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Basketball

Brose Bamberg steht im Rückspiel unter Druck

Brose Bamberg geht nur mit zwei Punkten Vorsprung ins zweite Achtelfinal-Duell der Champions League mit Banvit Bandirma.
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Tyrese Rice rennt sich auf dem Weg zum Korb gegen Alex Perez (links) und Ragip Atar (rechts) fest. Das passierte dem Bamberger Aufbauspieler einige Male. Foto: Daniel Löb
Tyrese Rice rennt sich auf dem Weg zum Korb gegen Alex Perez (links) und Ragip Atar (rechts) fest. Das passierte dem Bamberger Aufbauspieler einige Male. Foto: Daniel Löb
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Mit einem blauen Auge davongekommen sind die Basketballer von Brose Bamberg im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League gegen Banvit BK Bandirma. Nach einer lange Zeit durchschnittlichen Vorstellung sicherten sie sich dank einer Energieleistung in den letzten fünf Minuten den knappen 81:79-Heimerfolg. Damit können sie sich im Rückspiel in der Türkei am kommenden Mittwoch (18 Uhr) eine Niederlage mit einem Punkt leisten, um ins Viertelfinale einzuziehen.

Die Chancen aufs Weiterkommen stehen aber bestenfalls 50:50. Zwar hat die Mannschaft von Coach Federico Perego in der Champions League mit vier Siegen und drei Niederlagen eine positive Auswärtsbilanz, allerdings präsentierte sich Bandirma im internationalen Wettbewerb bislang äußerst heimstark und verlor nur eine der sieben Partien in eigener Halle. "Wir müssen einen kühlen Kopf bewahren, physischer spielen und weniger Offensivrebounds abgeben. Das war heute der Schlüssel für Banvit, uns in Gefahr zu bringen. Wir haben schlecht von der Dreierlinie geworfen, aber trotzdem 81 Punkte erzielt. Mit einer besseren Quote aus der Distanz kann es für uns eine gute Sache werden im Rückspiel", sprach Flügelspieler Maurice Stuckey zwei Dinge an, die es im zweiten Duell deutlich zu verbessern gilt.

Zum einen präsentierten sich die Bamberger mit einer Dreierquote von nur 15 Prozent (drei Treffer bei 20 Versuchen) ungewohnt schwach, zum anderen dominierten die Türken unter dem Bamberger Korb. 17 Offensivrebounds angelten sie sich und wandelten diese in 23 Punkte um. "Gerade in der ersten Halbzeit haben wir da gelitten. Wir müssen unsere Körper besser einsetzen", meinte Perego.

Harris wieder sehr effektiv

In einer keinesfalls hochklassigen, aber spannenden Partie, in der die Führung 16 Mal wechselte, stellten die Bamberger das bessere Kollektiv. 40 Punkte erzielten Spieler, die von der Bank kamen. Von ihnen war Elias Harris mit 19 Zählern in 18 Minuten Einsatzzeit wieder einmal besonders effektiv. In den letzten Minuten der Partie sicherten Tyrese Rice, mit 20 Punkten bester Korbschütze, und Augustine Rubit (14/9 Rebounds) ihrem Team den Sieg. "Wir haben viele junge Spieler, die noch nie in so einer Atmosphäre gespielt haben. Heute hat die Erfahrung den Ausschlag gegeben. Bamberg hat einen Weg gefunden, dieses Spiel zu gewinnen", konstatierte Bandirmas Trainer Hakan Demir.

Allerdings hatten die Bamberger Glück, dass der letzte Dreier von Gary Neal mit der Schlusssirene knapp daneben ging. Der 34 Jahre alte US-Amerikaner war mit 20 Punkten bester Werfer der Türken, die mit der Verpflichtung des ehemaligen NBA-Spielers Mitte Dezember ihr Team noch einmal erheblich verstärkten und damit deutlich machten, dass sie auch in dieser Saison das Final Four der Champions League erreichen wollen. Im Endturnier stand Banvit BK bereits 2017 und erreichte damals sogar das Finale.

Für die Bamberger gibt es keinen Anlass, schon ans Final Four zu denken. Zunächst gilt es, im Rückspiel in Bandirma die internationale Saison zumindest zu verlängern. Zuvor aber haben sie noch eine Aufgabe in der Bundesliga zu bewältigen. Am Sonntagabend (18 Uhr) kommt Ratiopharm Ulm in die Brose-Arena.

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