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Brose Bamberg: Trainer Trinchieri fällt aus

Der Chefcoach von Brose Bamberg muss sich nach der Euroleague-Partie in Tel Aviv einer Schulteroperation unterziehen.
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Nach der Partie in Tel Aviv müssen die Bamberger Basketballer auf unbestimmte Zeit auf Cheftrainer Andrea Trinchieri verzichten. Der Italiener wird in der kommenden Woche an der Schulter operiert. Foto: Daniel Löb
Nach der Partie in Tel Aviv müssen die Bamberger Basketballer auf unbestimmte Zeit auf Cheftrainer Andrea Trinchieri verzichten. Der Italiener wird in der kommenden Woche an der Schulter operiert. Foto: Daniel Löb
Die Euroleague-Partie bei Maccabi Tel Aviv am Donnerstagabend (20.05 Uhr) wird für die Basketballer von Brose Bamberg die vorerst letzte sein, in der sie Anweisungen von Andrea Trincheri erhalten. Wie der deutsche Meister am Mittwoch mitteilte, muss sich der Cheftrainer aufgrund zunehmender Beschwerden am 16. Januar einer Schulteroperation unterziehen und fällt für unbestimmte Zeit aus. Bis zu seiner Rückkehr vertritt Assistenztrainer Ilias Kantzouris den Italiener.
"Es ist bislang eine Seuchensaison. Dennoch werden wir nicht jammern, sondern die Situation annehmen", kommentierte Geschäftsführer Rolf Beyer, der weitere schlechte Nachrichten erhielt. Denn Elias Harris musste sich einer weiteren Arthroskopie am verletzten Knie unterziehen, und Bryce Taylor wird heute an der Wade operiert. Nach wie vor in der Rehabilitationsphase befindet sich Luka Mitrovic. "Wir werden Trinchieri, Harris, Taylor und Mitrovic jede Unterstützung geben, die sie brauchen, um schnellstmöglich wieder fit zu werden. Wir werden ihnen aber auch die nötige Zeit geben, um sich komplett auszukurieren. Ich bin mir sicher, das Team wird die richtige Antwort geben und die nächsten Wochen auch für die verletzten Teamkollegen spielen", meinte Beyer.
Dass die Bamberger als Mannschaft noch enger zusammenrücke, ist auch nötig, denn nach zuletzt vier Niederlagen in Folge in der Euroleague benötigen sie beim israelischen Rekordmeister Maccabi unbedingt einen Sieg, um die Play-off-Hoffnungen am Leben zu erhalten. Bei einem Auswärtserfolg würde der Tabellen-13. (6 Siege/10 Niederlagen) den Rückstand auf den achten Platz, den der heutige Gegner (8/8) einnimmt, verkürzen. Bei einer Niederlage dagegen würde der deutsche Meister die Viertelfinalteilnahme aus den Augen verlieren. "Die letzten beiden Spiele gegen Moskau und Ulm haben gezeigt, dass wir auf einem guten Weg sind. Vor allem im Rebound haben wir uns verbessert. Darauf müssen wir aufbauen", meinte Ricky Hickman, der mit Maccabi 2013 die Euroleague gewann, vor seiner Rückkehr nach Tel Aviv.
Nach zuletzt zwei Niederlagen zu Hause gegen Unicaja Malaga (78:89) und bei Real Madrid (81:93) stehen auch die Israelis unter Druck, denn mit einer weiteren Pleite würden sie wohl aus den Play-off-Rängen fallen. Das Hinspiel zum Start in die Königsklassensaison gewann Maccabi in Bamberg klar mit 88:71. Überragender Mann auf dem Parkett der Brose Arena Mitte Oktober war Pierre Jackson mit 27 Punkten (5 Dreier). Der Aufbauspieler ist mit Abstand der korbgefährlichste Akteur in Reihen von Maccabi. 15,3 Zähler erzielt der US-Amerikaner pro Partie im Schnitt. Ihm am nächsten kommen sein Landsleute Norris Cole (14) und Deshaun Thomas (12), die beide aber zuletzt verletzt waren und wohl auch gegen Bamberg nicht mitwirken können. Auch ohne die beiden Leistungsträger festigte Maccabi am Montag mit dem 82:63-Erfolg gegen Hapoel Eilat die Tabellenführung in der israelischen Liga. "Für uns gilt, dass wir uns nicht auf deren Spiel einlassen, sondern unseres durchziehen. Und wir müssen die Atmosphäre in der Halle ausblenden", sagte Hickman, der beim Heimsieg über Ulm mit 21 Punkten und sieben Assists nach langer Zeit einmal wieder eine starke Leistung gezeigt hatte.
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