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Basketball

Das Feuer brennt wiederbei Brose Bamberg

Brose Bamberg hofft bei der Heimpremiere von Luca Banchi gegen Anadolu Efes Istanbul auf den zehnten Sieg in der Königsklasse.
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Lucca Staiger (l.) springt von der Bank auf und jubelt mit Kapitän Nikos Zisis über dessen Dreier. Fotos: Daniel Löb
Lucca Staiger (l.) springt von der Bank auf und jubelt mit Kapitän Nikos Zisis über dessen Dreier. Fotos: Daniel Löb
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Die Zeiten blutleerer Auftritte - wie in Bonn oder Jena - gehören spätestens seit letztem Sonntag der Vergangenheit an: Die Bamberger Brose-Basketballer präsentierten sich mit ihrem neuen Trainer Luca Banchi schon in Piräus, aber vor allem in Ulm als verschworener Haufen, in dem jeder für den anderen da ist. Während es in der griechischen Hafenstadt beim Euroleague-Zweiten nicht ganz zum Sieg gereicht hatte, nahm der deutsche Meister die in der Krise steckenden Ulmer nach einem ausgeglichenen ersten Viertel nach allen Regeln der Kunst auseinander und feierte mit dem 90:67-Kantersieg eine Art Wiederaufstehung.
Nach vier Auswärtspartien in Folge darf sich Freak City nun gleich auf zwei Heimspiele innerhalb von drei Tagen freuen und Luca Banchi live an der Seitenlinie miterleben: Am heutigen Donnerstag (20 Uhr) erwarten die Bamberger Anadolu Efes Istanbul zum Euroleague-Duell, am Samstag (20.30 Uhr) steht das Frankenderby gegen Würzburg auf dem Programm, wobei sich das Brose-Team für die 73:76-Niederlage zum Saisonauftakt revanchieren und einen direkten Konkurrenten im Kampf um die Play-offs in die Schranken weisen will.
Doch schön der Reihe nach: "Wir denken von Spiel zu Spiel", betonte Luca Banchi - wie jeder Trainer - bei seinem Amtsantritt, obwohl er auch durchblicken ließ, dass das Hauptaugenmerk inzwischen auf der Bundesliga liegt.
Dennoch wird das Brose-Team am Donnerstag nichts unversucht lassen, gegen das Schlusslicht aus der Türkei den zehnten Sieg in dieser Euroleague-Saison einzufahren, sich für die 58:69-Niederlage im Hinspiel zu revanchieren und das Konto um die in der Königsklasse übliche Siegprämie von 35 000 Euro aufzustocken.
Es herrscht Aufbruchstimmung beim deutschen Meister, doch Banchi warnt: "Ich bin ziemlich sicher, dass es nicht jede Nacht so läuft wie in Ulm. Wir müssen uns jeden Zentimeter unseres Weges mit der richtigen Einstellung verdienen", betont der 52-jährige Italiener.


Efes in der Türkei auf Rang 4

In dieser Euroleague-Saison kamen nach etlichen Spielerwechseln und Verletzungen bereits 19 Spieler für Anadolu Efes Istanbul, dem mit 13 nationalen Meisterschaften erfolgreichsten türkischen Klub, zum Einsatz. Diese hohe Fluktuation ist sicher auch ein Grund, warum es in der Euroleague (nur sechs Siege) für die Mannschaft von Kulttrainer Ergin Ataman nicht nach Wunsch läuft. In der nationalen Süperliga belegt das Team um die Scharfschützen Sonny Weems (20 Punkte im Schnitt) und Errick McCollum (14,8) sowie die starken Center Vladimir Stimac und Bryant Dunston (1,8 Blocks pro Partie) nach zuletzt drei Siegen in Folge einen beachtlichen vierten Rang.
Es wird also nicht einfach für Luca Banchi, seinen zweiten Sieg in der Brose Arena zu feiern: Der erste gelang ihm mit Armani Mailand im November 2013. Nicolo Melli & Co besiegten damals das Team von Chris Fleming mit 76:62.
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