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Basketball

Brose Bamberg will aus den Fehlern lernen

Brose Bamberg möchte sich am Mittwochabend im Champions-League-Spiel gegen Peristeri BC besser präsentieren als zuletzt gegen die Ulmer.
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Nach der Trennung von Michael Carrera ist Mateo Seric (mit Ball) von den Baunach Young Pikes so lange fester Bestandteil des Bamberger  Bundesligakaders, bis ein neuer Spieler gefunden ist. Bereits in der Saisonvorbereitung trug der  20-Jährige einige Male das Brose-Trikot und zeigte in Testspielen gute Leistungen. Foto: Daniel Löb
Nach der Trennung von Michael Carrera ist Mateo Seric (mit Ball) von den Baunach Young Pikes so lange fester Bestandteil des Bamberger Bundesligakaders, bis ein neuer Spieler gefunden ist. Bereits in der Saisonvorbereitung trug der 20-Jährige einige Male das Brose-Trikot und zeigte in Testspielen gute Leistungen. Foto: Daniel Löb

Bevor die Bamberger Brose-Basketballer die Vorbereitung auf das Champions-League-Heimspiel am Mittwochabend (20 Uhr) gegen Peristeri BC begannen, stand erst noch die Aufarbeitung der 78:81-Niederlage gegen die Ulmer auf dem Programm. "Wir mussten uns das letzte Viertel noch einmal auf Video anschauen", sagte Christian Sengfelder.

In diesem hatten die Bamberger am Sonntag einen Zehn-Punkte-Vorsprung verspielt. Nur zwei Zähler erzielten sie in den letzten drei Minuten durch Aufbauspieler Paris Lee, der in dieser Phase aber einen schlechten Job machte, weil er den Ball zu lange in den eigenen Händen hatte und damit keinen Spielfluss zuließ. Würfe unter Zeitdruck, die ihr Ziel nicht fanden, waren die Folge. "Wir haben auf einmal nicht mehr das Teamspiel gezeigt, das uns in den letzten Wochen ausgezeichnet hat und uns letztlich selbst geschlagen", kommentierte Kapitän Elias Harris das Ende der sechs Spiele andauernden Siegesserie.

Griechen sind punktgleich

Nach drei Erfolgen am Stück in der Champions League gilt es für den Bundesliga-Dritten im internationalen Wettbewerb, in der Spur zu bleiben. Mit einem Sieg über den punktgleichen griechischen Klub würden die Bamberger an diesem vorbeiziehen und in der Gruppe C erstmals auf einem Play-off-Rang stehen.

Auf Platz 2 in Griechenland

Allerdings wird die Aufgabe bestimmt nicht einfacher als gegen die Ulmer, denn Peristeri steht in der heimischen Liga mit fünf Siegen bei nur einer Niederlage hinter Panathinaikos Athen auf dem zweiten Tabellenplatz. Am Sonntag setzte sich die Mannschaft des ehemaligen griechischen Nationaltrainers Ilias Zouros gegen PAOK Saloniki mit 80:76 durch. Zuvor hatte sie mit dem 73:65 bei Mornar Bar bereits den zweiten Auswärtssieg in der Champions League gefeiert. Zum Saisonauftakt hatte es in Gaziantep einen 70:64-Erfolg gegeben.

In der Champions League stellt Peristeri die am ausgeglichensten besetzte Mannschaft. 42,6 Punkte pro Partie im Schnitt gehen auf das Konto von Spielern, die von der Bank kommen. Zudem verzeichnen die Griechen die meisten Ballgewinne (10,4).

Moors erwartet Steigerung

"Peristeri ist eine sehr erfahrene Mannschaft mit einigen Spielern jenseits der 30 und einer Menge Partien auf höchstem europäischem Niveau. Sie spielt eine starke Verteidigung und lässt in Griechenland die zweitwenigsten Gegenkörbe der Liga zu. Darauf müssen wir vorbereitet sein", meint Brose-Trainer Roel Moors, der von seinem Team am Mittwochabend eine bessere Leistung erwartet als gegen die Ulmer: "Es ist gut, dass wir nach der Niederlage gleich wieder zeigen können, dass wir es besser können."

Gäste-Check: Peristeri BC

Der Verein aus dem mit 139 000 Einwohnern bevölkerungsreichsten Vorort Athens ist einer von sechs Erstligaklubs aus dem Großraum der griechischen Hauptstadt. 1971 gegründet, gehörte Peristeri in den 1990er Jahren zu den bedeutendsten Vereinen Griechenlands und war 2000 eines der Gründungsmitglieder der Euroleague, ehe 2004 eine Insolvenz für den Zwangsabstieg sorgte. Nach Jahren der Konsolidierung spielt die Mannschaft nun wieder eine Rolle in Griechenlands erster Liga. Peristieri heißt übersetzt Taube, daher ziert dieser Vogel das Vereinswappen. Das Team Korbgefährlichster Akteur ist Aufbauspieler William Hatcher mit 14,8 Punkten im Schnitt pro Partie. Zweistellig punkten auch der griechische Nationalspieler Christos Saloustros (13,5), Steven Gray (12,2) - beide sind Shooting Guards - sowie Center Mike Morrison (11,5). Anfang November hat Peristeri den angolanischen WM-Teilnehmer Yanick Moreira nachverpflichtet und die lange Garde um einen dritten Center erweitert.

Die Bundesligaspieler Mit Mike Morrison und Brayon Blake stehen zwei US-Amerikaner im Team von Peristeri BC, die in der vergangenen Saison in der Bundesliga aktiv waren. Morrison absolvierte 19 Partien für s.Oliver Würzburg und stand zuvor auch bei den Frankfurt Skyliners unter Vertrag. Blake war Teamkollege von Christian Sengfelder bei den Basketball-Löwen Braunschweig. Für die Niedersachsen erzielte Blake im Schnitt 8,9 Punkte pro Spiel, für die Griechen kommt er nur auf die Hälfte.

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