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Basketball

Brose Bamberg schlägt zurück

Nach der desolaten Leistung in Braunschweig präsentieren sich die Bamberger in Antwerpen stark verbessert und siegen mit 85:76.
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Brose-Kapitän Nikos Zisis hielt mit zwei Dreiern in der Schlussphase die Antwerpener auf Distanz. Foto: D. Löb
Brose-Kapitän Nikos Zisis hielt mit zwei Dreiern in der Schlussphase die Antwerpener auf Distanz. Foto: D. Löb

Der schlechtesten Leistung in dieser Saison ließen die Basketballer von Brose Bamberg die wohl beste in dieser Saison folgen. Drei Tage nach der 66:92-Niederlage in Braunschweig gewann die Mannschaft von Trainer Ainars Bagatskis am Dienstagabend bei den Telenet Giants Antwerpen mit 85:76 (51:40). Mit dem dritten Erfolg im fünften Spiel in der Champions League führen die Bamberger zumindest für einen Tag die Vorrundengruppe C an.

Die Gäste zeigten eine starke erste Hälfte und präsentierten sich von der Blamage in Braunschweig gut erholt. Stevan Jelovac steuerte zur frühen 8:0-Führung sechs Punkte bei, auch Augustine Rubit fand offensiv schnell seinen Rhythmus. Dagegen kamen die Hausherren überhaupt nicht ins Spiel. Das lag auch daran, dass das Brose-Team stark verteidigte und den Telenet Giants kaum freie Würfe gestattete.

Nur zwei Ballverluste in Hälfte 1

Nach 14 Minuten führten die bis dahin wie aus einem Guß spielenden Gäste mit 21 Punkten (43:22). Doch dann wachten die Belgier auf und schlugen mit einem 12:0-Lauf zurück. Die Bamberger fingen sich aber wieder und lagen zur Halbzeit mit elf Punkten vorne. Nur zwei Ballverluste in der ersten Halbzeit waren Beleg für die konzentrierte Spielweise der Gäste, die zur Pause schon 51 Punkte erzielt hatten.

Zu Beginn des dritten Viertels kamen aber schnell drei weitere Ballverluste hinzu, die allesamt auf das Konto von Tyrese Rice gingen. Der Aufbauspieler steckte seine Teamkollegen mit seiner Unsicherheit offensichtlich an. Die Lockerheit der ersten Hälfte war weg, die Verkrampfung wuchs mit jedem Fehlwurf. Antwerpen kam Punkt für Punkt heran und glich in der 33. Minute zum 64:64 aus. Die Partie kippte aber nicht, weil Jelovac und Nikos Zisis, der zweimal aus der Distanz erfolgreich war, immer dann mit Dreiern konterten, als es brenzlig zu werden schien. Zwei Minuten vor Ende lagen die Bamberger mit sieben Punkten entscheidend vorne.

"Meine Spieler waren aggressiv und haben alles gegeben. Wir sind gut ins Spiel gekommen, das hat uns Selbstvertrauen gegeben. Auch als es eng wurde, haben wir das Spiel kontrolliert. Daher war ich zuversichtlich, dass wir gewinnen würden", freute sich Bagatskis über die Reaktion seiner Mannschaft nach der Pleite in Braunschweig.

Elias Harris verletzt

Die Brose-Basketballer mussten neben den verletzten Patrick Heckmann und Arnoldas Kulboka auch auf Elias Harris verzichten, der im Abschlusstraining umgeknickt war. Aufgrund der Einheimischenregelung in der Champions League musste daher auch ein ausländischer Profi aussetzen. Dies war Bryce Taylor, der im internationalen Wettbewerb nicht als Deutscher gilt. Taylor stand zuletzt in Braunschweig nach seiner langen Verletzungspause erstmals wieder im Kader, kam aber nicht zum Einsatz. In Antwerpen traten die Bamberger daher nur zu zehnt an. Bagatskis spielte aber nur mit einer Achter-Rotation. Ein Leistungseinbruch zum Ende des Spiels blieb jedoch aus.

Spieler des Spiels

Stevan Jelovac Der Serbe trat von Beginn an aufs Gaspedal und nahm den Fuß nicht mehr runter. Mit 30 Punkten stellte er eine persönliche Saisonbestleistung auf. Fünf von neun Dreipunktewürfen versenkte Jelovac, zudem holte er sieben Rebounds und gab zwei Korbvorlagen. Damit war er der effektivste Spieler seiner Mannschaft.

Die Statistik

Telenet Giants Antwerpen- Brose Bamberg 76:85

(15:30, 25:21, 17:13, 19:21) Antwerpen Bako (25 Punkte), Lee (16/4 Dreier), Dudzinski (10/2), Tate (8), Schoepen (8/2), Vanwijn (6), Sanders (3), Kalinoski, Donkor Bamberg Jelovac (30/5), Zisis (13/2), Alexander (12), Rubit (11), Rice (8/1), Stuckey (6/2), Schmidt (3/1), Olinde (2) SR Lanzarini (Italien), Castillo (Spanien), Konstantinovs (Lettland) Gesamtwurfquote Antwerpen 44 Prozent (31 Treffer/70 Versuche), Bamberg 46 (27/59)

Dreierquote Antwerpen 28 Prozent (8/29), Bamberg 38 (11/29) Freiwurfquote Antwerpen 50 Prozent (6/12), Bamberg 80 (20/25) Rebounds Antwerpen 34 (24 defensiv/10 offensiv), Bamberg 38 (30/8)

Ballgewinne/-verluste Antwerpen 6/7 Bamberg 1/8 Assists Antwerpen 23 / Bamberg 14 Fouls Antwerpen 21 / Bamberg 18

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