Bamberg

Brose Bamberg: Trainer Moors hat noch das Vertrauen

Nach der bitteren Heimniederlage gegen Rasta Vechta stellt sich Geschäftsführer Arne Dirks hinter den in die Kritik geratenen Belgier.
Artikel drucken Artikel einbetten
Der Bamberger Trainer Roel Moors zeigt im Heimspiel gegen Rasta Vechta ein Angriffssystem an. Foto: Daniel Löb
Der Bamberger Trainer Roel Moors zeigt im Heimspiel gegen Rasta Vechta ein Angriffssystem an. Foto: Daniel Löb

Die unter den Fans kursierende Diskussion um Trainer Roel Moors wollten die Verantwortlichen von Brose Bamberg nach der bitteren 85:86-Heimniederlage gegen Rasta Vechta nicht weiter befeuern. Beim üblichen Fantalk nach dem Spiel äußerte sich am Sonntagabend in der Brose-Arena daher kein Akteur, vielmehr stellten sich Geschäftsführer Arne Dirks und Sportdirektor Leo De Rycke dem Anhang des in der Bundesliga auf Rang 9 abgerutschten neunfachen Meisters. "Es ist mir zu einfach zu sagen, dass es am Trainer liegt. Logisch wäre es die einfachste Lösung. Aber wir wollen innovativ sein und müssen andere Wege finden, wieder Spiele zu gewinnen", meinte Dirks nach der dritten Niederlage in Folge. Wir hätten den Sieg verdient gehabt, deshalb sind wir alle bitter enttäuscht."

Allerdings ist ihm auch bewusst, dass eine Trendwende schnellstmöglich her muss: "Wir können nicht Woche für Woche reden, sondern brauchen Ergebnisse. Das ist völlig klar. Wir sind zwar in einer Umbruchsaison, aber das bedeutet ja nicht, dass wir nicht in die Play-offs kommen wollen, sondern oben mitspielen möchten. Doch davon sind wir ein ganzes Stück entfernt."

Coach Moors war nach der Partie, in der sein Team wieder einmal in den Schlussminuten den Sieg leichtfertig aus der Hand gegeben hat, sichtlich geknickt: "Wir machen zu viele Fehler, das ist die Realität. Wir sind nicht in der Lage, Spiele zu Ende zu bringen", sagte der Belgier. "Ich versuche alles Mögliche, dies zu ändern. Aber offensichtlich habe ich die Lösung noch nicht gefunden. Wir müssen vielleicht jemanden finden, der das Spiel übernimmt und es entscheidet, wie es Trevis Simpson heute für Vechta getan hat."

Doch solch ein Spieler ist in Reihen der Bamberger nicht in Sicht. Christian Sengfelder war mit seinen 23 Punkten zwar nah dran, zum Matchwinner zu werden. Doch sein Foul an Simpson bescherte dem Gästespieler das entscheidende Drei-Punkte-Spiel zum Sieg für Vechta zwei Sekunden vor der Schlusssirene. Sengfelder blieb nur die Rolle des tragischen Helden.

Verwandte Artikel

Kommentare (10)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren