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Baunach
2. Basketball-Liga ProA

Den Baunachern geht die Luft aus

Die Young Pikes brechen im letzten Viertel ein und verlieren gegen Köln mit 67:78
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Nach einem Wurf sind der Baunacher Rob Ferguson (M.) sowie die beiden Kölner Keith Ramsey (l.) und Lukas Wank in Lauerstellung, um sich eventuell den Rebound zu schappen. Foto: Kilian Schmitt
Nach einem Wurf sind der Baunacher Rob Ferguson (M.) sowie die beiden Kölner Keith Ramsey (l.) und Lukas Wank in Lauerstellung, um sich eventuell den Rebound zu schappen. Foto: Kilian Schmitt
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Es wurde wieder nichts mit dem erhofften ersten Saisonsieg für die Baunach Young Pikes in der 2. Basketball-Liga ProA. Nach einer sehr guten ersten Halbzeit brachen sie im Schlussviertel komplett ein und verloren dieses mit 6:23. So stand am Ende ein 78:67-Erfolg für die Rheinstars Köln, die sich durch ihre gute Verteidigung in den letzten zehn Minuten den Sieg verdient hatten.
Wie schon im ersten Heimspiel gegen die Kirchheim Knights deuteten die "jungen Hechte" ihr großes Potenzial an, schafften es aber nicht, ihre Qualität für 40 Minuten auf das Parkett zu bringen. Das Team des Trainergespanns Villmeter/Völkl musste in diesem Spiel auf Louis Olinde und Eddy Edigin verzichten, die bei Brose Bamberg in Ludwigsburg im Kader standen. Da auch Kay Bruhnke geschont werden musste, standen nur drei deutsche Spieler zur Verfügung. Der Kader wurde mit den Doppellizenzspielern Nicholas Tischler und Andreas Nicklaus aufgefüllt, die aber jeweils nur für ein paar Sekunden zum Einsatz kamen. So mussten die Baunacher mit einer Achter-Rotation das Spiel bestreiten, was sich am Ende rächen sollte.
Allerdings wollte Trainer Fabian Villmeter dies nicht als Entschuldigung gelten lassen: "Es muss uns gelingen, unsere Spielzüge mit dem richtigen Tempo zu laufen, auch wenn die Beine etwas schwerer werden. Zudem dürfen wir nicht anfangen zu zweifeln, sobald der Gegner einen Lauf bekommt. Daran müssen wir arbeiten, dann werden sich auch bald die dringend nötigen Ergebnisse einstellen. Dies wäre für das Selbstvertrauen der jungen Truppe ebenfalls sehr wichtig."


Viele Schnellangriffe

Dagegen gelang den Baunachern in der ersten Hälfte fast alles. Angetrieben vom Guard-Duo McDowell-White/Fowler liefen sie viele Schnellangriffe, und der Ball wurde schnell bewegt, so dass sich viele freie Würfe ergaben. Die Kölner hatten im Gegensatz dazu das Glück und das Können, viele schwere Würfe gerade noch mit Ablauf der 24-Sekundenuhr zu verwandeln, so dass das Spiel nach den ersten zehn Minuten (20:18) noch relativ ausgeglichen war.
Im zweiten Viertel waren die Young Pikes dann fast nicht zu stoppen: Zur Freude der begeisterten Fans gelang es ihnen, auf 41:26 (17. Min.) davonzuziehen, und sie zeigten dabei herrliche Spielzüge. Erst nach zwei Auszeiten gelang es Gästecoach Denis Wucherer mit einigen lautstarken Worten, sein Team wieder aufzurichten, und so konnten die Rheinstars bis zum Halbzeitstand von 44:33 verkürzen.
Nach dem Wechsel konnten die Gastgeber ihren Vorsprung vor allem durch Einzelaktionen von Chris Fowler und Tibor Taras bis zur 27. Min. auf 55:42 ausbauen. Dann jedoch kam Sand ins Getriebe, und die Kölner legten in der Verteidigung deutlich zu.
Bis zur 34. Minute konnten die Hausherren ihre Führung noch verteidigen (63:60), doch nun brachen alle Dämme. Mit einem 18:0-Lauf rissen die Rheinstars die Begegnung an sich und gingen als Sieger vom Feld. Während Gästecoach Wucherer nach dem Spiel die gute Baunacher Leistung über drei Viertel lobte ("Baunach ist die Mannschaft mit dem höchsten Basketballverständnis in der ProA, wenn man sie spielen lässt!"), war Villmeter bedient: "Diese Niederlage ist extrem schwer zu schlucken. Köln hat mit einer tiefen Rotation am Ende viel physischer als wir gespielt, und wir haben zu wenig Emotionen dagegen gesetzt, das muss sich ändern." Die Gelegenheit dazu hat sein Team am Freitag beim schweren Auswärtsspiel in Hanau, bevor es dann nur vier Tage später beim nächsten Heimspiel am Reformationstag gegen die Orange-Academy Ulm (19 Uhr) zum Siegen verdammt ist, will man nicht bis Weihnachten auf den Abstiegsplätzen festsitzen. red
Baunach Young Pikes: Taras (17), Ferguson (14), Fowler (12), McDowell-White (7), Gomila (6), Keppeler (6), Edwardsson (3), Drell (2), Tischler, Nicklaus / Rheimstars Köln: Vest (18), Gilder-Tilbury (17), Ramsey (11), Bekteshi (11), Heinzmann (7), Baeck (5), Wank (4), Foster (3), Di Leo (2), van Laack, Gottschalk / Zuschauer: 812

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