Bamberg
Basketball

Brose Bamberg: Sieg dank Kraftpaket Alexander

Der Bamberger Center ist beim 71:67-Heimerfolg im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League gegen AEK Athen kaum zu stoppen. Das Punktepolster für das Rückspiel hätte aber größer sein können.
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Cliff Alexander nach einem Dunking in Jubelpose. Das Bamberger Kraftpaket war unter den Körben nicht zu stoppen; rechts AEK-Spieler Howard Sant-Roos, der den Bamberger Aufbauspieler Tyrese Rice an die Kette legte. Foto: Daniel Löb
Cliff Alexander nach einem Dunking in Jubelpose. Das Bamberger Kraftpaket war unter den Körben nicht zu stoppen; rechts AEK-Spieler Howard Sant-Roos, der den Bamberger Aufbauspieler Tyrese Rice an die Kette legte. Foto: Daniel Löb
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Die schärfsten Waffen blieben diesmal stumpf. Nur sieben Punkte erzielte Tyrese Rice für Brose Bamberg. Vince Hunter kam für AEK Athen immerhin auf zwölf, blieb aber ebenfalls deutlich unter seinem Saisonschnitt (18,3). Mit Cliff Alexander drückte ein Akteur dem Viertelfinal-Hinspiel in der Basketball-Champions-League seinen Stempel auf, mit dem wohl nur wenige gerechnet hatten. Beim 71:67-Heimerfolg war das Bamberger Kraftpaket mit 19 Punkten und sieben Rebounds der Mann des Abends.

"Cliff hat großes Potenzial. Er hat sich im Lauf der Saison gesteigert und wird sich weiter verbessern. So muss er weitermachen", lobte Brose-Coach Federico Perego den 23 Jahre alten Center, der nach dem kurzfristigen Ausfall von Elias Harris (Nackenprobleme) reichlich Spielzeit erhielt und diese voll ausnutzte.

Viele vergebene Chancen

In einem hektischen Spiel mit vielen vergebenen Chancen auf beiden Seiten war Alexander eine der wenigen Konstanten. Licht und Schatten wechselten sich vor allem auf Athener Seite ab. Zu Spielbeginn mussten die Gäste fast acht Minuten auf ihren ersten Korberfolg warten. Die Bamberger verpassten es aber, sich frühzeitig ein beruhigendes Polster zu verschaffen. "Da waren wir etwas überhastet und hätten unsere Fastbreaks besser ausspielen können", monierte Perego. Bis zur Halbzeit übernahm AEK die Führung (30:28) und lag auch nach dem dritten Viertel in Front (50:49). Doch im letzten Abschnitt drehten die Hausherren die Partie und gewannen mit 71:67. Damit können sie sich im Rückspiel am Mittwoch (18.30 Uhr) in der griechischen Hauptstadt eine Niederlage mit maximal drei Punkten Differenz erlauben, um ins Final Four einzuziehen. "Wir haben nur 67 Punkte zugelassen, das ist sehr gut. Unser Polster hätte aber etwas größer sein können. Wir müssen im Rückspiel ihren besten Spielern wieder die Sachen wegnehmen, die sie gerne machen", meinte Patrick Heckmann, der acht Punkte erzielte.

Rice ist diesmal kein Faktor

Doch auch die Griechen schafften es, den zuletzt dominierenden Spieler beim Gegner an die Kette zu legen. Rice, der jüngst in Vechta mit 30 Punkten und zuvor in Bandirma gar mit 32 Zählern zweimal Matchwinner für die Bamberger war, traf nur drei seiner zwölf Würfe und leistete sich vier Ballverluste. Der Aufbauspieler hatte gegen Howard Sant-Roos einen schweren Stand. "Er hat unglaublich gegen Tyrese verteidigt", meinte Perego.

Der ehemalige Bundesliga-Profi, der von 2011 bis 2013 für die Braunschweiger auf Korbjagd ging, war aber auch offensiv ein Faktor und einer von fünf Gästespielern, die zweistellig punkteten. Dem Ex-Frankfurter Jordan Theodore, der neun seiner 14 Zähler im letzten Viertel erzielte, hatten es die Athener zu verdanken, dass sie den Rückstand in den letzten zwei Minuten noch einmal verringern konnten. Denn die Bamberger waren im letzten Viertel ins Rollen gekommen und hatten sich mit etlichen Körben nach Schnellangriffen eine Neun Punkte-Führung erarbeitet (69:60, 38. Minute).

"Wir sind zufrieden mit dem Ergebnis und der Art und Weise, wie wir gespielt haben", meinte Perego nach dem zwölften Sieg in Folge. Diese Erfolgsbilanz auszuweiten, wird auch im nächsten Spiel ein hartes Stück Arbeit für seine Mannschaft. Am Sonntagabend (18 Uhr) will Alba Berlin in der Brose-Arena Revanche nehmen für die Mitte Februar erlittene Niederlage gegen die Bamberger im Pokalfinale.

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