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Basketball

Brose-Coach Bagatskis: "Wir dürfen nicht zögerlich auftreten"

Brose Bamberg ist am Sonntag im Verfolgerduell der Bundesliga beim punktgleichen Erzrivalen Alba Berlin zu Gast.
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Brose-Trainer Ainars Bagatskis  Foto: Daniel Löb
Brose-Trainer Ainars Bagatskis Foto: Daniel Löb

Sie spielen zwar nicht mehr die erste Geige im deutschen Basketball, dennoch bleibt das Duell der einstigen Serienmeister ein Publikumsmagnet. Bereits über 11 000 Karten sind für die Bundesligapartie zwischen Alba Berlin und Brose Bamberg am Sonntag (15 Uhr) in der Arena am Ostbahnhof verkauft. Im Spitzenspiel des achten Spieltags stehen sich die beiden punktgleichen Verfolger (jeweils 10:2) des bislang ungeschlagenen Meisters Bayern München gegenüber.

Während sich bei den Bambergern das Lazarett allmählich lichtet, wird bei den Berlinern die Verletztenliste immer länger. Die Aufbauspieler Peyton Siva (Rippenbruch), Martin Hermannsson (Bänderriss) und Joshiko Saibou (Entzündung im Fuß) fehlen schon seit mehreren Wochen, am Mittwoch im Eurocupspiel gegen Cedevita Zagreb fielen auch noch Bennet Hundt (Fieber) und Kenneth Ogbe (Gehirnerschütterung nach einem Zusammenprall) aus.

Für Top 16 im Eurocup qualifziert

Auf den kleinen Positionen hatte Trainer Aito Garcia Reneses zuletzt nur noch Stefan Peno sowie die Nachwuchskräfte Jonas Mattisseck (18) und Franz Wagner (17) zur Verfügung. "Wenn du denkst, es kann nicht mehr schlimmer werden, wird es immer noch schlimmer", klagte der spanische Coach in der "Berliner Morgenpost" nach der 102:109-Niederlage gegen die Kroaten. Trotz der ersten Heimpleite der Saison haben sich die "Albatrosse" vorzeitig für die Top-16-Runde im Eurocup qualifiziert.

Wenige Tage zuvor hatten die Berliner erstmals in der Bundesliga (69:80 in Vechta) verloren, so dass sie nach ihrem beeindruckenden Saisonstart nun mit der Hypothek von zwei Niederlagen in Folge und einer arg dezimierten Mannschaft ins 89. Duell gegen die Bamberger gehen.

Doch auch das Brose-Team musste mit der 85:88-Heimpleite gegen Hapoel Jerusalem jüngst einen Rückschlag hinnehmen. Nach drei guten Vierteln brach das Team von Ainars Bagatskis im letzten Abschnitt ein. "Gegen Jerusalem haben wir die Geduld verloren. Das darf uns gegen die Berliner nicht passieren, denn sie zählen zu den herausragenden Teams in der Bundesliga. Wir dürfen nicht zögerlich auftreten, müssen die fundamentalen Dinge möglichst einfach und ohne Fehler erledigen. Und wir dürfen nicht wie gegen Jerusalem zu viele offene Würfe zulassen", fordert der lettische Coach.

Offensivstärkstes Team der Liga

Mit 94,8 Punkten im Schnitt stellen die Berliner das offensivstärkste Team der Bundesliga. Beste Werfer sind der litauische Scharfschütze Rokas Giedraitis (Dreierquote 48,4 Prozent) und Power Forward Luke Sikma (13,5), der sich zudem die meisten Rebounds (acht) schnappt. Der Ex-Bamberger Johannes Thiemann spielt mit 9,8 Punkten und vier Rebounds bei einer Einsatzzeit von 13:30 Minuten recht effektiv.

"Die Berliner spielen Basketball auf einem hohen Niveau. Für uns ist es wichtig, dass wir sie nicht ins Laufen kommen lassen. Mehr noch, wir müssen versuchen, ihnen unser Spiel aufzudrücken. Das gelingt aber nur, wenn wir aus einer kompakten Defensive kommen und unsere Systeme bis zum Ende ausspielen", meint Bagatskis, der wohl nur noch auf Louis Olinde (Knöchelverletzung) verzichten muss. Abzuwarten bleibt, ob der Ex-Berliner Bryce Taylor, der zuletzt schon zweimal wieder im Kader stand, an alter Wirkungsstätte sein Saisondebüt für die Bamberger geben wird.

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