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Basketball

Brose Bamberg steht vor schwierigen Auswärtsspielen

BaBrose Bamberg ist erst in Oldenburg und dann auf Teneriffa gefordert. Moritz Plescher rückt für den verletzten Kameron Taylor in den Kader.
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Für Kameron Taylor (rechts), der hier am Würzburger Skyler Bowlin vorbeizieht, war das fränkische Derby schon nach dem ersten Viertel zu Ende. Foto: Daniel Löb
Für Kameron Taylor (rechts), der hier am Würzburger Skyler Bowlin vorbeizieht, war das fränkische Derby schon nach dem ersten Viertel zu Ende. Foto: Daniel Löb
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Auch die zweite Lücke im Kader stopfen die Basketballer von Brose Bamberg mit einem Spieler aus ihrem Baunacher Farmteam. Nach Mateo Seric, der vorerst den nach Hamburg abgewanderten Michael Carrera ersetzt, zählt nun auch Moritz Plescher bis auf Weiteres zum Bundesliga-Kader des neunfachen deutschen Meisters.

Der 19-jährige Flügelspieler komplettiert nach dem Ausfall von Kameron Taylor, der sich bei der Heimniederlage gegen die Würzburger eine Verletzung im Eckgelenk der rechten Schulter zugezogen hat und auf unbestimmte Zeit ausfällt, das zwölfköpfige Aufgebot. Plescher dürfte aber in den beiden schwierigen Auswärtsspielen am Sonntag (18 Uhr) in Oldenburg und am Dienstag beim in der Champions League noch ungeschlagenen spanischen Erstligisten Iberostar Teneriffa (20.30 Uhr) über die Rolle des Bankdrückers nicht hinauskommen.

Dennoch meint der 19-Jährige: "Ich bin sehr froh, die Chance zu bekommen. Es macht einfach Spaß mit den Jungs. Ich habe ja bereits die Vorbereitung mitgemacht, daher fällt es mir auch nicht schwer, jetzt wieder reinzukommen." Maurice Stuckey und Bryce Taylor, die bislang nur sporadisch zum Zug kamen, werden wohl in erster Linie die Spielzeit, die Kameron Taylor zugedacht war, unter sich aufteilen. Obwohl nicht feststeht, wie lange der Flügelspieler fehlen wird, gibt es bei den Bambergern keine Überlegungen, einen neuen Spieler für diese Position zu verpflichten.

Dagegen läuft die Suche nach einem Ersatz für Carrera auf Hochtouren. Allerdings sieht sich der Pokalsieger trotz des straffen Programms bis zum Jahresende nicht unter Zeitdruck. "Ich will nichts überstürzen und warte lieber auf den richtigen Spieler", meinte Trainer Roel Moors. Zwar habe der Venezolaner ins Team gepasst, auf lange Sicht gesehen brauche die Mannschaft auf der Position 4 aber einen Akteur mit einem anderen Profil. "Wir benötigen noch jemanden, der größer ist und auch auf der Centerposition aushelfen kann. Denn immer, wenn wir in Foulprobleme geraten, haben wir dort Schwierigkeiten", sagt der Belgier.

Vier Spieler punkten zweistellig

Am Sonntag in Oldenburg wartet insbesondere auf der Centerposition viel Arbeit auf die Bamberger Assem Marei und Elias Harris. Der 2,10 Meter große und 120 Kilogramm schwere Hüne Rasid Mahalbasic ist auch in dieser Saison Dreh- und Angelpunkt bei den "Donnervögeln" und mit 13 Punkten, acht Rebounds und 7,3 Assists im Schnitt der effektivste Spieler seiner Mannschaft. Drei weitere Akteure punkten bei den Niedersachsen, die im Eurocup vorzeitig die Top-16-Runde erreicht haben, im Schnitt zweistellig. Der erst Ende Oktober verpflichtete Aufbauspieler Tyler Larson hat in seinen bisherigen drei Einsätzen voll überzeugt und führt die vereinsinterne Scorerliste mit 14,7 Punkten im Schnitt an. Zuletzt verdrängte der frühere Frankfurter Braydon Hobbs aus dem Team. Der im Sommer vom deutschen Meister Bayern München nach Oldenburg gewechselte Point Guard fiel bei der 77:90-Niederlage in Berlin der Ausländerbeschränkung zum Opfer. Im Kader der Oldenburger stehen sieben Importspieler.

Die Niederlage in der Hauptstadt war bereits die dritte in fremder Halle. Daher stehen die Niedersachsen nur auf dem siebten Tabellenplatz. In der heimischen EWE-Arena haben sie sich nur dem Tabellenführer aus München geschlagen geben müssen, doch die übrigen drei Partien gewonnen. Den in der Bundesliga auswärts noch ungeschlagenen Bambergern droht daher die erste Niederlage auf fremdem Parkett.

In der Brose-Arena gingen die Oberfranken schon dreimal als Verlierer vom Feld. Gegen Ulm und Würzburg verspielten sie jeweils im Schlussdurchgang eine Führung. "Darauf haben wir uns in den letzten Tagen im Training fokussiert. Wir müssen auch in den letzten Minuten zu unserem Plan stehen", erläuterte Moors und forderte: "Wir müssen versuchen, den Oldenburgern frühzeitig ihr Spiel wegzunehmen. Wir haben das in allen Partien bislang gut gemacht, dreimal aber nicht konsequent genug bis zum Ende."

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