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Basketball

Brose Bamberg steht mit dem Rücken zur Wand

Im Kampf um die Play-offs in der Champions League zählen für Brose Bamberg nur noch Siege. Am Mittwoch ist Gaziantep zu Gast.
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Der Ex-Bamberger Stevan Jelovac (links) kann im Hinspiel Brose-Center Assem Marei nicht am Korberfolg hindern. Das erste Duell entschieden die Oberfranken mit 76:66 für sich. Foto: championsleague.basketball
Der Ex-Bamberger Stevan Jelovac (links) kann im Hinspiel Brose-Center Assem Marei nicht am Korberfolg hindern. Das erste Duell entschieden die Oberfranken mit 76:66 für sich. Foto: championsleague.basketball

Während die Basketballer von Brose Bamberg trotz der Niederlage in Crailsheim in der Bundesliga als Tabellensiebter mit einem positiven Punktekonto (16:12) noch auf Play-off-Kurs sind, drohen sie in der Champions League die K.o.-Runde zu verpassen. In den restlichen fünf Spielen in der Gruppe C sind sie zum Siegen verdammt, um vielleicht doch noch auf den vierten Platz, der zur Achtelfinalteilnahme berechtigt, zu klettern. Daher gilt es, eine Heimniederlage am Mittwochabend (20 Uhr) gegen Gaziantep Basketbol unbedingt zu vermeiden.

Mit drei Niederlagen in Folge sind die Bamberger im internationalen Wettbewerb auf den fünften Platz zurückgefallen und weisen nun wieder eine negative Bilanz von vier Siegen und fünf Niederlagen auf. Die Teams aus Peristeri und Nischni Nowgorod, die punktgleich auf den Rängen 3 und 4 stehen, haben bereits zwei Erfolge mehr auf dem Konto. Bamberg hat zudem gegen die Russen den direkten Vergleich verloren. Im Kampf um die Play-offs steht der Final-Four-Teilnehmer des Vorjahres also mit dem Rücken zur Wand.

"Offensiv müssen wir zurück in die Spur finden und versuchen wieder unseren Basketball über 40 Minuten aufs Parkett zu bekommen", meint Brose-Coach Roel Moors im Hinblick auf die 69:73-Niederlage in Crailsheim, bei der sich seine Mannschaft an beiden Enden des Feldes Schwächephasen erlaubt hatte, die der Gegner bestrafte.

Für die Türken sind die Play-offs kaum mehr zu erreichen. Mit nur zwei Siegen und fünf Niederlagen belegen sie lediglich den siebten Platz. Auch in der heimischen Liga, in der sie auf dem zwölften Rang stehen, läuft es für sie nicht rund. Zuletzt verloren sie viermal in Folge, am Samstag setzte es ein 84:96 bei Galatasaray Istanbul. Der Ex-Bamberger Stevan Jelovac war dabei mit 22 Punkten und einer hundertprozentigen Dreierquote (vier Treffer bei vier Versuchen) bester Werfer des Teams aus Anatolien. Gaziantep trat in dieser Partie bereits nicht mehr mit Jamelle Hagins an. Der US-Center, bei der 66:76-Hinspielniederlage gegen die Bamberger mit 14 Punkten noch zweiterfolgreichster Spieler seines Teams hinter Jason Rich (17), schloss sich dem Ligarivalen OGM Ormanspor an. "Wenn es mal nicht so läuft, dann muss man sich an die positiven Dinge erinnern. Das Hinspiel in Gaziantep war so eines", sagt Moors vor dem zweiten Duell mit den Türken, gegen die er auf Nelson Weidemann (umgeknickt) verzichten muss.

Gäste-Check: Gaziantep Basketbol

Der Verein aus der sechstgrößten türkischen Stadt (1,8 Millionen Einwohner), nahe an der Grenze zu Syrien gelegen, wurde erst im Jahr 2007 gegründet, stieg 2012 in die 1. Liga auf und erreichte in der Saison 2914/15 erstmals die Play-offs (Viertelfinale). Nach zwei Teilnahmen am Fiba-Europe-Cup ist Gaziantep Basketbol in dieser Saison zum zweiten Mal in der Champions League vertreten. Die Play-offs wird die Mannschaft aus Anatolien aber wohl erneut verpassen. Die Mannschaft Leistungsträger im Team der Türken sind die fünf Importspieler. Der kroatische Center Ivan Buva, im Hinspiel gegen die Bamberger noch nicht im Verein, ist mit 16,8 Punkten im Schnitt in der Champions League bester Korbschütze und auch bester Rebounder (6,8). Shooting Guard Jason Rich (USA) kommt auf 15 Zähler und 4,2 Assists. Zweistellig punktet auch dessen Landsmann Drew Crawford (12,2). Aufbauspieler Sarunas Vasiliauskas (Litauen) kommt auf 8,1 Punkte und Stevan Jelovac (Serbien) auf 7,1. Der Ex-Bamberger Stevan Jelovac trug zu Beginn der Saison 2018/19 das Brose-Trikot, wechselte aber im Februar vergangenen Jahres nach Gaziantep. Neben 7,1 Punkten im Schnitt in der Champions League steuert der Power Forward in der türkischen Liga 14,8 Zähler bei. Dort steht der 30-Jährige auch durchschnittlich drei Minuten länger auf dem Parkett (20:37 Minuten). Seine wesentlich bessere Trefferquote in der türkischen Liga resultiert aus einer besseren Dreierquote. Während er in der Champions League nur 18,2 Prozent seiner Distanzwürfe trifft, sind es auf nationalem Parkett 36.ps

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