, in den Titelkampf einzugreifen. Auch Andrea Trinchieri, der am Faschingssonntag, dreieinhalb Wochen nach seiner Schulter-Operation, erstmals wieder auf der Trainerbank saß, konnte die Niederlage ohne seine drei verletzten Leistungsträger Bryce Taylor, Elias Harris und Luka Mitrovic nicht verhindern.
Vom Sprungball an war dem Meister anzumerken, dass er genau wusste, um was es in diesem Schlagerspiel geht. Die Bayern hatten dem Tempo-Basketball, sonst ihr Markenzeichen, nichts entgegenzusetzen. Nach 98 Sekunden (7:0) wollte Coach Sasa Djordjevic das Bamberger Feuerwerk mit einer Auszeit ersticken - doch seine Ansprache verpuffte wirkungslos. Maodo Lo sorgte mit seinem zweiten Dreier für das 10:0. Dann brachte Danilo Barthel den Favoriten mit sieben Punkten in Folge wieder etwas heran, doch die Hausherren legten nach und schossen bis zum Viertelende eine 25:11-Führung heraus. "Macht sie alle, schießt sie aus der Halle", forderten die begeisterten Fans.
Bei einer 15-Punkte-Führung Mitte des zweiten Abschnittes kam die Bamberger Offensive erstmals ein wenig ins Stottern. Jetzt drückten die Bayern aufs Tempo und kamen zu einigen Fastbreaks, die Jared Cunningham konsequent per Dunking abschloss. Jetzt lagen die Schiedsrichter mit ihren Entscheidungen einige Male daneben, was die Fans mit einem gellenden Pfeifkonzert quittierten. Dank eines 8:0-Laufs verkürzten die Münchner bis zur Pause auf 29:35.
Nach dem Seitenwechsel erarbeiteten sich Dorell Wright und Daniel Hackett zwar schnell wieder eine 43:33-Führung, doch danach ging gegen die jetzt aggressivere Bayern-Verteidigung wenig zusammen. Die Münchner wirkten jetzt frischer: Nach 25 Minuten schlug erneut ein Cunningham-Dunking zum 44:46 ein, wenig später machte Reggie Redding die erste Bayern-Führung perfekt.
Mit einem 54:55-Rückstand ging es für den Meister in die letzten zehn Minuten. "Auf geht's Bamberg, kämpfen und siegen", forderte die Sektion Südblock. Der Einsatz stimmte, doch die Würfe wollten erst einmal nicht fallen. Hackett per Dreier und Leon Radosevic, der erstmals nach seiner Knöchelverletzung wieder dabei war, brachten die Hausherren aber wieder in Schlagdistanz (61:63). In der Schlussphase versuchte es das Brose-Team aber dann zu oft mit der Brechstange, die Gäste dominierten den Rebound und brachten den Vorsprung über die Zeit.


Die Statistik

Brose Bamberg -
FC Bayern München 63:71

(25:11, 10:18, 19:26, 9:16)
Bamberg Lo (12 Punkte/2 Dreier), Hackett (12/1), Wright (10/1), Rubit (10/1), Radosevic (10), Zisis (5), Musli (4), Nicolic, Staiger, Heckmann, Olinde
München Barthel (20/1), Cunningham (15/1), Redding (11/1), Booker (10), Djedovic (7/1), Hobbs (3/1), King (3/1), Gavel (2), Zirbes, Jovic
SR Panther, Straube, Bittner
Zuschauer 6150 ausverkauft
Gesamtwurfquote Bamberg 38 Prozent (23 Treffer/61 Versuche), München 40 (26/65)
Dreier Bamberg 22 Prozent (5/23), München 26 (6/23)
Freiwurfquote Bamberg 86 Prozent (12/14), München 68 (13/19)
Rebounds Bamberg 33 (25 defensiv/8 offensiv), München 42 (30/12)
Ballgewinne/-verluste Bamberg 4/12, München 6/10
Assists Bamberg 13 / München 20
Fouls Bamberg 16 / München 23
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