Bamberg
Sportgespräch

Club-Aufsichtsrat Zeck: Bin und bleibe FCE-Vorsitzender

Die Mitgliederversammlung des 1. FC Nürnberg schenkte am Dienstagabend Mathias Zeck, dem Vorsitzenden des Regionalligisten FC Eintracht Bamberg, für drei Jahre das Vertrauen und wählte den 46-Jährigen in den Aufsichtsrat. Infranken.de unterhielt sich mit dem frisch gewählten Mitglied.
Artikel drucken Artikel einbetten
Kurz vor Mitternacht stand fest, dass die Club-Mitglieder Dr. Thomas Grethlein, Mathias Zeck und Stefan Müller (v. l.) für drei Jahre in den Aufsichtsrat gewählt haben. Foto: David Ebener/dpa
Kurz vor Mitternacht stand fest, dass die Club-Mitglieder Dr. Thomas Grethlein, Mathias Zeck und Stefan Müller (v. l.) für drei Jahre in den Aufsichtsrat gewählt haben. Foto: David Ebener/dpa
Aufsichtsrat beim Traditionsverein und Fußball-Zweitligisten 1. FC Nürnberg? Kein Amt für ältere Herren, um das eigene Renommee zu pflegen. Der Vorstand und die anderen Funktionsträger des FCN haben ihr Tun vor dem Aufsichtsrat zu rechtfertigen, werden von ihm bestellt und abberufen. Das neunköpfige Gremium kontrolliert den Haushalt des Clubs.

Aus gesundheitlichen Gründen schied der Kulmbacher Medien-Geschäftsmann Christian Ehrenberg aus dem Aufsichtsrat aus. Seit seinem Eintritt in das Gremium 2011 hatte der 41-Jährige zusammen mit Ralf Peisl die Interessen der Club-Fans vertreten. Unser Medium unterhielt sich mit dem frisch gewählten Aufsichtsratmitglied Mathias Zeck.

Herr Zeck, was hat Sie motiviert, sich in Nürnberg als Aufsichtsrat zur Wahl zu stellen? Was möchten Sie beim Club bewegen?
Mathias Zeck: Ich habe den Club 15 Jahre lang als Radio-Kommentator begleitet und bin seit 1999 Mitglied beim FCN, von daher kennt man einen Verein und viele handelnde Personen natürlich sehr gut. Es gab eben einige, die sich nach den Querelen der letzten Monate große Sorgen gemacht haben und einen vernünftigen Neuanfang jenseits der Lager wollten.
Dabei wurde ich gefragt, ob ich bereit wäre, meine Erfahrungen der letzten Jahre in Bamberg und aus meiner langen Nürnberger Zeit mit einzubringen, weil man wohl der Meinung ist, dass wir beim FCE einen schweren, aber ordentlichen Job machen.
Das Wichtigste im Moment ist, dass Ruhe und eine gemeinsame Linie gefunden werden. Da alle fünf neu gewählten Mitglieder erstmals im Aufsichtsrat sind und die Aufgabe ohne Vorbehalte angehen, bin ich überzeugt, dass dies gelingen kann.

Sie sind Vorsitzender des FC Eintracht Bamberg 2010, nach wie vor ohne großen Mitarbeiterstab, Familienvater - und jetzt auch noch Aufsichtsrat beim FCN. Ist das nicht etwas viel?
Im Vorfeld habe ich mich informiert, was auf mich zukommen könnte. Natürlich habe ich es dann mit der Familie und meinen Freunden beim FCE besprochen und durchweg Zuspruch für diese Aufgabe bekommen. Aber ich habe auch in meiner Rede vor den Club-Mitgliedern klar gesagt, dass ich FCE-Vorsitzender bin und bleiben werde.

Hier Vorsitzender, da Aufsichtsrat: Kann der FC Eintracht Bamberg 2010, der derzeit um den Klassenerhalt in der Regionalliga kämpft, von dieser Konstellation profitieren?
Der FCE kann sicherlich von einem Profiverein wie dem 1. FC Nürnberg sehr profitieren, weil wir hier viel lernen können und wollen. Aber wir waren auch zuvor schon Partnerverein im Jugendbereich über mehrere Jahre hinweg, und ich habe mich immer mit Martin Bader und Ralf Woy über viele Dinge austauschen können. Jetzt ist es noch enger, und ich hoffe, wir profitieren alle davon in den nächsten drei Jahren.
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren