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Basketball

Brose Bamberg steht vor höherer Hürde als in Bonn

Im dritten Auswärtsspiel in Folge ist Brose Bamberg am Mittwochabend beim Bundesliga-Tabellenzweiten EWE Baskets Oldenburg gefordert.
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Die Körpersprache sagt alles: Der Bonner Center Charles Jackson (links) jubelt nach dem Sieg über die enttäuschten Bamberger um Augustine Rubit. Foto: Jörn Wolter
Die Körpersprache sagt alles: Der Bonner Center Charles Jackson (links) jubelt nach dem Sieg über die enttäuschten Bamberger um Augustine Rubit. Foto: Jörn Wolter

Bis zum vergangenen Samstag waren die EWE Baskets Oldenburg das heißeste Team der Basketball-Bundesliga. Acht Siege in Folge, darunter gegen den FC Bayern München und in Berlin, hatten sie eingefahren. Doch dann wurden den "Donnervögeln" beim 85:100 in Vechta kräftig die Flügel gestutzt. "Nach der Niederlage in Vechta werden die Oldenburger noch motivierter sein. Für uns bedeutet das: Wir müssen für ein sehr intensives Spiel bereit sein, bei dem wir die Hilfe jedes Einzelnen brauchen, um zu bestehen", meint der Bamberger Trainer Federico Perego vor dem Spiel seiner Mannschaft beim Tabellenzweiten am Mittwochabend (20.30 Uhr).

Bei den heimstarken Oldenburgern droht den Brose-Basketballern die dritte Niederlage in der Bundesliga in Folge. Nach dem 66:69 gegen Berlin und dem 81:92 in Bonn treffen sie abermals auf ein Team, das sich - wie sie selbst - im Hinblick auf die Play-offs in die bestmögliche Ausgangsposition bringen will. Während sich die Oldenburger mit Alba Berlin um Rang 2 streiten, geht es für die Bamberger darum, das nach Minuszählern punktgleiche Vechta bis zum Ende der Hauptrunde noch zu überholen. Mehr als Platz 4 ist wohl nicht mehr drin für den Pokalsieger, es sei denn, er startet eine neue Siegesserie.

Die Hürde in Oldenburg ist in dieser Nachholpartie des 17. Spieltags noch ein Stück höher als zuletzt in Bonn. Die EWE Baskets stellen ein offensivstarkes Team, das im Schnitt 90 Punkte erzielt. Gefährlichste Waffen sind Aufbauspieler Will Cummings (20 Zähler pro Spiel) und Center Rahid Mahalbasic (13,8). Zweistellig punkten zudem der in seiner elften Saison für Oldenburg spielende Ricky Paulding (12,9), Nathan Boothe (11,7) und Frantz Massenat (10,6) "Es ist eine Mannschaft voller Talent, bestehend aus Spielern, die es lieben, als Einheit aufzutreten. In den letzten Wochen haben sie gezeigt, dass in jedem Spiel ein anderer der Star sein kann", sagt Perego. Massenat hat vor kurzem beim Oldenburger 96:79-Erfolg in Göttingen mit 40 Punkten einen Bundesliga-Saisonrekord aufgestellt.

Im Gegensatz zu den Bambergern haben die EWE Baskets weit weniger Spiele in den Knochen, da sie in dieser Saison auf internationalem Parkett nicht vertreten sind. Pikant daran ist, dass die Norddeutschen wie in den Vorjahren eigentlich in der Champions League antreten wollten. Doch die Bamberger, die auf eine Teilnahme am Eurocup verzichteten, schnappten ihnen den letzten der Bundesliga zustehenden Startplatz weg.

Im Nachhinein stellte sich aber heraus, dass die fehlende Doppelbelastung der Hauptgrund für die bislang so starke Saison des Teams von Trainer Mladen Drijencic ist. Die vielen englischen Wochen forderten dagegen jüngst bei den Bambergern ihren Tribut, die Partie in Bonn war bereits die vierte binnen zehn Tagen. Das Programm bleibt bis zum Final Four der Champions League (3. bis 5. Mai), dessen Halbfinalpaarungen am Mittwoch ausgelost werden, straff. Sechs Partien bestreitet der Tabellenfünfte in den nächsten 20 Tagen.

Ob Perego in Oldenburg wieder auf Cliff Alexander zurückgreifen kann, wird sich erst kurzfristig entscheiden. Der Center war beim Abschlusstraining vor der Partie in Bonn umgeknickt. Bei den Gastgebern ist der Einsatz von Karsten Tadda fraglich. Der Bamberger laboriert seit Mitte März an einer Bauchmuskelverletzung, befindet sich aber bereits wieder im Aufbautraining.



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