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Basketball

Brose-Coach Federico Perego würde gerne in Bamberg bleiben

Nach dem frühen Saison-Aus ist bei Brose Bamberg abermals ein personeller Umbruch zu erwarten.
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Federico Perego kam als Assistent von Andrea Trinchieri 2014 nach Bamberg und ist seit Januar Chefcoach. Foto: Daniel Löb
Federico Perego kam als Assistent von Andrea Trinchieri 2014 nach Bamberg und ist seit Januar Chefcoach. Foto: Daniel Löb

Nach dem unerwartet frühen Saisonende steht Brose Bamberg vor einem weiteren personellen Umbruch. "Ich denke, dass sich mal wieder einiges ändern wird. Was genau, weiß keiner", sagt Patrick Heckmann. Der Nationalspieler hat zwar wie sieben weitere Akteure noch einen Vertrag für die kommende Saison, ist sich aber nicht sicher, ob er auch in der Spielzeit 2019/20 das Brose-Trikot tragen wird: "Mal schauen, ob Bamberg auf mich zukommen wird."

Nach Auskunft von Arne Dirks sind zwar noch keine Personalentscheidungen spruchreif, der Geschäftsführer sagt aber auch: "Gewisse Dinge haben wir im Kopf, sonst würden wir unsere Hausaufgaben nicht machen." Die wichtigste Personalie sei mit der Verpflichtung von Leo de Rycke als neuem Sportdirektor bereits getroffen worden. Ob der Belgier von seinem bisherigen Klub Antwerpen Giants auch dessen Trainer mitbringt, ist derzeit noch Spekulation. Einiges spricht aber dafür, dass in Bamberg die Position des Headcoaches neu besetzt wird.

Zwar hat Federico Perego nach seiner Beförderung zum Cheftrainer mit dem Pokalsieg und dem Einzug ins Final Four der Champions League durchaus Erfolge vorzuweisen. Es gelang ihm aber auch nicht, die defensiven Schwächen der Mannschaft abzustellen. In den vergangenen Wochen präsentierte sich das Brose-Team teils genauso planlos wie zu Saisonbeginn, als noch Ainars Bagatskis in der Verantwortung stand. Perego, dessen Vertrag ausläuft, würde gerne in Bamberg bleiben. "Ich bin seit fünf Jahren hier und fühle mich als Teil des Klubs. Wir müssen einen Weg finden, wie wir zusammenbleiben, wenn der Verein mich weiterhin will", sagt der 34-Jährige, der aber nach eigenen Angaben seit dem Pokalsieg nicht mehr mit der Klubführung über seine Zukunft gesprochen hat.

Neben dem Kontrakt Peregos laufen auch die Verträge der Routiniers Tyrese Rice, Ricky Hickman, Nikos Zisis sowie von Daniel Schmidt aus. Topscorer Rice dürfte kaum zu halten sein, selbst wenn Brose das wollte. Froh dürfte der Verein dagegen sein, dass er den bisherigen Topverdiener Hickman von der Gehaltsliste streichen kann.

Der Grieche Zisis, seit 2015 bei Brose, sagte bei Magentasport: "Ich habe noch mit niemandem über meine Zukunft gesprochen. Eine Entscheidung wird aber in naher Zukunft fallen." Die Zeichen stehen beim "Herrn der Ringe" aber wohl ebenso auf Abschied wie bei Arnoldas Kulboka, über dessen Zukunft trotz Kontrakts bei Brose bis 2020 sein NBA-Klub Charlotte Hornets entscheiden wird.

Verträge für die kommende Saison haben neben Heckmann und Kulboka noch Cliff Alexander, Elias Harris, Augustine Rubit, Louis Olinde, Maurice Stuckey und Bryce Taylor. Alexander hat eine Ausstiegsklausel für die NBA, für die er sich aber in dieser Saison nicht empfehlen konnte. Rubit, einer der wenigen Konstanten, dürfte schwer zu halten sein. Sehr wahrscheinlich werden Harris, Olinde, Taylor und Stuckey zum Trainingsauftakt im August in der Hauptsmoorhalle erscheinen. ps

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